....gerade höre ich "last christimas" im radio...
...jetzt schon
und das auf meinem lieblingssender....ich bin enttäuscht
..die weihnachtssaison ist also nun offiziell eröffnet
....gerade höre ich "last christimas" im radio...
...jetzt schon
und das auf meinem lieblingssender....ich bin enttäuscht
..die weihnachtssaison ist also nun offiziell eröffnet
Gesprächen zum Thema „heiraten“ zu lauschen ist doch sehr amüsant. Besonders, wenn man wirklich nur lauscht. Erstaunlich wie oft das Thema in letzter Zeit in meinem Umfeld besprochen wurde. Sowohl auf der Arbeit als auch im privaten Kreis. Eine Bekannte hat vor ein paar Tagen geheiratet – nach wirklich langjähriger Beziehung und bei weiteren dreien dauert es wohl auch nicht mehr lange bis zum „Jawort“. Eine davon trifft bereits jetzt schon, monatlang im Voraus, wilde Vorbereitungen: Beklagte sich über Standesamtsprechstunden und berichtete von der am letzten Wochenende stattgefundenen Hochzeitsmesse. Von dieser durfte ich bereits heute morgen, auf dem Weg zur Arbeit, einen ausführlichen Bericht im Radio hören. Heiraten ist wieder in, sagte man dort.
Na wenn es jetzt „in“ ist, dann….
Viele „Für’s“ und „Wider’s“ kann man in den Gesprächen über das Heiraten vernehmen. Wobei die „Wider’s“ eigentlich nicht so zahlreich sind. Im Kern ist es doch immer dasselbe Argument.
Interessant war, dass die staatliche Anerkennung hinter dem kirchlichen Segen doch zurück blieb. Der Wunsch nach „Gottes Segen“ ist offenbar stärker nachvollziehbar, als die Anerkennung von Staat und damit Gesellschaft. …Hmm….Vielleicht ist der Ruf der standesamtlichen Trauung als Sinnbild des staatlich gebilligten Pärchenseins nur deshalb so schlecht, weil es immer mit Steuerersparnis verbunden wird. Aber seit wann ist „Steuern sparen“ – im Übrigen legal – denn verabscheuungswürdig?
Ich hörte auch von Venuserinnen, die einmal in ihrem Leben eine „Prinzessin“ sein wollen. Nicht weniger skurril. Da fühl ich mich denjenige doch wesentlich näher, die von fünfstöckigen Torten träumen - von mir aus auch mit Soße auf dem Extrateller. Dabei mag ich noch nicht einmal Torte. Dafür kenne ich jemanden, dem dies schon ein ausreichender Grund wäre zu heiraten – so eine richtig leckere riesige Torte. Ja…heiraten ist wieder in.
Grinsendwann wohl, frage ich mich, wird der Tag kommen, an dem ich wieder durchatmen kann. Irgendwas ist doch immer denk’ ich mir seit Wochen, ach was Mooonaten.
Wenn der September erst einmal geschafft ist, und auch der ist schon halb rum, dann bin ich schon einmal froh. Unglaublich, dass Weihnachten, an das ich noch überhaupt gar nicht denken mag, nicht mehr weit ist. Neulich an der Kasse schrie ich entsetzt auf, was die zwei Packungen Dominosteine in unserem Einkauf zu suchen hätten. Er, mein Liebster, war unschuldig, der junge Mann hinter uns war es! Er, der offenbar unfähig war das Hölzchen vor seinen und hinter unseren Einkauf aufs Band zu legen. Wenn man nicht alles selber macht…tstst...
Aber siehe da, es gibt tatsächlich Leute, die jetzt schon Weihnachtsnaschwerk kaufen. Ich stell sie mir gerade vor - im Park in der Sonne sitzend und Dominosteinchen vertilgen. Pfui!
Ich gebe ja zu, dass ich diesbezüglich nicht objektiv sein kann, denn Dominosteine mag ich zu keiner Jahreszeit und auch das sonstige Weihnachtsnaschwerk lässt mir nicht gerade das Wasser im Munde zusammen laufen.
Als der Gedanke ans Weihnachtsfest neulich durch ein Gespräch mit einer Kollegin aufkam, habe ich dieen nach kurzem Überlegen, wie sich meine aktuelle Familien- und Beziehungskonstellation auf die „harmonischen Feiertage“ auswirken wird, erst einmal verdrängt. Das war wohl auch besser so. Warum jetzt schon ärgern und grummeln? Dafür ist später immernoch reichlich Zeit.
Dafür freue ich mich erstmals auf die kalte Jahreszeit – die dunklen Abende und den Schnee. Achja – wenn nur erst einmal der September vorbei und gut überstanden ist….
Ich habe überlegt, ob ich jetzt immer noch ironisch, zynisch oder auch sarkastisch über die Spezies Mann schreiben soll und darf. Ich habe beschlossen: JA!!! Sind sie doch ein scheinbar nicht versiegen wollendes Quell des Amüsements. Und wer mich kennt, weiß, dass ich alles oder zumindest fast alles was ich hier zu diesem Thema verfasse mit einem Augenzwinkern auf die Welt loslasse. Ich werde mich also auch zukünftig nicht zurückhalten (können).
Alles klarDie Abstinenz lag nicht am mangelnden Willen oder an mangelnden Themen, sondern an der mangelnden Zeit. Na so was! Ja tatsächlich! Aber das wird sich jetzt ändern, trotz dass Bloggen ja nun wohl out sein soll, ganz im Gegensatz zu twittern. Twittern...tstst...
Ich mag meinen Blog ....und bald wird er wieder die Aufmerksamkeit bekommen, die er verdient.
Neulich in einem Gespräch mit meiner Oma, erwähnte diese ganz nebenbei, dass sie früher hier in der Nähe Steine „gekloppt“ hat. Da meine Oma leider nur ganz selten aus ihrer Jugend erzählt und ich wusste, dass sie erst Anfang der fünfziger Jahre nach Deutschland kam, harkte ich genauer nach. Tatsächlich, sie hat Anfang der 50ziger, als sie schon Studentin war, nachmittags Steine gekloppt. Sie sagte ganz stolz zu mir, dass ihr keiner vorwerfen könne, dass sie untätig war oder ihre Hände in den Schoß gelegt hätte – sie war immer fleißig.
Heute telefonierte ich mit einer anderen älteren, mir sehr nahe stehenden „Lady“. Auch mit ihr landete ich zufällig in Erinnerungen aus der Nachkriegszeit. Sie erzählte, wie ihre Schwager erst Anfang und Mitte der 50ziger Jahre aus der Gefangenschaft nach Hause zurück kehrten und wie alles hier um uns herum zerstört war. Wie viel Angst sie immer hatte, dass ihr Sohn in den Trümmern spielte und sie selbst regelmäßig Steine „kloppen“ war.
Es ist seltsam, wenn ich mir versuche diese Zeit vorzustellen. Sie aber erzählen ohne Wehleid, eher im Gegenteil von einer schönen, fröhlichen Zeit trotz des ganzen Mühsaals.
Nach solchen Gesprächen fällt mir immer wieder auf, dass ich das Glück habe noch solche Menschen zu erleben, die aus erster Hand erzählen können. Meine Kinder werden dieses Glück nicht haben. Das finde ich schade. Meine Kinder werden sich wohl eher Geschichten des Aufbegehrens und der Emanzipation anhören können. Das ist wohl der Lauf der Zeit.
Ich hatte schon ganz vergessen was es bedeutet sein Leben, oder zumindest einen Teil davon, mit einem Marsianer zu verbringen. Es bedeutet z.B.:
Dieser Marsianer ist in vielerlei Hinsicht ein Segen und eine Herausforderung zugleich. Auch wenn er mich noch mit seiner Kompromissbereitschaft, die manchmal eher etwas von Unterordnung hat, in den Wahnsinn treiben wird und er mir sicher noch viele Stunden Schlaf rauben wird, weil ich kein Platz in meinem eigenen Bett habe – es ging mir mit keinem so gut wie mit ihm.
Verliebtheute sprach ich mit meiner lieben Freundin über dies und das und schließlich darüber, dass es Mitmenschen gibt, die die persönliche Zone – 70 cm oder eine Armlänge – unterschreiten und einem förmlich auf die Pelle rücken. Ich empfinde dies in den meisten Fällen als sehr unangenehm. Das geht sicher Vielen ebenso. Über dieses Thema kamen wir auch darauf, dass es ebenfalls Menschen gibt, die die Angewohnheit haben ihr Gegenüber ständig anfassen zu müssen, wenn sie mit ihm reden.
Ein mir vertrauter Marsianer hatte diese Angewohnheit. Ich wertete dieses Verhalten als Zeichen der Nähe und Vertrautheit. Meine liebe Freundin traf vor kurzem auf diesen, mir Vertrauten, in einem anderen, sehr offiziellen Kontext. Bei unserer Unterhaltung berichtete sie mir, dass er sich auch in diesem sehr offiziellen Kontext so verhält.Also nix mit Nähe und Vertrautheit. Illusion dahin…mmhmm…
Dieser Mensch verabschiedet sich, meinem Empfinden nach, derzeit ohnehin nach und nach aus meinem Leben. Obwohl ich das sehr bedauere und es mich auch zuweilen sehr traurig stimmt, habe ich beschlossen es nicht (mehr) zu verhindern. Ich bin nicht einmal sicher, ob es mir überhaupt gelänge.
Ich hab oft und viel um Menschen, die mir sehr nahe waren, gekämpft. Hier jedoch kommt immer weniger zurück. Ich versuche sein allmähliges Verabschieden zu akzeptieren in der Hoffnung, dass es mich bald nicht mehr traurig machen wird….
Als ich jedoch in meine Straße einbog, fiel es mir wieder ein. Klar kannte ich den Kerl! Er war dieser widerliche Bearbeiter unseres örtlichen Wohnungsanbieters in öffentlichen Hand. Ich erinnere mich noch genau wie unverschämt und unkooperativ und widerlich er sich mir damals, als ich auf Wohnungssuche war, verhalten hat und ich ihm am liebsten die Pest an den Hals gewünscht hätte. Wäre mir nur schneller gewahr gewesen, mit wem ich es dort auf der Rolltreppe zu tun gehabt hatte, dann wäre ich sicherlich alles andere als höflich gewesen und hätte ihn nicht noch mit guten Wünschen in den Feierabend geschickt...