parrhesia

straightforward simplicity


Über elektronische Kommunikation in Beziehungen

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Eigentlich bin ich ja technikbegeistert und für jeden Schnickschnack zu haben, wenn dabei Elektronen fliessen. Meinen ersten PC (oder "Homecomputer") habe ich mir mit 15 gekauft. Sinclair ZX Spektrum mit gigantischen 16kB RAM, aufrüstbar auf 48kB. Was wir damit angestellt haben! Das Ding musste noch an den Fernseher meiner Eltern angestöpselt werden, Daten sichern ging nur über Kassette, Datensicherheit ade.

Heute sitze ich täglich vor zwei 21"-Flachbildschirmen, Highspeed-Internet, an ein (für mich) unübersehbares Firmennetzwerk angeschlossen, und verdiene meine Euri damit. Das Handy ist nie mehr als 3m von mir entfernt, falls doch auf höchste Krachstufe gestellt, damit nichts verpasst wird. Wenn ich einen Tag meine emails nicht lese fehlt mir was. www-Zugang seit ca. 10 Jahren, aber ich bin immer wieder begeistert was es alles gibt. Auch die Bloggerei finde ich seit einigen Wochen ein sehr interessantes Medium (Dank dem wilden Weib).

Aber wenn ich mir ansehe wie emails, SMS und das Handy überhaupt das Beziehungsleben und die Kommunikation zwischen Partnern in den letzten Jahren verändert haben kommen mir machmal Zweifel.

War es nicht schöner als man sich noch ins Gesicht sah um sich auszutauschen? Die Gefühle des anderen auch sehen, fühlen, erleben konnte. Sich auch nicht verstecken konnte. Die Laune einfach da war, und nicht hinter einer wohlwollenden, gutgelaunten email versteckt wurde, obwohl man sich ganz anders fühlt?

 

frauvonk am 17. November 2005 um 11:57
jaa, das waren noch zeiten damals. seufz.

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