parrhesia

straightforward simplicity


Einträge "November 2005":

Mittwoch, 30. November 2005

Zum Abendprogramm....


Hot Whisky provides effective relief from the discomfort of sore throat, coughing, head aches and all other related symptoms caused by flu. Hot Whisky also fights the infection and its use is recommended all year round. Hot Whisky contains whisky, lemon, cloves, honey and hot water. How to use: Warm a glass with hot water. Take five cloves and stick them into a slice of lemon. Pour the whisky into the glass, add the lemon and a teaspoon of honey. Top up with boiling water. For oral administration only. Dosage: Take one large Hot Whisky in the evening.

Mal sehen wer stärker ist, die Erkältung oder das Gegenprogramm...

Die Dosierung ist übrigens Auslegungssache :-)

Currently playing: Led Zeppelin - Kasmir
in: Erlebtes

Dienstag, 29. November 2005

Der Schatten des Windes

Aus meiner derzeitige Lektüre von Carlos Ruiz Zafón:

... Sie erzählte mir, wie sie und ihre Cousine Claudette in den Jahren des französischen Exils sich einen Vormund und Privatlehrer geteilt hatten, einen versoffenen Fünfziger, der wähnte, Literat zu sein, und sich damit brüstete, Vergils Äneis auf lateinisch rezitieren zu können, und dem sie den Spitznamen Monsieur Roquefort gegeben hatten, da er trotz der römischen Bäder mit Kölnisch Wasser und Parfüm, mit denen er seine Schlemmergestalt beizte, einen sehr besonderen Geruch verströmte....

Was für eine schöne, freche und facettenreiche Sprache. Bis jetzt sehr lesenswert!

Dickes Lob an den Señor und auch an den Übersetzer!

Currently playing: Alan Parsons Project - The Raven

Montag, 28. November 2005

monday morning....

Nachdem ich mich heute morgen mit viel Mühe aus dem warmen Bett des wilden Weibes geschält hatte, braute ich mir noch eine Tasse Kaffee für die Fahrt durch die Winterlandschaft.

(Anmerkung: Eigentlich bin ich ein geübter Mit-der-Tasse-in-der-Hand-Fahrer... dachte ich jedenfalls bis vor einer Stunde)

An der ersten Tankstelle auf dem Weg habe ich mir noch was essbares besorgt. Das Gebräu verweilte in der Zwischenzeit auf dem Armaturenbrett, direkt vor dem Lenkrad.

Der aufmerksame Leser wird es schon ahnen... Fahrer steigt ein, das Brötchen landet auf den Beifahrersitz... Anlasser.... langsam losrollen.... dann mit quietschenden Reifen in den dichten Verkehr.

Die Kaffeetasse vollführte wie zu erwarten einen Flickflack in meine Richtung!

Der Inhalt war auf Hose, Hemd, Jacke, Gesicht, es tropfte sogar vom linken Ohr...

Nach drei Minuten intensiven Fluchens mußte ich über mich selber lachen. Auf dem nächsten Parkplatz hab ich mich trotz Schneefalls neben dem Auto aus den braunen Klamotten gequält, danach war ich dann endgültig wach!

in: Erlebtes

Donnerstag, 24. November 2005

Bleibt weg vom Koffein!

in: Erlebtes

Mittwoch, 23. November 2005

Schade, schade.....

Verdammt, am Samstag war Welt-Toilettentag, und ich habs verpasst!

Da gibt es so schöne Seite wie http://www.worldtoilet.org/, und ich pass einfach nicht auf was in der Welt geschieht.

Unter PUPLIC EDUCATION kann man auf dieser Seite übrigens Dinge lernen wie :

 Flush the toilet thoroughly after use.

AHA!

Oder: - For guys using the toilets, do aim properly at the urinal so as not to dirty the floor.

Och Manno!!!

Dienstag, 22. November 2005

Trendfriedhof

Aufgrund des Stern-Artikels http://www.stern.de/lifestyle/mode/:Nie-...Handyanh%E4nger/549641.html und dem (ab sofort in Kultstatus erhobenen) Wort - Trendfriedhof - habe ich mich online auf die Suche gemacht, was wohl mit diesem Begriff in Verbindung gebracht wird oder werden kann. 

Die ersten Ergebnisse sind hier zu finden Pixellog 

Verehrte edbloger, was würdet Ihr noch zu dieser Kategorie zählen?

in: Erlebtes

Freitag, 18. November 2005

Freitag? Freitag!

Erster Blick aus dem Fenster heute morgen: Schneeregen! 

Mit fortschreitendem Alter kommen in dieser Jahreszeit immer mehr Zweifel in mir auf, ob ich denn wirklich bis zum Abpfiff in diesen Breitengraden verbringen will. Warum denn nicht irgendwo mit T-Shirt gerechten Temperaturen, auch im Dezember? Erfahrungsgemäß sind die Menschen in diesen Ländern relaxed und geniessen das Leben weit mehr als wir, da erzähle ich sicher nichts neues. Sie sorgen sich nicht dreimal täglich um Ihre Altersversorgung, und waschen samstags ihr Auto nicht. An Unpünklichkeit und den Verzicht auf andere "Tugenden" könnte ich mich sicher gewöhnen, obwohl lange genug auf "Deutsch" getrimmt. O.k., auf gutes Bier und vernünftiges Brot zu verzichten wäre anfangs ein Grund für Heimweh, aber Backen geht schon, und bewusstseinserweiternde Getränke finden sich eigentlich auch immer...

in: Erlebtes

Dienstag, 15. November 2005

Mein Vater wurde vorgestern spät Abends mit Verdacht auf einen Schlaganfall ins lokale Krankenhaus eingeliefert. Er ist schon seit einigen Jahren ziemlich krank (Herzkranzgefäße, Parkinson, Diabetiker, chronische Bronchitis, um nur mal die Highlights zu nennen). Ich erfuhr davon als ich nachts um ein Uhr meine mailbox abhörte. Die Nacht war ein Alptraum zwischen wach und dem Gedanken an meinen Vater und dösen.
 
Gestern war er wieder einigermassen klar und ansprechbar, aber er kann nicht mehr auf seinen Beinen stehen, ist hilflos und depressiv. Aber ich kann es ihm nicht übel nehmen. Ich wünschte nur ich könnte etwas ändern. Ihn wieder zu dem Vater machen der mir früher auf langen Waldspaziergängen das Einmalseins beigebracht hat! Oder wenigstens zu dem täglich radelnden Dad, als ich endlich 12x12 konnte und schon am Studieren war.

Aber diesen Mann wird es nicht mehr geben. Es macht mich grad unendlich traurig. Ich weiss daß Altwerden und Sterben einfach dazugehört. Aber kann niemand die Zeit anhalten oder gar zurückdrehen? Nur ein bischen, für meinen Dad.

in: Erlebtes

Sonntag, 13. November 2005

Über elektronische Kommunikation in Beziehungen

Eigentlich bin ich ja technikbegeistert und für jeden Schnickschnack zu haben, wenn dabei Elektronen fliessen. Meinen ersten PC (oder "Homecomputer") habe ich mir mit 15 gekauft. Sinclair ZX Spektrum mit gigantischen 16kB RAM, aufrüstbar auf 48kB. Was wir damit angestellt haben! Das Ding musste noch an den Fernseher meiner Eltern angestöpselt werden, Daten sichern ging nur über Kassette, Datensicherheit ade.

Heute sitze ich täglich vor zwei 21"-Flachbildschirmen, Highspeed-Internet, an ein (für mich) unübersehbares Firmennetzwerk angeschlossen, und verdiene meine Euri damit. Das Handy ist nie mehr als 3m von mir entfernt, falls doch auf höchste Krachstufe gestellt, damit nichts verpasst wird. Wenn ich einen Tag meine emails nicht lese fehlt mir was. www-Zugang seit ca. 10 Jahren, aber ich bin immer wieder begeistert was es alles gibt. Auch die Bloggerei finde ich seit einigen Wochen ein sehr interessantes Medium (Dank dem wilden Weib).

Aber wenn ich mir ansehe wie emails, SMS und das Handy überhaupt das Beziehungsleben und die Kommunikation zwischen Partnern in den letzten Jahren verändert haben kommen mir machmal Zweifel.

War es nicht schöner als man sich noch ins Gesicht sah um sich auszutauschen? Die Gefühle des anderen auch sehen, fühlen, erleben konnte. Sich auch nicht verstecken konnte. Die Laune einfach da war, und nicht hinter einer wohlwollenden, gutgelaunten email versteckt wurde, obwohl man sich ganz anders fühlt?

 

Currently playing: Manfred Mann - Pleasure and Pain
Current mood: Skeptisch
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