Diese Geschichte beginnt am 1.August am Wiener Flughafen. Dort haben wir uns auch das erste Mal gesehen und da ist es auch schon das „wo?“, am Flughafen? Welche Geschichte beginnt schon in einem Flughafen?
UNSERE!
Du hast sehr verwirrt ausgesehen, aber es war mir ziemlich egal, weil ich zu sehr mit mir selbst beschäftigt war als auch nur an andere denken zu können und mir Gedanken über ihren Gemütszustand zu machen. Viele Fragen schossen mir durch den Kopf und dann war es so weit, die große Reise begann und alle die rund um mich standen wurden ein Teil von dieser Reise und dort war mir noch nicht klar, dass du auch nach dieser Reise eine große Rolle für mich spielen wirst! Jetzt weiß ich das unser erstes, ich sag mal „Lächelspiel“ im Bus stattfand, natürlich mal wieder, weil die liebe Vali alles ins Lächerliche treiben muss und mit ihren Augentropfen keine Minute mehr warten konnte. Aber irgendwie danke ich ihr dafür, denn da war es, ein Lächeln von einem ziemlich schüchtern aussehenden Jungen. Im Flugzeug stellte sich heraus, dass der schüchtern aussehende Junge mir irgendwie immer „im Weg sein wird“, denn nach ca.5min zusammen in einem fliegenden Wunder schimpfte ich schon über ihn, aber das ist ja typisch für mich. Ist das ein guter Beginn für eine Geschichte? Hätte ich nicht gedacht, aber ja es ist ein toller Beginn.
In Malta angekommen, ist es schon Zeit für die Zimmereinteilung und glücklicherweise wurde uns eine von deinen „Gesellen“ ins Zimmer zugeteilt, sodass du uns vor jedem Essen einen kurzwortigen Besuch abstatten „musstest“. Soll ich ganz ehrlich sein? Aber das weißt du ja schon, du warst in meine Augen damals ein ziemlich schüchterner, unhöflicher und unsympathischer, aber hübscher Mensch. Und das warst du Tag für Tag und Nacht für Nacht, bei jedem einzelnen Wort von dir. Doch diese Meinung hat sich schlichtartig geändert.
Ich regte mich bei der Mr/Mrs EF Wahl auf, weil die Charly fast nicht hinein dürfen hätte und da war sie eine mitmeckernde Stimme. Und schon war aus dem schüchternen und unsympathischen Jungen ein netter, wie ich erfuhr hilfsbereiter und witziger Junge. Ich glaube an diesen Abend hat mein Kopf zu mir gesagt: Hey gar nicht mal so blöd der Typ! Und mein Kopf redet nicht oft mir, dass muss ich dazusagen. Da begann der Spaß, der gemeinsame Schulgang vor und nach den Schulstunden, das gemeinsame Essen gehen, die Marks & Spencer Einkäufe, Kinoausflüge, Bowlingabende...und nicht zu vergessen die abendlichen Balkontreffen!!
Diese Harmonie wurde zwar durch eine ziemlich „peinliche“ Wassergeschichte unterbrochen aber die haben wir schon oft genug durchbesprochen und will ich lieber nicht erwähnen.
Aber dies war kein Hindernis für uns und man sieht was aus uns geworden ist und ich bin sehr zufrieden mit unserem Ergebnis, und ich hoffe du bist’s auch.
Ich will damit nur sagen das ich nichts aus dieser Anfangsphase, so bezeichne ich meine Geschichte mal, vergessen werde.
Nach 3 Wochen Spaß und darunter warst auch du 2 Wochen beteiligt, wurde es Zeit um wieder ins Lande Österreich zurückzukehren. Wir waren beide nicht sehr begeistert davon, aber uns blieb nichts anderes übrig als unsere Koffer zu packen.
Und wie es der Zufall so will und das Schicksal von einem Diskussionswilligen Mädchen beeinflusst wurde war mein Heimflugspflatz direkt neben dir. Vielleicht war gerade das die Bestimmung, woran ich aber leider nicht glaube. Bestimmung bedeutet für mich eigentlich nichts als Hokuspokus, nun war es aber anders.
Dank meiner Flugangst, ich sag einmal dank dazu, habe ich deine Hand fast nicht mehr losgelassen und ich will ehrlich sein ich liebe deine Hände von diesem Zeitpunkt an. Aber auch deine Schulter, die zwar ein ziemlich harter Polster für mich waren, ließen mich trotzdem gut schlafen. So verschlief ich Gott sei Dank und wachte mit einer kurzen Fotounterbrechung, erst wieder kurz vor der Landung auf. Wobei mal wieder deine Hände meine Flugangst zu spüren bekam.
Nach der Landung kam der große Abschied, der mir persönlich sehr schwer fiel, weil ich mich an den Spaß mit den anderen und natürlich auch mit dir sehr gewöhnt hatte und es war ja nichts daran auszusetzen.
Doch nach 2 Wochen war schon ein Treffen geplant, das ja schon in Malta sicher war. Aber wie es so will ließ ich erstmals 20 Minuten auf mich warten, bevor der Zug eintraf. Und da warst du, mit dem Blick auf dem Boden und deine Füße „steppten“ abwechselnd. Warum ich dich erstmals eine kleine Ewigkeit beobachtete ohne etwas zu sagen und ohne eine Schritt zu gehen, wusste ich nicht und weiß ich heute noch nicht. Vielleicht fragte ich mich warum ein du auf mich wartest und nicht, wie bei jedem anderen Mädchen, eine Freundin. Es war mir schließlich egal und ich schwankte mit einem unsicheren Lächeln auf dich zu. Schließlich war alles beim alten und ich freute mich schon auf die kommenden Tage, die wie ich feststellen musste schneller vergingen als sonst. Doch ich erfuhr einiges in den Tagen die wir gemeinsam verbrachten, wir lernten uns noch besser kennen und wussten beide das wir, egal wie oder warum, uns zusammen einfach besser fühlten. Denn egal was wir unternahmen, wir wussten was der andere dachte. Ob es damals schon etwas mit Liebe oder dem Verliebsein zu tun hatte kann ich nicht sagen, aber es war was, doch was war es?
Der zweite Besuch folgte nach ca. einem Monat am 8 Oktober und ich will`s mal so sagen, dieses war DAS Weekend!
Um ehrlich zu sein habe ich keine Ahnung was wir am 8en getan haben, denn ich kann mich nur noch an den 9.Oktober erinnern. Wir haben uns mit den anderen getroffen und waren beim Chinesen essen und am Abend stand eine Party mit deinen Freunden auf dem Programm. Irgendwie freute ich mich auf die Party, denn ich lernte deine Freunde kennen und bekam so mehr Einblicke in dein Leben. Meine Freunde lerntest du ja schon mit mir kennen. So wusstest du mit welchen Charakteren ich mich unterhielt. Aber egal, so verließen wir die lustige Runde um rechtzeitig und ausgeschlafen bei der Party einzutreffen. Und das Stichwort lautete hier: ausgeschlafen. Wir wollten eigentlich gar nicht schlafen, oder doch? Nur ein bisschen ausruhen. Was ist aber aus diesem ausruhen geworden? Naja das weißt du ja. Aufgeschreckt sind wir, wie auch immer es dazu gekommen ist, Hand über Hand und dichter zusammen als wir zuvor eingedöst sind. Ich glaube nicht an Schicksal, doch wenn ich es tun würde, dann würde ich sagen, das deine Eltern gekommen sind war Schicksal. Doch dann komm ich nicht weiter. Ich weiß nicht mehr wie wir in den Bus gekommen sind. Ich weiß nicht mehr wer von wem die Hand genommen hat. Ich habe wirklich keine Ahnung. Ich weiß nur noch das ich die war die dir in die Augen geschaut hat und nicht wiederstehen konnte. Was für eine Überwindung es auch für mich war, es war die richtige Entscheidung dich zu küssen. Denn in einem habe ich mich von Anfang an nicht getäuscht, denn du bist schüchtern. Und wenn ich gewartet hätte bis du es getan hättest, hätte es wahrscheinlich noch ein wenig länger gedauert. Doch diese Party war für mich mehr als nur ne Party. Danke. Mehr sage ich zu diesem Abend nicht.
Und das war es, die Geschichte wie ich vor einem halben Jahr mit dir zusammen kam.
Ich bin glücklich darüber, denn ich habe jetzt jemanden der mich gern hat und mit dem ich alles plane was ich mal so vorhabe, auch wenn ich nicht alles verwirklichen werde aber ich habe jemanden mit dem ich gemeinsam träumen darf.
Und dafür danke ich dir, danke, denn mit niemand anders würde ich lieber träumen, lachen, Kaffee trinken, Filme gucken oder einfach nur da liegen und ein bisschen tratschen.
Danke für 6 Monate Glück und Erfahrung.
Danke dass du alles mit mir durchmachst.
Danke für dich.
Danke dass ich nach 6 Monaten noch so glücklich sein darf wie am ersten Tag!
DANKE