Entr'acte Gedanken, Erlebnisse, Zitate, komischer Humor... und der Rest von mir.

Einträge "Das Leben, das Universum und der ganze Rest...":

Mittwoch, 24. Oktober 2007

hin und her gerissen

Ich hätte ja nicht gedacht, hier noch mal reinzukommen... jetzt bin ich ganz perplex und weiß gar nicht, was ich machen soll. Schließlich habe ich mich doch in meinem neuen zu Hause ganz toll eingerichtet und fühle mich dort sehr wohl... andrerseits hab ich hier schließlich sowas wie Heimatgefühle... Ohjemine.... Was mach ich denn jetzt?

 

 

Dienstag, 18. September 2007

Second Life ruins reality

Scheiß Second Life! Den ganzen Nachmittag hab ich da verbummelt und dann auch noch den Abend! Und gar nichts gemacht, dabei ist so viel zu tun... Das doofe am studentischen Dasein, zumindest in der Art, die ich praktiziere, ist, dass man gleichzeitig zu viel und zu wenig Zeit hat. Zu wenig, weil immer was zu tun ist und man vor Hausarbeiten und Praktium in zweieinhalb Monaten Sommerferien keine Zeit findet, mal ne Woche in den Urlaub zu fahren. Und zu viel, weil man sich den ganzen Scheiß einteilen kann und man eigentlich doch Zeit hat. Aber die verbringt man mit Schuldgefühlen oder schlecht geplant mit Gammeln, weil man vorher nicht genug gemacht hat und immer noch so viel zu tun ist... Ich muss ja noch so viel lernen, um ein gelassener, glücklicher Erwachsener Mensch zu sein. Gelassen und glücklich war ich schon mal... kommt mir manchmal so vor, als wäre das lange her.

Jetzt hab ich den Nachmittag und Abend verschwendet und beschlossen, dafür eben jetzt zu arbeiten. Jawoll, nachts! Dann kann ich morgen ausschlafen und schlimmer als dieses Gefühl von Selbsthass kann Arbeit in der Nacht jawohl auch nicht sein. Nochmal kurz aufs Klo und dann gehts los... 

mein Morgen

Heute Morgen war aufstehen schwer. Ich hab ne halbe Stunde regungslos im Bett gesessen und bin danach apathisch durch die Wohnung getorkelt. Ewig nicht aus der warmen Dusche rausgekommen und dann nichts - gar nichts - zum Frühstücken dagehabt. Also hab ich mir eine Jacke übergeworfen und die nassen Haare, die in diesem Zustand zu nichts zu gebrauchen sich, notdürftig mit einer Spange zusammengewurschtelt, unter meiner Lieblingsmütze (die ich dem Tenor in einem Geschäft erst aufgeschwatzt und dann weggeluchst habe) versteckt. Und bin in den überteuerten aber nahegelegenen Supermarkt geschluft, um mir was zu Essen zu kaufen. Frühstück muss nämlich, bei mir.

Im Vorbei gehen haben mich zwei Frauen komisch angesehen. Ich war gerade dabei, mir einzureden, dass ich mir das eingebildet hätte und versuchte, mich auf die Obstauslagen zu konzentrieren, da kam eine Stimem von hinten. "Also, ich hab ja schon viel gesehen!" Ach du kagge. Sätze, die von Fremden mit "Also ich hab ja schon viel gesehen" anfangen, haben meistens nichts gutes zu bedeuten. Ich fahre herum, vor mir steht einer weitere Frau, lila Kunstlederjacke und kurze Locken. Was jetzt wohl kommt? "Also ich hab ja schon viel gesehen - aber eine Haarspange..." Haarspange. Ich denke an die Sex and the City Folge mit dem Haargummi, dem dort größten modischen No-No und ich denke an das lieblos zusammengedrehte Chaos auf meinem Kopf. "aber eine Haarspange, passend zur Hose, das hab ich noch nie gesehen! Kompliment!" Ich brauche einen Moment. Sehe an mir runter, Cordhose, fasse mir an den Kopf, um mich zu erinnern, welches von den Dingern ich heute morgen eigentlich gegriffen hab. Ach die, ach ja, hellbraun. Tatsächlich, der selbe Ton. "Das haben sie wahrscheinlich noch gar nicht gemerkt.", lacht die Frau. "Sieht aber wirklich gut aus, sehr treffsicher!". Endlich lache ich auch. "Gekonnt ist gekonnt" sagte ich und sie verschwindet in dem Marmeladengang. Ich bleibe beim Obst zurück und starre auf vier Sorten Äpfel, verwirrt. Was war das denn?  

Donnerstag, 6. September 2007

mein Wochenende

Am Wochenende fahre ich wieder zu einer Beerdigung. "Nicht meiner eigenen" hätte ich jetzt fast geschrieben, heißt: keiner aus meiner eigenen Familie. Gefragt wurde ich trotzdem nicht, meine Begleitung wird gefordert. Wieder schwarz, wieder Familie, wieder das Haus, wieder lange Stunden im Auto.

Vorhin habe ich gemerkt, nur ganz leise, nebenbei, dass ich mich nicht unwohl fühle. Ich hab an meine letzte (und damals erste) Bestattung vor ein paar Monaten gedacht und mich dann gefreut, für ihn da sein zu können. Ich war damals alleine.  Und vor langer Zeit, als es nicht um eine Beerdigung, sondern nur um einen Todesfall als solchen ging, wurde ich weggeschickt. Da durfte ich nicht für ihn dasein - ein ganz anderer "ihn", freilich, die Erfahrung bleibt. In all ihrer Intensität.

Ich habe jemanden, der mich nicht wegschickt. Sondern der zu mir sagt "Und du kommst gefälligst mit, Madame." Als Shepard gestern zu Meredith gesagt hat, dass er immer wieder kommen wird, hab ich geweint. Das ist zwar was ganz anderes, gehört aber irgendwie hierher. 

Morgen also: Ruhrgebiet. Essen. Köln. Für mich ist das ja fast schon Süddeutschland, hier aus Rostock aus gesehen.

Vorher, also heute, also jetzt gleich geht es noch in ein Restaurant. Mit Freunden aus Frankreich. Ein bisschen unwürdig, wenn man sich auf so großartige Menschen hauptsächlich freut, weil man französisch sprechen kann. Welch Blödsinn.

~*~

Und warum zur Hölle muss ich, wenn ich für drei Tage wegfahre, keinen Platz in meiner Tasche habe und ohnehin keine Zeit haben werde, zwei Bücher und eine Zeitschrift mitnehmen?  

Dienstag, 4. September 2007

brizzel

Heute ist übrigens der Tag, an dem ich mich mit auslaufender Batterienflüssigkeit verätzt habe. Aua.