Da wollte ich "Yes, Baby!" an den Rand schreiben. Ist leider nicht mein Buch.
Einträge "August 2007":
Donnerstag, 30. August 2007
Endlich sagt das mal wer
Die fabelhafte Welt der Pasiphae
Gestern schön in der Badewanne gelegen, gerade reingleiten lassen und Entspannungsvorgang eingeleitet, da schoss mir ein, dass ich, verdammte Scheiße den Rasierschaum draußen in unerreichbarer Entfernung stehen gelassen habe. Sehnsüchtig zum Regal mit Rasierschaum gestarrt und abgewogen, ob ich nochmal raus sollte, da stand die Flasche auf dem Badewannenrand. In Wirklichkeit natürlich da hingestellt und wieder vergessen, aber in dem Moment kam es mir so vor, als hätte ich sie da Kraft meiner Gedanken hingezaubert. Breit gegrinst und sehr zufrieden gewesen. Alltagsmagie halt.
Von Ogern und Barden
"Bluff bluff bluff... bluff the stupid ogre!" singt adorable Elan im rollenspielbasierten Lieblingscomic The Order of the Stick und wird von mir gerne bei allen möglichen Gelegenheiten zitiert. Irgendwie musste ich heute an den Satz denken, als ich in der Primärliteratur umherblättere und nach Zitaten suche, die dem, was ich aus der Sekundärliteratur abgeschrieben habe, ähneln, damit ich es so aussehen lassen kann, als hätte ich tatsächlich beides gelesen. Bluff bluff bluff... bluff the stupid professor! Schade, dass der stupid Professor (meine volle Hochachtung hat und kein bisschen stupid ist) die Sekundärliteratur höchstpersönlich geschrieben hab. Crap!
Nächstes mal also: Read read read... read the fucking book!
Nase: ärgern und staunen
Um 9:57 aufgewacht und überlegt, dass da doch was war... um 9:58 auf den Trichter gekommen, dass ich um 10:oo einen Termin beim HNO Arzt habe. Um 10:00 mit dem schadenfrohen Grinsen des Tenors im Rücken davongehetzt.
Der Vormittag zog sich dann. Spontan zum Röntgen geschickt, wart wart wart, wieder zurück, wart wart, alles doof. Ergebnis: keiner weiß, warum ich so schlecht rieche. (Ich rieche natürlich wie ein junger Frühlingsmorgen, klar. Gemeint ist: warum ich so schlecht riechen kann, bei einem spaßigen Riechtest in der langen Nacht der Wissenschaften vor ein paar Monaten hatte ich ein so schlechtes Ergebnis, dass all die jungen Medizinstudenten, die da beschäftigt waren, mich angestarrt haben wie eine seltene, extrem hässliche Kreatur im Zoo. Ich wurde promt zum anwesenden Prof geschickt, der aber auch nicht mehr machen konnte, als mein ungewöhnliches Handicap nochmal öffentlich vorzuführen (Dankeschön, Sie Trampel!) und mir eine Untersuchung beim HNO Arzt anzuempfehlen. Mit einer Dringlichkeit derselben ging meine Mutter mir anschließend ebenfalls auf die Nerven und das Ende vom Lied sind 10 Euro Praxisgebühr, 5 Euro für ein cortisonhaltiges Nasenspray das meinen homöopatisch veranlagten Tenor die Hände über dem Kopf zusammenschlagen lässt, garantiert gesundheitsschädigende Besuche in der Röntgenabteilung, mehrmals, und viele vergeudetet Stunden kostbarere Hausarbeitszeit. Ergebnis: Nichts, außer dem preisverdächtigenden Satz "Also, aus HNO-ärztlicher Sicht dürften sie jetzt keine Riechstörung mehr haben." Crap!
~*~
Gestern habe ich noch irgendwo im Internet die Darstellung eines menschlichen Schädels angesehen und versucht, mir einzureden, dass ich so ein Ding auch habe, in meinem Kopf drin. Das ist nämlich so eine der Sachen, die ich eigentlich mit absoluter Sicherheit weiß, aber in Wirklichkeit noch nicht verstanden habe. (Dazu gehören auch die Tatsache, dass Kriege, Neonazis und die Mafia tatsächlich und in echt existieren, S. der Fabenfreund vor zwei Jahren gestorben ist und Hausarbeiten sich nicht von selber schreiben, während ich in "Neverwinter Nighs" Piraten töte.) Und heute spielt mir das Geschick eine Röntgenaufnahme von ebendiesem in die Hände und ich laufe durch das Ärztehaus und starre das Bild an. Mein Schädel. Da, die Augenhöhlen, da die Nasengegend, da der Oberkiefer. Es gibt ihn tatsächlich, meinen Schädel und er sieht sehr komisch aus und ist in mir drin. Strange.
~*~
Statt Oberkiefer hab ich grad Oberkäfer geschrieben. Hihi.
~*~
Auch ganz toll: Das Plakat "Der Krebs gehört ins Wasser und nicht in den Körper" beim Arzt. Gaaah! Graphisch unterstützt von Windows 95 ClipArts (ClipArts! Ich hasse ClipArts! Jeder hasst ClipArts!), eine Krabbe und eine schockierte Amerikanerin. Das hätte mich gleich beim ersten Mal stutzig machen und zum sofortigen Verschwinden anregen sollen. Schlimm!
Dienstag, 28. August 2007
von feiglingen umgeben
Mist. Ich hab Pudding und Kartoffelbrei für Hamsterbacke I. (ZahnOP, die Arme) gekauft, alle meine warmen Sachen zusammengesucht und Vorlesebücher samt Taschenlampe eingepackt. Und genossen, dass alle Welt mich für bescheuert erklärt hat. Und jetzt hat I. abgesagt.
I. und ich wollten heute zum Strand - da schlafen. Ja, es ist kalt, ja wir sind ein bisschen spät dran. Na und? Mein Schlafsack sagt, er ist für bis zu -8° gedacht. Das ist doch nix, so eine Nacht am Strand! Tatsache ist, ich will das schon ewig machen und wohne schon seit über 20 Jahren am Meer. Jetzt wird das diesen Sommer wieder nichts. Im nächsten hab ich meine letzte Chance, dann geht es weg aus Rostock...
I. kommt jetzt einfach so her. Ich will ihr Second Life zeigen und mein Dach. Da kann man schließlich auch Bücher vorlesen und Pudding essen.
ladylike
Beim Einkaufen im Supermarkt über die Straße die einzigen hochhackigen Schuhe angezogen, die ich besitze, um sich weiblich, schick und metropolitain zu fühlen. Sich voll weiblich, schick und metropolitain gefühlt. Beim Zurückkommen voll auf der Treppe umgeknickt, hingefolgen und frischgekauften Schokopudding im Treppenhaus und auf hellbeigem Rock verteilt. Arschlochschuhe.

Montag, 27. August 2007
Davidsfarben
In Ermangelung anderer Themen (dabei hab ich welche. Familienfest am Wochenende. Maisfelder mit dem Tenor von innen gesehen. The Grudge geguckt und total scheiße gefunden...) erzähl ich einfach meinen alternativen Anfang des "Ich mach mir Sorgen wegen diesem Neonazikram". Der ist nämlich gut.
Ich war sechs. Ich hab keine Ahnung, wie alt ich wirklich war, in den Geschichten meiner Kindheit bin ich immer wahlweise 6, 12 oder 14, alles wird einem von diesen Altern zugeordnet. In dem Fall war ich klein und in der Grundschule, zweite Klasse vielleicht, also wohl eher sieben oder acht. Egal. Ich war also sechs und hatte wahrscheinlich gerade von meinem Vater minimales Basiswissen über den zweiten Weltkrieg und die Sache mit den Hakenkreuzen, die in unserem Plattenviertel überall zu sehen waren, erfahren. Viel kann es nicht gewesen sein, nur dass alles fruchtbar schlimm und falsch war und die Hakenkreuze Zeichen dieser Bösheit und deshalb nicht in Ordnung. Außerdem, daas war wohl realer, waren sie Grafitti und standen damit in Verbindung zu Jugendlichen - mein schlimmster Albtraum zu Plattenbauzeiten. Ohne irgendeine Zuordnung zu Subkulturen irgendeiner Art: Jugendliche waren mein Horror, sie waren gemein, sie lungerten Nachts herum, sie ärgerten uns und ich hatte furchtbare Angst vor ihnen. Konnte mir nie vorstellen, selber mal einer zu werden.
Hakenkreuze waren also schlimm, Grafitti waren es auch. Eines war auf der Wand unserer Schule drauf und eines morgens ertappte ich zwei Jungen aus meiner Klasse dabei, wie sie mit Wassermalkasten und Pinsel bewaffnet um die Schule stapften. "Was macht ihr denn da?" "Wir wollen zu dem Hakenkreuz." Ich war entsetzt. Ob sie mit den Wasserfarben und den gerade erworbenen Schreibfähigkeiten ihre Zustimmung zu diesem Untaten (Welche, davon hatte ich natürlich keinen Plan) darunter setzen wollten? Die beiden verneinten heftig. Durchstreichen wollten sie sie. Wegmachen, weg von der Schulwand. Und dazu hatten sie sich das stärkste ausgesucht, was sie in ihren bunten, kastenförmigen Schultaschen finden konnten: Ihre Wassermalfarben.
Sachen, die man damals so hingenommen hat, entfalten Jahre später ihre ganze Wirkung. Ich hab die Geschichte Mitbewohnerin T. erzählt und mir ist dabei fast das Herz überglaufen vor Rühung. Ist das nicht süß? Zwei kleine Knirpse, die mit Wassermalfarben treuherzig die bösen Nazischmierereien an der Hauswand tilgen wollen. In den einen der beiden war ich übrigens unsterblich verliebt. Weil er so klug war. Und so toll zeichnen konnte. Ich hab natürlich nie zugegeben, dass ich in ihn verliebt war, ich fand ihn halt nur "den nettesten Jungen von allen". Und hab zu Hause heimlich Herzchen gezeichnet.
Heute hat er einen langen Bart und komischen Humor, das ist alles was ich von ihm weiß. Und ich habe heute diese kleine Anekdote aus unserer Kindheit, an die sich garantiert niemand außer mir erinnert, zu einer kleinen Privatmetapher gemacht. Denn genauso fühle ich mich. Wenn ich auf den Demonstrationen stehe, wenn ich den Kopf schüttle, weil andere "Nazis raus" für einen Lösungsansatz halten. Wenn wir diskutieren und wettern und Bundestagsmitglieder lieber den Raum verlassen, statt mit den NPD Heinis zu diskutieren und vor laufender Kamera ihre mit Ideologie-Silikon aufgeplusterten Argumente widerlegen. Was auch immer wir tun, irgendwie scheint es, als wäre ich, als wären wir nur diese kleinen Jungs, Dreikäsehoche, die rührend süß und reinen Herzens doch nicht mehr tun, als den belächelten Versuch, die tiefschwarze Schmiererei mit Wasserfarben und ausgefranstem Plastikpinsel zu übertünchen. Ich glaub, sie haben Königsblau genommen.
Donnerstag, 23. August 2007
Contact me
Ich habe mir für Entr'Acte eine Emailadresse eingerichtet. Kommentare und Gästebucheinträge sind für Blogger natürlich das allergrößte, aber wenn man will, kann man mir jetzt auch öffentlichkeitsuntaugliche Nachrichten schicken, die dann eben nur ich und nicht alle Welt lesen kann. Wenn jemand was gemeines schreibt, wird es aber doch veröffentlicht, so!
Die Adresse lautet: pasiphaeATonlinePUNKTde und schafft es sogar zur mir ins Thunderbird Postfach; den Weg hab ich ihm ganz alleine gezeigt und es hat problemlos geklappt. Ich bin jetzt also unglaublich stolz auf mich und widme mich hiermit wieder der holden Wissenschaft.
Mittwoch, 22. August 2007
Hausarbeitsgedanken
Dienstag, 21. August 2007
Résistance!
Haha, wie cool! "Tut uns leid, dass unser President so ein Idiot ist, wir haben ihn nicht gewählt!" Der Rest der Seite ist übrigens auch nicht schlecht.

Unbehagen
C'est la vie. Für diesen Eintrag hatte ich eigentlich schon einen guten Anfang, dann ist was passiert, jetzt muss ich umdenken.
Ein wütender Mann hat bei uns geklingelt. Ob das unser Hund sei, der große, etwa sgefährlich aussehende, der da schon den ganzen Tag vor unsere Haustür liege. Den gan-zen Tag! Ich bin erleichtert, keine echten Probleme, nichts ist los, ich kann abwehren. Nein, wir haben keinen Hund, nein, ich kann versichern, dass er, der Beschreibung nach, auch zu niemandem in unserem Haus gehört. Nach Ende des Gesprächs sehen Mitbewohnerin T. und ich aus dem Fenster, und richtig, da liegt ein großer, schöner Hund, angeleint auf einer kleinen Grasnarbe zwischen unserem Haus und dem nächsten. Unten hören wir den wütenden Mann, der mittlerweile woanders geklingelt hat, im Gespräch. Ja, ja! Den ganzen Tag schon! Und das könne doch nicht sein, das geht doch nicht, nicht mal Wasser, das arme Tier. Man ist wütend und empört. Mir tut er jetzt auch leid und wir überlegen, ob es sein könnte, dass ihn jemand ausgesetzt hat. Hier? Hm. "Das arme Tier!" schallt es von unten durch das offene Fenster rein. Kurzentschlossen fülle ich zwei saubere Näpfe von Kater Biff mit Wasser und etwas Trockenfutter - eigentlich für Katzen - und marschiere die Treppe runter. Der Hund ist wirklich hübsch und groß, und zerstreut meine Bedenken, vielleicht gefährlich zu sein, sofort. Er ist im Nu ganz azfgeregt und stubst mir den Napf mit Biffs Katzenkellogs sofort aus der Hand. Die Krümel fallen zu Boden und Hund wuselt aufgeregt umher, mampf mampf. Ich kann derweil seinen Kopf streicheln, der ist ganz weich. Der wütende Mann hat mittlerweile einen Nachbarn gefunden, der ihm zuhört, er schimpft auf Tierquäler und die "blöde Kuh" in einer Wohnung im Nebenhaus, die den Besitz des Hundes wohl zugeben hätte, aber nicht herunterkommt.
Die "blöde Kuh" entpuppt sich als junger Mann, der schließlich doch erscheint und promt angegriffen wird, ruhig, aber scharf reagiert. Es stellt sich heraus, dass Hund a) gar nicht den ganzen Tag dort lag, man war schließlich Mittags mit ihm unterwegs und b) für diesen Tag ausquartiert wurde, da man die Wohnung renoviert hat. Schließlich kommt auch die Frau vom wütenden Mann dazu und man beschimpft sich gegenseitig. Alle Beteiligten zählen sich auf, bei welchen Tierschutzvereinen man zahlendes Mitglied sei, und werfen sich ihre Wut an den Kopf. Irgendwann entdeckt der Mann mich, die ich immer noch vor dem schmausenden Rüden sitze und stürzt auf mich zu: "Och nee, bitte nicht füttern!" Tja, ich kann nichts tun, Hund hat ja taktisch die Krümel im Gras verteilt und längst fast alle weggefuttert. "Zu spät" sage ich und fühle mich schlecht. Und er weiß noch nicht mal, dass es Katzenfutter ist. Er seufzt und wendet sich ab - mehr Konversation haben wir nicht - um sich weiter beschimpfen zu lassen. Irgendwann nimmt er Hund (der übrigens nicht sofort kommt und die Katzenkrümel nicht einen Moment aus den Augen lässt, als Herrchen auftaucht, beschimpft wird und schließlich pfeift), steigt in sein Auto und fährt davon.
So. Das war eigentlich nur der Anfang.
Ich gehe hoch und fühle mich ein bisschen blöd. Ich habe nicht einfach mit den Schultern zucken, den Hund seinem Schicksal überlassen und ignorieren wollen, nun dass ich doch von um wußte. Den ganzen Tag in der Hitze ohne Wasser und so. Und dann das. Schon ein bisschen peinlich. Wahrscheinlich wollte ich mich auch wohl fühlen, so mit mir selbst. Phae, die Hunderetterin. Yes! Ich bin Jacks kleinlaute Unbehaglichkeit.
Ich diskutiere mit Mitbewohnerin T. Über soziale Kontrolle, dass jeder jeden überwacht und beurteilt. Keine Mutter kann man in der Öffentlichkeit sehen, ohne darüber nachzudenken, wie sie mit ihrem Kind umgeht und ob sie es richtig macht, fremde Menschen sind erst mal Tierquäler und dann Nachbarn. Und über Zivilcourage. Über Menschen, die den Mut haben, sich für Tiere und eine ordentliche Nachbarschaft einzusetzen (und sich dabei ganz toll fühlen, so wie eine bestimmte junge Frau mit dem Wassernapf) und das Rückrat, fremde Fahrradfahrer anzugiften, weil die auf der Gehweg fahren und die ganze, schöne Verkehrsordnung sabortieren. (Ich weiß, wovon ich rede. Grummel.) Und gleichzeitig werden Ausländer in Straßenbahnen und auf sächsichen Stadtfesten angepöbelt, angegriffen und krankenhausreif geprügelt, ohne dass jemand was tut. Und nein, zujubeln zählt nicht als "was tun". Ja, genau, darum geht es hier. Deswegen die lange Geschichte mit dem Hund, die hat nicht wirklich was damit zu tun. Es geht um Inder in Müngeln, den East Coast Corner in Rostock, den kleinen Nazi in der Straßenbahn und um die Freundin, die mich mit offenem Mund da stehen ließ, als sie da sagte: "Nee, mal ehrlich, wenn die NPD ein besseres Familienprogramm hätte, würde ich sie wählen."
Leute, was machen wir nur?
Bon anniversaire
Wenn der Herrgpunkt mir nicht freundlicherweise nachträglich zum zweiten Geburtstag von Entr'Acte gratuliert hätte, hätte ich es sowas von nicht bemerkt. Was beweist, dass es nicht bedeutet, dass man jemanden nicht lieb hat, dessen Geburtstag man vergisst. Zur Feier des Tages hab ich Seminararbeit noch ein bisschen Seminararbeit sein lassen und auf den ersten Seiten von damals noch Baby-Entr'Acte rumgestöbert. Zwei Jahre. Als wäre es gestern gewesen.
Nochmal Danke für's gratulieren und (komischer Gedanke, dass jemand es tut) Danke fürs Lesen und Kommentieren!
Eure Phae.
Montag, 20. August 2007
What?
Ach kagge. Scheiß yoTube. Wenn man einmal anfängt... (Und jetzt kann ich leider immer noch nicht arbeiten, denn ich muss darüber nachdenken, wie ich rechtfertigen kann, dass mir Filme mit Gewalt durchaus gefallen können und ob sowas schon als eine "Art Literatur" bezeichnet werden kann, und wenn nicht, warum nicht und wie toll, was man mit Wörtern und Buchstaben alles machen kann und mit Medien überhaupt, fuck!, ich liebe es.)
Jerk it out
Hihi. Apple und ich haben ja so eine verkappte Beziehung. Eigentlich ja gar keine, ich besitze nichts von Apple. Ich finde es nur alles wunderschön und will es haben (Die Rechner! Die Notebooks! Die iPods!), kaufe aber nichts, weil:
1) ich habe schon Rechner, Handy und Tonträgerspielgeräte, die noch hervorragend funktionieren (Ja, ich bin da altmodisch)
2) Was man so hört klingt ja nicht so schön, wie das Zeug aussieht. Zu teuer, schlechter Support, schlechte Qualität, schlechte Haltbarkeit. Nee, Jungs, so nicht. Wenn ich mich in meinem Leben und Zimmer so umschaue, lass ich mich ja oft genug als Konsumentin verarschen. (Letzter Clou: mich tierisch auf die Dose Riesen-Scampi gefreut, die ich mir gegönnt habe, und dann waren es eklige Wabbeldinger aus "Fischmusikeleiweiß" Yerk!) Aber es gibt eine Grenze.
Warum ich das Video trotzdem poste? Heimlich will ich doch einen iPod. Und find ihn toll. Und ich liebe Daria.
Der Gute!
Übrigens mittlerweile bei "Tartuffe" im Rostocker Klostergarten gewesen und sehr gut gefunden. Beschlossen, Molière nun aktiv zu mögen und sich sehr romanistisch und gebildet gefühlt.

Schlagfertigseinlernen beim Couplinggucken
Idiot: Warum haben Frauen wie sie immer einen Freund?
Susan: Weil ich akut nymphoman bin und eine eigene Brauerei besitze.
Mittwoch, 15. August 2007
...
Ich mag S., S. ist lustig.
[14:09] Phae: Nanu, warum hast Du heute auf einmal Internet?
[14:10] S.: ich geh nach der uni immer kurz in den pool : )
[14:10] Phae: Ahh, das macht Sinn
[14:10] Phae: Moment.
[14:10] Phae: Nach der Uni?
[14:10] Phae: Hab ich den Semesteranfang verpasst?
[14:10] S.: mit uni meine ich mensa :D
Dienstag, 14. August 2007
Aufmerksamkeit für böse Ostküstenecke
Freitag, 10. August 2007
1000 Gründe, warum ich Dich liebe...
[14:02] Der Tenor: ich hab gerade in einem tiermagazin geblättert und bin sehr angetan von der geballten niedlichkeit
nieselfroh
Meine Mitbewohnerin und ihr angereister Freund ärgern sich, aber ich find das toll. Nach wie vor sitze ich an meinen Seminararbeiten und verbringe Tage am Schreibtisch und - derzeit - auf der Couch. Lesen, lesen, lesen. Da ist es viel schöner, wenn es regnet, dann muss man sich nicht ärgern, dass alle am Strand liegen und man selber auch draußen sein und den Sommer genießen sollte. Höm.
Mittwoch, 8. August 2007
===
Highwayromantik
Geschichten über Lieder
Diesen Abend habe ich inverstiert, um Mixtapes zu brennen. (Die Mixtapes sind natürlich mp3 CDs die natürlich nicht anders als Mixtapes heißen dürfen, weil das Wort schön ist. Am liebsten würde ich mit meinen 4 Farben CD Markern von Aldi Kassetten darauf malen.) Ich mag es, Mixtapes zusammenzustellen. Am liebsten den Part des Cover designens. Der fällt heute aus, die CDs sind ja nur für unsere Fahrt nach Köln, die kommen gleich in die CD Tasche. Ich bin also bestens gerüstet für jede Menge Stau und Langeweile. Ich freu mich schon, vor allem auf meine "laut und falsch mitsingen" Playlist. Bleibt zu hoffen, dass wir gut und zurück kommen, uns gut vertragen und es ein schöner Urlaub wird.
Übrigens habe ich weil mein selbstgewählter Titel "Geschichten, Lieder, Geschichtenlieder" für Nero zu lang ist und auch Geschichtenlieder noch zu viel war und ich nur wirklich nicht auch noch das n weglassen woltle - das macht man in Sms, aber nicht in MixCDs, die vieleicht 1000 Jahre halten - in Leo nach "Geschichtenlieder" gesucht. Erst französisch, dann englisch. Gibt es nicht. Es erstaunt mich immer wieder, wie viele Worte es in anderen Sprachen nicht gibt. "doppelgänger" war das einzige deutsche Wort, das uns im neuen Harry Potter aufgefallen ist. Warum haben wir so was und die nicht? "Gemütlich" "Kindergarten" Und jetzt auch "Geschichtenlieder". Irgendwie traurig...
Dienstag, 7. August 2007
geeeeelb gelb gelb gelb gelb gelb gelb gelb gelbgelbgelbgelb!
Das Prestige
Mal wieder einen schönen Film gesehen. J. hat "The Prestige" mitgebracht und dafür bei mir einen dicken Pluspunkt eingeheimst, der irgendwie schon lange überfällig war.
Ich hab nicht viel erwartet, der Titel klang so nach John Grisham. Weit gefehlt. Es geht um Rivalität, um zwei Feinde, die einmal Freunde waren, um Intrigen und Liebe und jede Menge ungesunden Hass. Eine alter Geschichte vor einem ungewöhnlichen Hintergrund. Die beiden Männer sind Zauberer im London des späten 19. Jährhunderts, was dem Zuschauer Unmengen an Taschenspielertricks, weißen Tauben, Zylindern, Tamtam und Magie beschert. Eine großartige Kulisse für eine dramatische Geschichte! Auch im optischen Sinne... zuallererst habe ich mich über Kostüme und Requisite gefreut - dann über die märchenhafte, tragische, spannende, verblüffende, verwirrende, schöne und traurige Handlung und zu guter Letzt über die Diskussion, die nach dem Film zwischen J., dem Tenor und mir entbrannt ist. DAS nenne ich abendfüllende Unterhaltung!
~ * Achtung Spoiler! *~
Ein bisschen bedauernswert fand ich aber die finale Auflösung, aus einem Grund, der mal wieder sooo mädchen ist. "Liebst Du mich?" fragt die Verzweifelte mehrmals und meistens antwortet er mit "Ja". Aber nicht immer glaubt sie es. "Heute meinst Du es nicht ehrlich" sagt sie und findet das völlig okay, weil es die Tage, an denen er es ehrlich meint, noch wertvoller macht. Das hat mir gefallen, "Ja, so ist es manchmal", hab ich gedacht und mich ein bisschen verstanden gefühlt und er sehr schön gefunden. Und dann geht der Film weiter und dieses schöne Detail wird durch eine sensationelle Plotüberraschung erklärt und völlig kaputt gemacht. Schade drum.
Ich glaub aber trotzdem, dass es manchmal so ist. Sein kann.
Montag, 6. August 2007
weiterbildung
Irgendwas muss ich falsch gemacht haben, früher. Denn immer, wenn ich einen Beziehungsratgeber las, oder einen klugen Artikel in einer Zeitschrift, dachte ich mir. "Ist ja toll. Und wie kriege ich ihn jetzt dazu, das zu verstehen?" Ich war der Meinung, dass dies ein Dilema war: die klugen Ratgebener über Beziehungen lesen immer nur die Frauen. (Nur ne Floskel. Ich weiß, dass ich viel falsch gemacht hätte. Würde ich jetzt anfangen, mir ein "was wäre wenn" auszumalen, ich würde nicht fertig, bevor der erste Schnee fällt.)
Um so schöner, dass der Tenor mich anrief, als er Caveman gesehen hatte und mich beschwor. "Du musst Dir das auch ansehen! Dann verstehst Du mich!"
Heute sind die Karten gekommen. Wir gehen Ende September.
Bauhausromantik
Freitag, 3. August 2007
3 mal schön
Phae hat mal wieder fleißig konsumiert.
~*~
Meeresfrüchte
Ein französischer Film, der Spaß macht, weil es um Frankreich, Franzosen, Urlaub, Sommer, Mittelmeer, Sonne, Homosexualität und die Liebe geht. Und weil ich den Tenor an meiner Seite hatte, mit dem man solche Filme ganz großartig anschauen kann.
Es geht um eine französische Familie, die an der Mittelmeerküste Urlaub macht. Die Tochter fährt allerdings mit ihrem Motorradfreund davon, der Bruder hat sich einen Freund mitgebracht, mit dem ihn offensichtlich mehr als Männerfreundschaftliche Gefühle verbindet. Dies beunruhigt den Vater und amüsiert die tolerante, lebensfröhliche Mutter. Die wiederrum genießt Leben und Urlaub mit Familie und Liebhaber, was dem wiederrum auf die Dauer nicht gefällt. So vergehen die Urlaubstage und alles ist angenehm undramatisch und doch ereignisreich. Oder ereignisfrei und doch dramatisch? Im großen "Wer mit wem?" wird fröhlich draufloskombiniert, alle sind hinreißend menschlich und sehr französisch (Olala!) und das Ende macht nachdenklich, warum nicht alles so einfach sein kann, wenn es doch nur um Menschen geht, die sich irgendwie lieb haben?
Ein schöner Film. Nicht jedermanns Sache, nicht normal, ein bisschen verrückt, aber Sommer, französisch und toll!
~*~
CRANK
Gelesen hab ich es erst im Abspann, aber wir haben sofort erkannt: Dieser Film ist GTA! Es geht um das Verbrechtermillieu einer Großstadt, es geht um Autos, Waffen, Action Szenen, harte Jungs und kruden Humor. Der knallharte Haupttyp Gangster, dessen Namen ich vergessen habe, wacht in seiner Wohnung auf und findet eine DVD, auf der ein anderer Gangster dokumentiert hat, wie er ihm eine Spritze mit einem chinesischem High Tech Gift injiziert, was ihn innerhalb einer Stunde töten wird. Fuck! Aber er wäre ja kein knallharter Gangster und schon gar nicht die Hauptfigur eines solchen Films, wenn er sich das gefallen lassen würde. Also zieht er los, sucht nach Rache und Rettung und modet, rächt und stunted dabei, dass es eine wahre Freude ist, ihm zuzusehen.
Getragen wird die Handlung von der Tatsache, dass nur das Adrealin in seinem Blut ihn am Leben hält - er darf also nicht zur Ruhe kommen. Eine nette Idee für einen Aktionfilm, die zu unterhaltsamen Szenen wie lebensrettendem Beischlaf mitten in der Fußgängerzone von China Town führt.
Mich für Aktionszenen zu begeistern - das ist mir nicht gegeben. Trotzdem hatte ich eine Menge Spaß, vor allem an Dingen wie ungewöhnlichen Kameraeinstellungen und unzähligen Side Gags, zum Beispiel einem englischen Untertitel, der auch dann noch zu sehen ist, wenn die Kamera aus Sicht des untertitelten Asiaten filmt - nur dann natürlich in Spiegelschrift. Yes! Ein empfehlenswerter Film für alle, die sinnlose Gewalt, abgetrennte Körperteile und den damit verbundenen Humor zu schätzen wissen - oder sich davon wenigstens nicht abeschrecken lassen.
~*~
Immer das gleiche. In die "Wohltatsche Buchhandlung" gehe ich meistens rein, um Geschenke zu suchen, wenn ich noch überhaupt keinen Plan habe. Und dann finde ich Sachen und gebe Geld aus - für mich selbst. So auch dieses Mal, als ich doppelt verzweifelt war, weil es sich bei dem nächsten Geburtstagskind um Zwillinge handelte - also zweimal keine Ahnung für ein Geschenk und dann müssen die auch noch ungefähr gleichwertig sein. Furchtbar. Dabei ist es so viel einfacher, was zu finden, was mir gefällt. Das Blogs! Buch zum Beispiel. Das wollte ich schon immer haben. Naja.. ich weiß zumindest schon lange, dass es das gibt. Und dass Texte vom argh! drin sind. Und ich mag Blogs. Und es war echt günstig. Seitdem liegt es zu Hause, als Frühstücks- und Mittagslektüre, bald erfreut es wohl die Toilettenbesucher der WG. (Als Zeitvertreib, nicht als Papier. Tse.) Mir macht es Spaß, ich hab Mitbewohnerin T. und Kater Biff schon viel vorglesen und mich sehr gefreut.
Mittwoch, 1. August 2007
mittwochabend
Blod, wenn man los will, die Freunde in der Kneipe zu treffen, sich schon freut und dann die Musik so gut ist, dass man nicht gehen mag. Und das Armband vom Festival hat das Abwaschwasser aufgezogen. Ich habe eine "ich liebe rosa" Phase und mir fällt nichts besseres ein, als sie auszuleben, in der Hoffnung, dass sie so am schnellsten wieder vorbei geht. "I can feel my heart touch my adams apple". Ich bin verliebt. Der Tenor ist auch in der Kneipe, ich sollte jetzt gehen. Ich habe einen neuen Bildschirm, einen Wide Screen, das Internet sieht so unglaublich gut damit aus, ich kann nicht los. Ich hab mir das "Blogs!" Buch gekauft und ich mag es. Und am allertollsten sind die Texte von argh!. Die Musik wird immer besser, so ein Mist. Die Magie des Weggehenwollens. Hestia hält mich. Schön, wenn man ein paar Stunden nicht aus dem Fenster gesehen hat und dann tut man es und draußen ist wunderschönes Licht.
Der Tag war kacke, aber ich mag mein Leben. Meine Technik, aus einem beschissenen Tag einen schönen Abend zu machen, scheint geklappt zu haben. Und jetzt: Freunde!
unlust
Ein (gefühlt) langer Arbeitstag geht zu Ende... und er war nicht schön.
[18:12] Phae: Schluss für heute
[18:12] Phae: *Word zumach*
[18:13] Phae: *Kopf auf Tisch leg*
[18:13] Phae: Ich mag keine Bücher und Artikel und Wörterbücher und Texte mehr
[18:13] Der Tenor: ok
[18:13] Phae: Ich will Gärtner werden. Oder Feuerwehrmann.
[18:13] Der Tenior: au ja
[18:13] Phae: Niemand hat mir gesagt, dass Wissenschaft so viel mit Lesen zu tun hat
[18:13] Phae: Und dass Lesen auf einmal so scheiße ist
[18:14] Der Tenor: du hast niemanden gefragt
[18:14] Phae: Niemand hat mir gesagt, dass ich jemanden fragen muss
Ich muss jetzt lieb zu mir sein. Schöne Musik, schönes Buch (Lesen ist nur von 9 bis 17 Uhr scheiße), lecker Essen. Und von dem Abend retten, was zu retten ist.
)