Entr'acte Gedanken, Erlebnisse, Zitate, komischer Humor... und der Rest von mir.

Einträge "März 2007":

Freitag, 30. März 2007

Meine Tasche

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So bitteschön, wie hier versprochen: meine Tasche samt Inhalt.
 
Die Tasche (1) hat mal im H&M gewohnt, war ein Geschenk vom Fka und ich liebe sie...hauptsächlich wegen ihrem guten Aussehen. Das kleine Kulturbeutelchen (2) ist auch von da, aber selbstgekauft, ich schleppe es fast immer mit mir rum, weil ich ständig beim Tenor übernachte. Wahrscheinlich ist mein Portemonaie (3) das einzige aus meiner Tasche, was ich nicht liebe. Es ist uralt, lila und glitzert und hat vor langer Zeit mal zu mir gepasst. Jetzt tut es das nicht mehr und ich finde einfach kein neues, was mir gefällt. (Und werde den Teufel tun, irgendeines zu kaufen, nur damit ich nicht mehr mit diesem alten "Prekariatsportemonaie" [Soziologiekomilitoninen können ja so grausam sein] herumlaufen muss.
(4) ist ein unscheinbares kleines schwarzes Gerät, von mir am liebsten "Device" oder "Baby" genannt (letzteres ist nicht sehr informativ, da hier eigentlich fast alles Baby heißt: Mein Klavier, mein PC, der Kater, der Tenor... meine neuen Schuhe...) Es ist eine praktische elektrische Datenbank: Adressen und Memos. Ja, ich weiß, niemand hat so etwas mehr, denn sowas können heutzutage Handys. Alle außer meins. (5) Das ist alt und kann wenig, ist aber irgendwie niedlich und hübsch und so lange es nicht kaputt geht, werde ich mir kein neues zulegen. Soll der Tenor meckern, mir doch egal.
(6) ist ein kleines Blechmäppchen für Stifte, (7) die aktuelle NEON, (8) hab ich vergessen, (9) ist mein Notizheft, (10) mein geliebter Terminplaner, der Umschlag besteht aus Mangaseiten. (11) ist mein Notizbuch oder "Phaes tragbares Gehirn", da steht alles drin, was andere Menschen im Kopf haben.
(12) sind lecker Gingerbonbons aus dem Asialaden, (13) mein Mp3Player und (14) zwei wichtige Sticks: ein Billig-Labello und mein USB-Stick. Nummer (15): Niveacreme und ein Döschen mit Kaugummi und dann liegt da noch Kleinkram, den ich nicht beschriftet habe: Kulis, Zopfgummis, Tampons (alles Sachen, die ich großflächig in und auf meinen Besitztümern verteile, um jederzeit welche zur Haus zu haben), Ohrringe und so... Krams halt.
 
Soo... das hat wirklich Spaß gemacht. Aber nun muss ich auch los. :)  
 
 
 
 
 

Donnerstag, 29. März 2007

die Bibel nach Biff

Manchmal wunder ich mich über mich selbst. Ich hab hier noch nie die "Bibel nach Biff" beworben? Dabei ist das eines meiner Lieblingsbücher... Wenn ich englischsprachig wäre, müsste ich hier gar nicht viel schreiben. Dann würde sich das Buch schon in seinem Titel erklären: Lamb: The Gospel According to Biff, Christ's Childhood Pal. Jaja. Biff war also Jesus bester Freund, der wahrscheinlich wegen seiner etwas unorthodoxen Art gemeinerweise im alten Testament kaum erwähnt wird, und nach 2000 Jahren wird es langsam mal Zeit, die Geschichte richtig zu erzählen. Dabei ist die Art, wie er das macht, einfach herrlich, ich hab selten so viel gelacht bei einem Buch. Und dann auch mal geschnüfft und hinterher Jesus viel mehr gemocht, als davor und geglaubt, dass ich ihn nun ein bisschen besser verstanden habe. Übrigens heißt Jesus im Buch Josh, da Jesus die griechische Übersetzung von Joshua ist. 

Ich hab damals, als ich das Buch gelesen habe, noch keine Zitate rausgeschrieben. Die folgenden sind also nicht von mir, sondern aus dem Internet zusammengesucht.

"Josh, Besessenheit mit Dämonen vorzutäuschen ist wie Senfkörner, oder nicht?"
"Wieso ist es wie Senfkörner?"
"Das weisst du nicht, was? Kommt einem gar nicht so vor wie Senfkörner, oder?
Weisst du jetzt, wie wir uns alle fühlen, wenn du alles mit Senfkörnern
vergleichst? Hm?"

"Okay, du kannst ja meinetwegen patzig sein, wenn du willst, aber wenn wir wiede in
Galiläa sind, lauf du nur rum und versuch diese "Liebe deinen nächsten, denn er
ist wie du"-Nummer an den Mann zu bringen, und ich biete das "Feuchte Träume nach
Bedarf"-Programm an den Mann. Dann wollen wir doch mal sehen, wer mehr Anhänger
findet."

Hm. Eigentlich glaube ich, hätte ich bessere gefunden. Gibt es eine Web 2.0 Community, die Zitate aus Büchern zusammenträgt? Ich will eine. 

Warum ich diesen Eintrag eigentlich geschrieben habe: Gestern haben wir das Hörbuch von der "Bibel nach Biff" gehört und ich hatte die Hoffnung, den Tenor, der ja nicht liest, ansonsten aber meinen Humor zu guten 98% übernommen hat, von dem Buch zu überzeugen. Hat nicht geklappt, denn das Hörbuch ist blöd. Kauft es nicht. Es ist stark gekürzt und so sind leider viele witzige Stellen, die dieses Buch eben erst zu dem machen, was es ist, draufgegangen.

Vielleicht sollte man sowieso nie wieder Hörbücher hören, im direkten Vergleich zum Buch kommen da bei mir sogar Filme noch besser weg, als Hörbücher. Aber wenn der Tenor die Bibel wirklich nicht bald mal selbst lesen will, werde ich ihn irgendwo fesseln und dann lese ICH vor.  

 

in: Kultur

Dienstag, 27. März 2007

Facharbeit in den letzten Zügen

Literaturverzeichnis. Wer hat denn eigentlich die Bibel geschrieben? Was schreib ich da? Gott?

Montag, 26. März 2007

Les garcons et les fleurs

Uh, eine Fortsetzungsgeschichte.

Ich habe vor ein paar Tagen ein Geschenk bekommen. Von dem Tenor, auf genau die Arte, auf die er anscheinend Geschenke macht. Mit Ankündigung, geboren aus einem von unseren vielen Insiderwitzen. Der widerrum aus einem von unseren vielen Fernsehabenden geboren wurde. 

Kennt Ihr die Werbung für alle Staffeln Sex and the City in einem rosa Beautykoffer und SatC-Tshirt? Irgendwann kam sie mal und während der Tenor sich darüber lustig machte, ("Hm, wie verkauf ich das jetzt, damit Frauen das mögen! Ich weiß! Ich packe es in eine Kiste und mal es rosa an!"), bekam ich große Augen. Ich kann nichts dafür, dass ich diesem ganzen Quatsch verfallen bin, diese Serien werden so gemacht, dass sie mir gefallen. Wer bin ich, mich da zu wehren? Ich hab meinen Fernseher rausgeworfen, ich kaufe keinen Frauenzeitschriften mehr, ich lese kaum noch Romane, die mich interessieren, weil ich so viel für die Uni lesen muss - ich brauche diese Serien einfach, um nicht an einer entscheidenden, sehr femininen Steller meiner geschichts-süchtigen Mädchenseele total zu veröden - verklagt mich doch. 

Aus dem Witz wurde Realität: eine Pappkiste, in der irgendwann mal eins von des Tenors zahlreichen Elektrospielzeugen geliefert wurde, liebevoll mit Papier bezogen, selbstgemischter Farbe bemalt und der wackeligen Schrift eines Menschen, der mit Tastaturen fast so schnell schreiben kann, wie sprechen, mit dem Stift aber keine 300 Worte im Jahr zu Stande bringt, in künstlerischen Großbuchstaben auf fünf von sechs Seiten liebevoll beschriftet. Sex and the City. In Schwarz auf Rosa. Und das Rosa, das war schon so eine Sache für sich. Jedes Mädchen könnte diese Farbe wohl im Schlaf mischen, mein Allerliebster, der auf seine perfekten Lötnähte und selbstgebauten Platinen stolz ist, hat das erst mal mit rot, gelb und einem bisschen lila versucht. Warum auch der Farbenlehre glauben, weiß und rot, woher soll Mann denn das wissen? 

Kurz: es war so süß, dass mir vor fast Rührung fast die Tränen gekommen wären und als ich dankbar und ein bisschen peinlich berührt in seine Arme gesunken bin kam, was ich mir selbst vorher schon im Stillen gesagt hatte: "Dafür darfst Du aber an irgendwelchen offiziellen Festtagen nicht zuviel erwarten, ja?" 

So ist das also, mit Männern und Blumen. Zumindest mit meinem Mann. Diesmal, das müssen jetzt langsam auch die innersten Teile von mir lernen, ist meine Liebe wohl nicht verschwendet. Und jetzt ist es wohl an mir, mich zu revanchieren. Ausgemacht war ein Kuchen, auch aus einer Fernsehwerbung. So sind wir halt.   

 

on the rooftop

Uff. Eine von zwei Hausarbeit ist fertig. Obwohl ich es geschafft hatte, den ganzen Quatsch, den ich am Wochenende erarbeitet hatte, heute morgen durch falsches Speichern wegzulöschen. Argh. Der Fluch des USB-Sticks, wahrscheinlich. Aus lauter Leben und Arbeiten (in beidem stecke ich noch mittendrin) habe ich es gar nicht geschafft, hier all das niederzuschreiben, was ich niederschreiben wollte. Das ist fatal. Ich weiß nicht, wie es anderen Bloggern geht, aber meine Bloggedanken haben ein Verfallsdatum. Was man nicht aufschreibt, wenn es aktuell ist, wird schlecht. Komisch eigentlich, wen interessiert schon, wann ich auf dieses Dach geklettert bin und Seifenblasen geacht habe.

oOoOoOoOoOoO~

Das war nämlich einer von diesen Einträgen, die bis jetzt kein Eintrag geworden sind. Ich wohne unter einem Dach in einer Stadt. Deswegen hat unsere Küche ein Oberlicht und das ist eigentlich der entscheidende Grund, warum Pinky und ich damals diese Wohnung genommen haben, obwohl sie in vielerlei Hinsicht das Allerletzte ist. Eine heruntergekommene Muckelbuchte, aber mit Oberlicht. Frauen!
Durch dieses Oberlicht kann man auf das Hausdach klettern. Theoretisch. Praktisch auch, unsere Nachbarn haben ihr eigenes Dachfenster und praktizieren dieses Verfahren recht häufig. Die feiern auch mal wilde Partys auf dem Dach und gucken uns dann fröhlich in die Küche rein. Wir hingegen haben es noch nie auf das Dach geschafft, bis neulich einmal die Leiter, mit der das geht zufällig im Hausflur herum lag. Sonst ist sie bei den Nachbarn oder der Hausmeister hält sie unter Verschluss, der sieht unser Rumgeturne da oben natürlich gar nicht gerne. Manchmal glaube ich, den Rest von uns auch nicht.
Lange Rede, kurzer Sinn, neulich kam alles zusammmen und das Wetter war auch schön und da bin ich raufgestiegen. Und war begeistert. Und hatte eine Scheißangst. Ich bin ein Schisser und das Dach ist schräg, ich weiß gar nicht, wie unsere Nachbarn da Parties feiern können. Aber eigentlich hatte nur mein Körper Angst, meine Glieder haben gezittert und sich merkwürdig angefühlt, während der Rest von mir begeistert und glücklich war. Auf dem Dach sitzen, wie geil ist das denn. Ich liebe Dächer. Also, auch die, auf denen ich nicht drauf sitze. Ich bin ein Stadtkind, das erst in einem Neubaugebiet und dann in einem Dorf leben musste, ich bin verliebt in den Anblick von vielen roten Ziegeldächern, von Giebeln, Türmchen und bewohnten Terrassen und Balkonen, wenn ich aus dem Fenster sehe. 

Da saß ich also im Sonnenschein und hab Seifenblasen gemacht und Tagebuch geschrieben und ein bisschen geweint, weil mein lieber Opa in der Nacht zuvor für immer eingeschlafen ist.  

oha

Wenn der eigene Vater überrascht ist, dass ich an seinen Geburtstag denke und ihn angerufen habe, mache ich wohl irgendwas sehr falsch. Oh man. Ich sollte mich wohl wirklich öfter zu Hause melden. Ob es hilft, wenn ich ein besonders schönes Foto von den beiden in Blicknähe auf meinem Schreibtisch aufstelle?

Freitag, 16. März 2007

nett gesagt

 

"Jedes Obekt katze implementiert die methode schnurren."

Der Tenor, der ja auch Hacker und bald diplomveredelter Computerheini, mitten im finalen Endstreß, ist, über meinen bissigen Problemkater. Und: 

"Ich finde die Objekte Tenor und Phae von der Klasse Mensch haben eine 1:1 Beziehung namens mögen zu Objekt Biff von der Klasse Katze."

Wie gesagt, Pbroblemkater. Biff ist der hübscheste Tomcat der Welt und furchtbar süß, aber er ist auch bissig, hinterhältig und hat einen schmerzhaften Fußfetisch. Schmerzhaft für den, dem der Fuß gehört, natürlich. Ich liebe meinen vermusksten Kater, aber es ist schon belastend, alle Gäste warnen zu müssen, nur damit sie dann doch angefallen werden , sich ständig entschuldigen und ein bisschen schlecht zu fühlen. Da ist so ein Satz das netteste, was seit einiger Zeit jemand zu mir gesagt hat. Diesbezüglich.  

 

wie mans nimmt

Phae hat in einem Amt angerufen.

"Schönen Guten Morgen, mein Name ist Pasiphae und ich habe ein Problem mit [insert problem here]. Bin ich da bei ihnen richtig?" 

- "Ja, goldrichtig. Ich verbinde sie mal eben weiter."

 

 

Donnerstag, 15. März 2007

Mein Senf

Alle reden darüber, ich will mitmachen. (Was tue ich nicht alles für Google Suchanschläge? Höm.) Es geht um Second Life... die virtuelle Welt, die ihrem Namen alle Ehre macht und einen ganz in ihren Bann zieht: mit einem eigenen Avatar, den man völlig frei gestalten kann um mit ihm dann die riesengroße virtuelle Welt zu erforschen oder zu gestalten. Das ist der Moment, an dem alle Berichte, die im Moment so in Bild und Papier durch die Medien fluieren, betonen, dass man sogar - boooar - richtiges Geld verdienen kann, mit beispielsweise selbst designten Kleidungs- oder Möbelstücken, dass Second Life also viel mehr als ein Spiel ist. Und außerdem eine böse Pornofalle, also passt auf Eure Kinderchen auf.

Ich habe kein Interesse daran, Geld zu verdienen. Ich will in SL auch keines ausgeben und hab dazu bis jetzt auch noch keinen Anlass gefunden, wenn man ein bisschen die Augen aufmacht, kann man da sehr viel Spaß umsonst haben. Und auch, wenn ich gerne mal selbst T-Shirts designen (entwerfen, nicht verkaufen würde) und ein bisschen Land zum gestalten und sich-ausleben schon ganz nett wäre (das geht leider nur mit Geld. Richtigem.), ist schon das Ausprobieren, das Herumwandern und Entdecken toll, das Spielen mit den Möglichkeiten und der Chat mit den 3 Millionen anderen Benutzern aus aller Welt.

Ich hab also Spaß und mal wieder eine willkommene Ablenkung zur kräftezerrenden Studienarbeit (*seufz*) und möchte hier an dieser Stelle einfach mal meine 5 Cent in die Öffentlichkeit werfen, dass Komerz und Porno nicht alles sind, was dieses Spiel zu bieten hat, sondern immer noch das ist, was ihr draus macht. (Und jetzt gucke ich, ob es endlich wieder online ist. Eben kam ich nicht rein, was immerhin der einzige Grund ist, warum ich das hier schrob. ;)

 

PS: Ach ja, der Vollständigkeit halber. Wer mitspielen will und nicht weiß, wo... hier gehts lang. Und dann der große, orange Knopf. See you there.  

in: Kultur

PR ist alles...

...deshalb folge ich der Besserwisserinens Beispiel und gratuliere auch hier noch mal der Werbekönigin der Herzen und L.chen zum langerwarteten Licht am Ende des Tunnels. Die Anleitung zum Entlieben gibt es nämlich bald als Buch zu kaufen, alle freun sich und Curd Rock wird noch berühmter.
in: Kultur

Mittwoch, 14. März 2007

o.O

Oh mein Gott, ich muss unbedingt wissen, wie Grey's Anatomy weitergeht!

Find ich auch

"Man müsste mit Photoshop durch die Strassen laufen und all das Unglück und die Langeweile und die Borniertheit aus den Gesichtern wegretuschieren, denk ich manchmal."

                                                     von 500 Beine

 

Jo. Als Kind, beim Autofahren hab ich mir auf meinem Rücksitz manchmal vorgestellt, ich wäre eine gute Fee und würde alles schön und sauber zaubern. Und wie es dann aussehen würde.  

Dienstag, 13. März 2007

Schreiblust

"Wehe dir, meine Prinzessin, wenn Ich komme... du sollst sehen wer der Stärkere ist, ein sanftes Mädchen, das nicht genug isst, oder ein großer wilder Mann, der Kokain im Körper hat."

Haaach... das hat Siegmund Freud an seine Verlobte geschrieben. Ich hab so Lust auf Briefe. Ich will auch schreiben, richtige Post, mit Tinte. Am liebsten Liebesbriefe, mit Sätzen wie diesem da. Werd mich wohl mit Postkarten an liebe Freunde begnügen. Und ich könnte Uroma mal wieder schreiben. Die ist 95, seit 12 Jahren im Altersheim und schreibt jeden Tag einen Brief, an die ganze Verwandtschaft. Und dann schneidet sie Blumen aus Gartenkatalogen, immer mit Bildunterschrift, damit man auch weiß, was man da sieht und manchmal fingernagelklein. Seit ein paar Monaten schreibt sie nicht mehr nur an mich, sondern auch an den Tenor, sie kann sich sogar an seinen Namen erinnern und hat ihn gleich erkannt, als wir sie neulich besuchen waren. Meine Uroma ist cool und mein Schreibgen, das sich gerade so energisch meldet, das habe ich definitiv von ihr.   

Les filles et les fleurs

First of all, flowers are a symbol for girls, sagt das Symbolwörterbuch mit dem ich mich seit Wochen für eine Hausarbeit rumschlage. Darüber muss ich seit Tagen nachdenken. Mädchen und Blumen.

Zum Frauentag habe ich nämlich keine bekommen. Zumindest nicht vom Tenor. Das war auch erst gar nicht schlimm, dass Frauentag ist hatten wir beide komplett vergessen. Oder nicht mitbekommen, das trifft es wohl eher. Erst als ich mich Abends mit Freundinnen traf - neuen, großartigen Freundinnen - und eine von ihnen mir tatsächlich ein Blümchen überreicht hat, da ist es mir dann eingefallen. Der Abend war toll und als ich heimkam, zum Tenor, hatte ich nicht nur meine [Insert Blumennamen here] im Arm, sondern noch einen ganzen Strauß voll Tulpen, den B. bekommen und mir weitergeschenkt hat, da sie in Urlaub fuhr, sondern außerdem noch einen genialen Plan.
Der da war, dem jungen Mann meines Herzens auf liebenswürdige Weise ein schlechtes Gewissen zu machen. Nicht schlimm, nichts dramatisches, natürlich nicht. Das liegt nicht in meiner Natur. Ein kleines Frageantwortspiel, kein Schmollen, nur eins von vielen harmlosen Spielen. Und als Preis ein kleines bisschen mehr Aufmerksamkeit als sonst, Blumen hatte ich ja schon.

Klar, was passierte, oder? Nix. Da war Besuch als ich kam, für Neugier war keine Zeit. Als ich das Thema dann endlich ansprach: kein Interesse. Hallo? Alle Mädchen kriegen Blumen, nur ich nicht? Und dann gibt es noch nicht mal schlechtes Gewissen? Auch kein gespieltes? Und das soll mein Prinz sein?

Mädchen und Blumen. Seit Tagen denke ich jetzt darüber nach. Mit mildem Entsetzen habe ich beobachtet, was mir mir passiert. Ich war schlecht gelaut. Sogar zickig. Ich fürchte, ich hab es ihm wirklich übel genommen, in mir drin. Anders kann ich mir die Attaken schlechter Laune nicht erklären.

Habe ich ein Recht auf Blumen? 

Ursache von allem ist wohl eine Angst, die jede Frau hat. Oder haben sollte. Wir wollen nicht, dass es am Anfang am schönsten ist und dann langweilig und normal wird. Wir sind romantische Geschöpfe und wollen diese Romantik verdammt noch mal bitte auch in unserem Leben drin haben. In unserem ganzen Leben, nicht nur in den zwei Wochen, wenn eine Beziehung neu ist. Und wir wollen Aufmerksamkeit, Liebe und Leidenschaft und wir kennen alle mindestens ein Exemplar der Horrorversion "vernachlässigte Ehefrau" die wir nie, NIE werden wollen. Vor allem die von uns, die das schon hinter sich haben. Seufz.

Wenn man Single ist und zum Valentins- oder Frauentag keine Blumen bekommt, ist das traurig, liegt aber in der Natur der Dinge. Wenn man angeblich in einer glücklichen Beziehung lebt und keine kriegt, ist das traurig und falsch. Zumal man dann ja auch nicht mehr hoffen kann, dass alles besser wird, wenn man morgen im Supermarkt endlich dem Richtigen (TM) begegnet, das ist Previleg der Singles. 

Ich will keinen aus dem Supermarkt, denke ich, als ich wachliege und grübele, über meine schlechte Laune und ihre Ursachen, über den Tenor der neben mir gleichmäßig atmet, über Mädchen und Blumen. Was ich hab, ist der Wahnsinn und das, was es nicht ist, das könnte es ja noch werden. Wenn ich mithelfe, wenn ich dran arbeite. Der Tenor atmet. Also was? Soll ich ihn wecken und ihm das erklären, mit den Mädchen und dem Blumen und warum ich unbedingt welche brauche?

Später vielleicht. Ich weiß ja jetzt, woran es liegt. Und ich hab so viele Anspielungen und Sprüche gemacht in den letzten Tagen - ein Spiel unter vielen - dass er es auch verstanden hat. Das mit den Mädchen und den Blumen erkläre ich ihm ein anderes mal, wenn er wach ist und wenn es grad passt.

Und bis dahin bekomme ich bestimmt noch ganz oft Frühstück ans Bett, unvergessliche Momente und die Bilderbuchbeziehung, die mir im Oktober so plötzlich ins Leben geflattert gekommen ist. Von der vernachlässigten Ehefrau bin ich noch weit entfernt. Und außerdem emanzipiert. Blumen kaufe ich mir von heute an selbst.

Montag, 5. März 2007

Paris Je t'aime

Ich habe endlich eine Französin gefunden, in meiner Stadt. Ich habe mich mit ihr in einem Café getroffen und wir haben stundenlang geredet, einfach so. Großartig! Ich habe auch ein nettes kleines Kino in meiner Stadt, das sich das Gebäde mit dem Institut Francais teilt und viele schöne Filme zeigt, die in den großen Kinos nicht laufen. Und Filme, die dort auch laufen, aber in Originalsprache, manchmal mit Untertiteln.

Gerade "Paris Je t'aime" läuft aber auf Deutsch, was uns beide sehr geärgert hat. Sie, weil sie es so nicht versteht und ich, weil ich daran so schön über könnte. Aber geguckt habe ich ihn heute trotzdem, mit meiner Mutter und dem Tenor an meiner Seite.

 

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12 Kurzfilme, jeder ine einem anderen Teil der Stadt. Paris. Paris!!! Französische und englische Regisseure und große Schauspieler. Mehr fällt mir nicht ein. Der Tenor hat meine Hand gehalten und meinen Arm gestreichelt, wir haben zusammen gelacht und ich hab gehofft, dass er es nicht merkt, als ich kurz geweint hab. Als die Amerikanerin, der man sich so überlegen gefühlt hat, das war gewollt, sich in dem Park lebendig gefühlt hat, da habe ich geweint.

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Ich liebe den Tenor dafür, dass ich mit ihm auf diese Weise diese Filme sehen kann. Dass wir an den gleichen Stellen lachen, dass er es mag, wie ich, dass wir beide verstehen, wo meine Mutter nur den Kopf schütteln konnte ("So sieht Blut gar nicht aus!") und dass ich mit ihm in fremde Fenster sehen kann. Ich bin trotzdem nicht mit zu ihm gegangen, heute Abend. Ich musste nach Hause gehen, Musik hören, hier sein und schreiben. Paris! France, je t'aime! 

Ein Film ist ein Kunstprodukt. Dennoch habe ich heute mal wieder gesehen, wofür ich das alles mache. France, je t'aime. Ich will gar nicht, nach Paris, ich will nach Montpellier. Egal. Die Sehnsucht ist da, die Sehnsucht und die Liebe und dennoch und gerade deshalb konnte ich heute nicht in die saubere Männerwelt von Tenor mit ihren klaren Linien und dem Queenposter als nahezu einziger Dekoration. Ich musste in mein kleines Chaos, mit der Chat Noir an der Wand, mit der Chat fol auf dem Bett, mit meinem Blog und meiner Musik in den Kopfhörern. Paris Paris. Ich habe Fernweh.  

Sonntag, 4. März 2007

Gardenstate

Es gab da dieses Pärchen in meinem Leben. Pinky und Brain. Wir haben sie nicht wirklich so genannt, im Sinne von gerufen, aber es hat einfach zu gut gepasst. Sie, aka meine ehemalige Mitbewohnerin L. hatte diese sprichwörtliche Vorliebe für Pink und er war der klügste unseres Jahrgangs, außerdem unheimlich nett, gutaussehend, ein großartiger Basketballspieler und ein hervorragender Teamcaptain und Anführer. Wäre er nicht so unerreichbar gewesen, wir Mädchen wären alle in ihn verliebt gewesen. (Außer mir natürlich, ich war vollkommen beschäftigt mit dem Fka. Aber durch L. als Mitbewohnerin schon froh über Brain als quasipermanentes WG-Mitglied. Und außerdem sah er - ich schwör - fast genauso aus wie Zach Braff.

Hehe. Zu dem Thema fällt mir was ein. Es war nämlich Brain, der einmal einen Philosophieaufsatz von mir in die Hände bekam und blass wurde vor Ehrfurcht. Philosophieaufsätze waren meine Glamourperiode, meine 5 Minuten Ruhm. Wenn ich heute geknickt aus einer Klausur herausschleiche und mir ausrechne, wir unglaublich unwahrscheinlich es ist, dass ich diese Geschichte aus 3 Monaten Angst im Kurs, 4 Wochen hartem Lernen und 2 Stunden Demütigung damit ausgeht, dass ich mit einer miserablen Note gerade noch so bestehe und meinen Namen dann Wochen später natürlich nicht auf der Liste derer finde, die irgendwie bestanden haben... dann denke ich an die Zeit meiner Philospohieaufsätze zurück... Einen davon hatte Brian in die Hand bekommen und sagte bewundernd zu mir "Phae, wenn ich einmal solche Einleitungen schreiben kann wie du... dann bin ich glücklich." Oder so. Ging runter wie Öl, ist jetzt aber auch egal. Fällt mir nur ein, weil ich mit diesem ganzen Quatsch über Brian doch auch nur einleiten wollte, auf Zach Braff, dem er so ähnlich sieht. 

 

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Ich hab doch Gardenstate gesehen, gestern. Einer dieser Filme, von denen ich schon vorher wußte, dass er mir gefallen würde und den ich schon lange gucken wollte. Und natürlich hat er mir gefallen. Den Tenor hab ich gezwungen. Zu Filmen, die Mädchenfilmpotential haben muss man ihn merkwürdigerweise immer ein bisschen zwingen. Das ist komisch, denn eigentlich mag er sie, ich hab manchmal den Eindruck, er mag sie fast genau so sehr wie ich. GArden State wurde von Zach Braff (das ist J.D. der junge Arzt mit der Hauptrolle aus SCRUBS) geschrieben, gedreht und gespielt. Und ist toll. Es ist ein Film, der eine Geschichte erzählt, über das Leben und über Liebe, der sehr traurig und sehr lustig und sehr schön ist. Ich weiß, das kann man über Filme sagen, aber über diesen sollte man es sagen, denn das ist das wichtigste. Er ist lethargisch, ein erfolgloser Schauspieler, der aus L.A. in seinen Heimatort zurück kehrt, weil seine Mutter gestorben ist. Und sie ist Epileptkerin und zwanghafte Lügnerin. Und der Rest der Geschichte ist uralt und von Anfang an klar. Was kein Grund ist, sie sich nicht anzusehen.

In ein anderes Leben geschaut

Ich liebe es, in Fenster hinein zu sehen. Abends, wenn die Lichter an sind, und einen Eindruck von den Zimmern zu bekommen. Wie gemütlich sie sind und wie hell, mit Bücherregalen, Bildern und Deckenlampen. Das ist das einzige, was man meistens sieht, Regale, Bilder und Lampen. Und in meinem Viertel sogar Stuck und Leuchter. Und Bilder, die teuer aussehen. Oder aussehen sollen.
Manchmal ist ein Zimmer besonders schön, manchmal macht eines den Eindruck, dass man den Menschen, der dort wohnt mögen würde, oft denkt man, dass man weiß, wie seine Bewohner sind. Spießer, kreative Studenten, Ordnungsliebende Ästheten, Kleinbürgerliche Langweiler, gestreßte Eltern. Ich kann einfach nicht genug bekommen, von den Regalen, Bildern und Lampen, ich muss hineinsehen und so viel von den fremden Zimmern mitnehmen, wie ich kann.

Der Fka fand das schlimm, Verletzung von Privatsphäre war das für ihn und einfach ungehörig. "So was macht man nicht, komm weiter, jetzt!" Er hat mit Vorliebe Regeln gebrochen, aber natürlich nicht alle. Und wenn er die Moral einmal nicht mit füßen trat, dann hielt er eisern an ihr fest. 

Der Tenor ist gestern als Erster stehen geblieben, als wir durch sein erleuchtetes Treppenhaus zu ihm hinauf stiegen. Warum, das weiß ich gar nicht mehr. Ich glaube, es war der Monitor, den man im Nebenhaus sehen konnte, in dem erleuchteten Zimmer in dem wunderschönen Orange. Man konnte sehen, was auf dem Monitor zu sehen war und der Tenor ist ja auch Hacker, daran kann er nicht vorbei gehen. Ein Windows Desktop. Ein hübsches Foto von einem Mann vor einer sonnigen Straße. Und dann war da eine junge Frau mit einem T-Shirt mit Vereinsaufschrift. So fing es an.

Ich glaube, wir standen eine halbe Stunde da, im Treppenhaus und sahen durch die Fernster über die Straße, in andere fremde Fenster hinein. Versteckten uns hinter den Rahmen, wenn in unserem Treppenhaus das Licht anging, damit wir nicht erwischt wurden. Und erzählten uns flüsternd, was wir sahen. Eigentlich erzählte nur der Tenor.

Der Computer in dem orangen Zimmer blieb unbeachtet, denn seine Bewohnerin klebte die Wände ab. Sie wollte streichen. Eine Etage unter ihr war ein junges Mädchen mit Pferdeschwanz. Es nahm ein Bild in einem Bilderrahmen und betrachtete es lange. Auch sie hatte einen Computer an, über den sie sich kurz beugte (wir konnten nur das blaue Leuchten sehen, das auf ihr Gesicht fiel), dann ging sie weiter im Zimmer auf, unterbrochen von kurzen spannungsvollen Bewegungen. Kurz war ich verwirrt, dann sprach der Tenor aus, was auch ich gerade erkannt hatte. "Sie tanzt" flüsterte er von der anderen Seite des Fenstes her. Unten kam ein Passant und klingelte, das Mädchen verschwand kurz im Flur und tatsächlich stand er kurz darauf in ihrem Zimmer. 

Zeugen des, von dem Tenor erhofften, heißen Sex wurden wir natürlich nicht mehr, die beiden standen gemeinsam im Zimmer herum und unterhielten sich, anscheindend über Musik, da er eine CD aus dem Regal nahm. Wir hingegen unterhielten uns mit einer ausführlichen Analyse ihrer Körpersprache ("Das ist ihr erstes Date", "Die CD ist ihr peinlich", "sie will mehr als er"...) bis beide in die Küche und damit aus unserem Blickfeld verschwanden. Oben wurde gestrichen und wir beide gingen endlich hinein, um im Bett "Garden State" zu gucken. Nachdem wir die Vorhänge zugezogen haben, natürlich. 

Freitag, 2. März 2007

Oh my God!!!

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I want one! ♥♥