Entr'acte Gedanken, Erlebnisse, Zitate, komischer Humor... und der Rest von mir.

Einträge "Januar 2007":

Dienstag, 30. Januar 2007

Spaß mit Wikipedia

Irgendwann ist immer das erste Mal. Heute zum Beispiel. Ich habe das erste Mal einen Wikipediaartikel korrigiert und war voll aufgeregt, als ich auf abspeichern gedrückt habe und dann stand das da so, wie ich das wollte. Anders als vorher. Und einen Tick richtiger. Wooooow. Okay, es war nur ein Buchstabe, aber hey!, der war wichtig! Und ich bin immer noch ganz aufgeregt... 

Im Anschluss kam es zu einem amüsanten Dialog mit einem Freund, S. die langhaarige Zitiermaschine: 

Phae : Hey, darf ich da auch einen Artikel über mich reinstellen?
S.: ich glaube nicht.
Phae: PASIPHAE, geb. 1986 in Rostock ist eine Stundentin der Soziologie und angehende Bestsellerautorin...
Phae: ich will!
S.: ich würde auf jeden fall immer windows paint bärte auf deine fotos malen und mir lustige titel von büchern ausdenken die du geschrieben hast : )


Hmpf. Nää. Dann lieber nicht.

Samstag, 27. Januar 2007

Phae lebt beim Lernen

Lernen, lernen, lernen. Demographie. Zahlen und Rechnen. Schüttel. Aber eben war der Tenor hier, brachte Bahnhofsdöner und Schwippschwapp und eine Folge Malcom mittendrin. Jetzt ist er wieder weg und ich lerne weiter. An meinem Schreibtisch, den ich aufgeräumt habe, weil ich wußte, das er kommt, in meinem Zimmer, das ich ebenso aufgeräumt habe. Jetzt ist hier alles schön, ich habe meine Ruhe, denn Mitbewohnerin T. ist auch nicht da und mein Verliebtsein passt zu dem blauen Himmel draußen und dem Schneelicht. Und heute morgen hat die Sonne hier reingefeiert. Klausurenzeitglück. 

So, wie war das nochmal mit den Sterberaten und Totgeburten?  

Freitag, 26. Januar 2007

 

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... aber eigentlich ging es mir eben um den hier. Patsch!

 

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Ich kauf sie mir selten, sind dann doch irgendwie zu teuer. Aber ich mag sie und jetzt machen sie auch mal Entr'acte bunt.  

Donnerstag, 25. Januar 2007

Und gestern hab ich es auch endlich geschafft, die bunte Umsonstpostkarte, auf die ich das Zitat aus der Unerträglichen leichtigkeit des Seins geschrieben habe, in einen fremden Briefkasten zu werfen. 

Schnee

Schnee! Schnee Schnee Schnee! Endlich Schnee! Ich stand auf dem Uniplatz in der Fußgängerzone, eigentlich müsste ich hineingehen und lernen, aber statt dessen stand ich einfach da und hab glückselig die Straße runter gestarrt. Schnee. Flocken. Endlich! 

Montag, 22. Januar 2007

Farbe macht glücklich

Meine Mitbewohnerin T. hat einen Indientick und ein cooles Hobby. Sie schleppt ständig Möbel, die sie auf der Straße findet, in unsere Wohnung, (in der übrigens geschätzte 3 von 48m² Boden nicht von irgendwas bedeckt sind) weil sie sie schön findet. Und dann malt sie sie an. Wenn sie gerade mal keinen Sperrmüll zum Anmalen hat, nimmt sie eben ihre Stühle oder was sonst so rumsteht. Der Kater hat auch schon die Bekanntschaft mit Goldlack gemacht. Obwohl, das eher aus einer Mischung eigener Blödheit und Neugier. Katzen. Außerdem hat T. einen kleinen Elefanten, aus... ich weiß gar nicht mehr, aus welchen Material der ursprünglich mal war. Der wird jedesmal, wenn sie irgendwas streicht, mit angemalt. Ursprünglich war er dunkelbraun, dann pink, dann orange, jetzt ist er orange mit blauem Kopfschmuck und Sattel. Und er wird dabei jedesmal ein bisschen dicker.

In gewisser Hinsicht ist T. also auch eine Farbenfreundin. Aber wer ist das nicht... Gestern hatte sie ein bisschen blaue Farbe über, die hab ich ihr abgeschwatzt und endlich mal die Holzgriffe von dem alten DDR-Kochbesteck, das ich von zu Hause mitgenommen hatte, angemalt. Die sind jetzt hellblau. Und viel schöner. Farbe macht glücklich. Ich glaub, ich klau T. ihr Hobby. 

Sonntag, 21. Januar 2007

Spielkinder

Ich mag dieses Gefühl von Nervenkitzel, wenn ich beim Tenor auf der Couch sitze, sein Notebook auf den Knie und mich bei Entracte einlogge. Mit ihm in einem Raum und doch heimlich. Ist wie bei den Sponspielen, als Kind. 

Obwohl ich mir nicht mal sicher bin, ob er überhaupt gemerkt habe, dass ich da bin. Er ist in irgendein Computerspiel vertieft, über Headset mit seinen Freunden verbunden. Sehr süß. Männer. Er kriegt nicht mit, was um ihn rum passert und ruft die ganze Zeit Sachen wie "Aah, komm mal her, kannst du die Tür aufmachen?" oder "ja, aber wenn du immer gleich draufbratzt, kriegen wir keine Punkte". Putzig.

Ich vertreibe mir die Zeit, indem ich ihn a) im Internet bloßstelle (Bitte mach, dass er mich nicht erwischt, bitte) und b) indem ich mit meiner besten Freundin M. chatte, die gerade - wie eigentlich so oft - mein Schicksal teilt. Sie führt mit ihrem Freund C. eine Fernbeziehung. Unfreiwillig und ungern. Und überbrücken das mit viel ICQ und noch mehr Skype. Nur weil man sich aber sehr mag, hat man sich nicht ständig was zu erzählen, und so verbringen sie machmal Stunden ihres täglichen Lebens mit Headset am PC und machen ihr Ding und unterhalten sich dabei nicht. Was ich in gewisser Hinsicht sehr süß und romantisch finde. Schweigend zu skypen, stundenlang, nur um zusammen zu sein, ist auch eine Art von Liebe.
M. weiß also, wovon ich rede, wenn auch nur durch Kopfhörer, ist sie ebenfalls involviert, wenn der Herzallerliebste nicht ansprechbar ist, weil er gerade Trolle killt und schreibt mir davon: 

[22:02] M.: .C. grummelt
[22:02] M.: und atmet schneller wenn er kurz daor ist zu sterben oder wenn er gleich wen tötet

Genial. Ich bin begeistert.  

Samstag, 20. Januar 2007

dumme, törichte Phae

Ich fass es nicht. Da behauptet dieser **** von Tenor doch tatsächlich, er weiß nicht, ob ich in der Lage bin, denFilm Blues Brother auch zu verstehen, weswegen er Zweifel hat, den mit mir zu gucken. Nicht, ob er mir gefällt, nein, ob ich ihn verstehe. Und ich? Ich lass mir das nicht nur gefallen, ich les mich auch schnell heimlich bei Wikipedia in den Film rein, um mir ja keine Blöße zu geben. 

Wie tief kann man sinken? 

Hehe

Ist irgendwie die umgesetzte Version von der Art wie ich lebe, manchmal. 

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in: Kultur

Freitag, 19. Januar 2007

meinste?

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Hat mir das Internet eben gesagt.  

Orphée aux Enfers

Ich hab es in einem Seminar gesehen. Ich war schon lange nicht mehr so begeistert und auf diese Art glücklich wie nach dieser Sitzung. Das breite Grinsen wollte nicht mehr weggehen, nicht während wir die DVD sahen, nicht dannauch auf den marmornen Stufen des riesigen Treppenhaus auf dem Weg nach unten und nicht auf dem Fahrrad, beim Nachhauserasen. Zu Hause augekommen sprühte meine Begeisterung aus dem Herzen in die Fingerspitzen, in die Tastatur und durch das Internet zu dem Tenor, wo sie gut aufgehoben war. Eines Tages werde ich ihn zwingen, sich diese DVD mit mir anzusehen, er ist der Mensch, mit dem ich dieses Erlebnis einfach teilen muss, auch wenn es gar nicht zu ihm passt. (Wenngleich er gegenteiliges behauptet. Sehet unten.) Der Tenor und Operetten? Well.

Eigentlich geht die Geschichte von Orpheus so: Er verliert seine geliebte Gattin Euridike und steigt hinab in die Unterwelt um sie zu retten. Er kriegt sie auch tatsächlich zurück, allerdings nur unter einer Bedingung. Er darf sich, wenn er sie zurück hinauf ans Licht führt, nicht zu ihr umdrehen. Natürlich tut er es doch und so stirbt sie ein zweites Mal und ist unwiederbringlich verloren.

Jacques Offenbach hat für seine Operette den Stoff verändert und damit gehörig den König seiner Zeit, Napoleon III parodiert. Macht aber auch Spaß, wenn man das nicht weiß. Was man kennen sollte, sind die römischen Götterfiguren und die Geschichte, damit es Spaß macht, man sollte gute Musik, Gesang und Darstellung würdigen können, sich an Theather, Spiel und guten Inszenierungen erfreuen können. Gerade letzteres war großartig, die Kostüme, das Bühnenbild, wo doch hier in Rostock schon ein weißes Bettlaken als aufwendige Kulisse gilt. Ach Paris. Besonders empfehlenswert, die Szene, in der Euridike und Zeus, als Fliege verkleidet, sich näherkommen. Danke, genau mein Humor!

 

Später, am Computer daheim, von der Begeisterung berichtend, die bis heute nicht abgeklungen ist, kam es dann auch noch zu einem schönen Dialog:

 

Der Tenor: Ich mag Opern

Phae: Eeecht?

Phae: Wieviele Opern hast du schon gesehen?

Der Tenor: Klar, würde ich sonst die Zauberflöte hoch- und runter spielen?

Phae: Du magst Klaviermusik

Der Tenor : Und? Das ist eine Teilmenge

Phae: Ja. Und Buchstabennudeln sind eine Teilmenge von Büchern

Phae: Du magst Bücher, hm?

Der Tenor : Ja, sie brennen toll

Phae : *lach*

in: Kultur

Dienstag, 16. Januar 2007

intimsport

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Ich saß im PC Pool ganz vorne, da kam dieser Link vom Tenor. Intimsport.de. Zunächst eine Erklärung, wo ich mich grad befand. Alle, die hinter mir sitzen, können meinen Bildschirm sehen, sollte ich die hier öffnen? Er meinte, ich kann es bedenken los tun. Also, woimmer Ihr auch seid, tut es auch. Diese Seite hat mir den Tag versüßt. Verrückte Designer oder so aus Berlin, glaube ich. Ich bin lächelnd aus dem PC Pool gewschebt, nach Genuß. Und der Tag wurde schön.  

in: Kultur

Wissensdurst live erleben

Seit über einem Jahr studiere ich Soziologie. Demographie, Zahlen und Statistiken machen süchtig. Endlich einmal Wahrheit, Ehrlichkeit, die Gewissheit: so ist es wirklich. Sterbezahlen, Todesursachen, Vergleiche, Ost und West, Entwicklungsländer, Relationen. Vor 100 Jahren war die Lebenserwartung in Deutschland höher als in den schlimmsten Entwicklungsländern heute. Wahnsinn. Es ist wie ein Flash, der krasse Kontrast zu der Unsicherheit, dem ewigen "die manipulieren mich doch alle"-Gefühl aus Werbung und Politik, die man heute immer schwerer trennen kann. Das meiste sind noch immer "das wissen wir nicht genau", "das können wir nicht vergleichen", aber das, was dazwischen steht, dem kann man wirklich glauben. Es ist wie eine Sucht. Ich will mehr.

Montag, 15. Januar 2007

einer, der nervt

Ich glaube, normalerweise bin ich geradezu überdurchschnittlich nett, aber manche Leute gehen mir furchtbar auf die Nerven und können wahrscheinlich noch nicht mal wirklich was dafür. So wie dieser Typ, diese Labertasche aus meinem LiWikurs. Ich mag seine Selbstdarstellung nicht, seine Art (von sich) zu reden und zu lachen (Laut, raumergreifend. Ich will dich nicht kennen, ich will dir nicht zuhören, ich sitz hier nur, lass mich in Ruhe!), furchtbar witzig und cool zu sein. Und ein kleiner Streber ist er auch. Sind wir alle, in einem Literaturkurs geht Arschkriechen besonders gut, man muss nur raushängen lassen, wie furchbar viel man doch schon gelesen hat. 

Heute, während des langwierigen Seminars klingelten mehrmals Handys im Vibrationsalarm. Müßig und mit mir und dem Universum völlig im Einklang dachte ich darüber nach, wie angenehm so ein Virbralarm doch war, man bekam ihn mit, doch störte er weder die Sitzung , noch die Konzentration, keiner kiecherte, keiner war peinlich berührt. Alles war ruhig und unaufällig, sehr angenehm. Just in diesem Moment beugte sich die Nervensäge, die - wie könnte es anders sein - immer genau in meinem Augenwinkel und absoluter Hörweite sitzt, zu seiner Tasche herab, wülte darin herum, um dann laut flüsternd dem ganzen, andächtig arbeitenden Kurs zu verkünden: "Meins ist es nicht!"

Um so länger ich darüber nachdenke, kann er gar nicht nix dafür, dass ich ihn nicht mag.    

Elementarteilchen

Selbsterfüllende Prophezeiungen sind Ereignisse, die eintreffen, weil man sie vorrausgesagt hat. Wenn ich in der Überzeugung aufstehe, dass dieser Tag furchtbar wird, dann wird er dass vielleicht auch, weil ich mit dieser Einstellung in ihn hineingestartet bin und genau das von ihm erwartet habe. Und zum Schluss denke ich dann auch noch, dass ich Recht hatte. Selbsterfüllende Prophezeiungen sind cool und gibt es wirklich. Der einzige Bereich, wo sie nicht funktionieren, sind Filme und Bücher.
Ich gehöre zu denen, teilweise still verachteten, ich weiß, Menschen, die den Herrn der Ringe gelesen haben, nachdem sie die ersten Filme sahen. Zu einem Zeitpunkt also, als viele meiner Freunde schon durch waren, teilweise auch schon aufgegeben hatten und man von allen Seiten hörte, dass das Buch zwar gut, aber seeehr langwierig und -weilig sei. Fand ich dann gar nicht, einfach weil ich auf die zähflüssigen Stellen bestens vorbereitet war und sie im Nachhinein verdutzt vermisst habe.

So auch hier. Elementarteilchen. Der Film, übrigens. "Ja... der war krass.", sagten alle, denen ich erzählte, dass ich ihn im Studentenkino ansehen wollte. Studentenkino ist toll, es ist im Lieblingsclub und man zahlt nichts, jeden Sonntag um Acht. Ich mag Rostock. Also schleppte ich mir meinen Tenor mit, der sich über die harten Stühle und den Zigarettengestank beschwerte , dann aber vor spontanem Gefallen an den ersten Szenen vergaß, dass er eigentlich weiterhin rummäkeln wollte. Zum Glück.

 

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"Krass" und "heftig" waren also die Kommentare von Freunden und Bekannten, die Presse hatte "düster" für sich reserviert. Dementsprechend meine Erwartungen. Dementsprechend die milde Enttäuschung. Ich hab schon krasseres gesehen. Das heißt nicht, dass er nicht gut war. Endlich mal wieder ein guter Film, ein schönes Gefühl nach einem Film, Disskussionen mit dem Tenor über einen Film, hinterher, in meiner rosa Küche bei kandierten Orangenscheiben und Schokoladentee. Aber erschütternd fand ich ihn nicht. Zumindest nicht sehr. Ein böser Gedanke ist, dass er vielleicht erschütternd wäre, wenn man sich vorher nicht damit auseinander gesetzt hätte, wie krass krank die Menschen doch sein können.

Es geht hauptsächlich und Sex und größtenteils um zwei Halbbrüder (Christian Ulmen und Moritz Bleibtreu), die von ihrer gemeinsamen Hippiemutter bei den jeweiligen Großmüttern abgegeben und weiterhin ignoriert wurden und davon offensichtlich einen großen Knachs davon getragen haben. Der eine ist ein mathematisches Genie und von dem Gedanken besessen, eine Fortpflanzung ohne Sex zu ermöglichen, der andere Lehrer, Rassist und Schriftsteller, kriegt bei seiner Frau keinen mehr hoch, ist ansonsten aber krampfhaft auf der Suche nach Sex. Beide finden ihr Mädchen und dann passiert irgendwas, es geht mal wieder mehr um das Drumherum.

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Mal wieder hab ich das Gefühl, nicht alles genau verstanden zu haben, was vielleicht im Buch erklärt ist und im Film fehlt. Was soll das mit dem Sex ohne Fortpflanzung, irgendwas fehlte da doch noch? Und ich habe Franka Potente nicht erkannt, peinlich. Außerdem hat der Film mich nachdenklich gemacht, wie manche Werke es schaffen, dass man vorher weiß, was passiert, wie manche Dinge angedeutet werden und man weiß "gleich kommt was schlimmes" und kann gar nicht genau sagen, warum man das weiß. So ein Film war das.
in: Kultur

The Order of the Stick

Hinter mir liegt ein weiterer Rollenspielabend, der bis in die frühen Morgenstunden ging. Und, auch wenn ich einige Strecken apathisch im Halbschlaf auf dem Bett verbrachte, ich muss sagen, langsam haben sie mich. Ich liebe meinen sieben Würfel im Marmorlook, ich liebe meinen kleinen bestickten Lederbeutel, in dem ich sie aufbewahre. Ich liebe mein altes, abgenutztes Notizbuch, das ich während des letzten Rollenspieleabends nebenbei in gepunkteten Stoff einnähen konnte und das jetzt ganz großartig aussieht. Langsam sitze ich nicht mehr genervt die Spieleabende aus und warte, dass die anderen endlich fertigt sind, sondern habe richig Spaß dabei. Außerdem ich habe mich langsam zu einer ansehlichen Kämpferin entwickelt, die beim letzten Abenteuer mit Abstand die meisten Kadavermenschen erlegt hat. Yes, ich bin eine Rollenspielerin! 

Sehr bei dieser Entwicklung geholfen hat übrigens dieser Comic: The Order of the Stick. Es ist auf englisch, minimalistisch gezeichnet und wirklich lustig - wenn man die Rollenspielanspielungen, also Vokabeln wie Spot Check oder Total Hit Points versteht. Das tun nicht viele, deswegen ist ein bisschen schwer, mein Umfeld dafür zu begeistern. Was sehr schade ich. Mich hats erwischt, mal wieder Fan, mal wieder süchtig und trotzdem noch lange nicht damit fertig, hinterherzulesen.

 

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in: Kultur

Montag, 8. Januar 2007

ein bisschen zu Hause

Ich glaube, so ähnlich stellt sich der Tenor das Innenleben von meinem Kopf vor...
Werbung ist böse und Coca Cola erst recht, aber dieser Spot ist einfach toll.

Rettung

Wie geil ist das denn?! Ehrlich gesagt hab ich keine Ahnung, ob es klappt, aber die Idee ist genial. Schade, dass es anscheinend nicht mit Handys funktioniert. 

lecker

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Oreokekse, natürlich in Milch aufgeweicht, die mit Abstand leckerste kulinarische Neuentdeckung meines 2006 (die ekligste: Milch mit Knoblauch. Muss nicht sein.) Dazu zwei Kerzen, keine Musik und der seit langem spannendste und interessanteste Unireader. Mein Abend ist schön.

Sonntag, 7. Januar 2007

Klebestreifenikea

Es gibt Sachen, die ändern sich wohl nie, wie zum Beispiel das unbeschreiblich gute Gefühl, wenn man zu Hause ein Poster aufhängt. Auch wenn man nicht mehr 14 ist, auch wenn es zerknittert ist und man es nicht an die Wand hängt, sondern innen in den Kleiderschrank, auch wenn der Tag unter Schatten liegt und die Augen noch brennen, von den Tränen, auch wenn die Liebeskummerplaylist in Winamp läuft. Es ist einfach ein großartiges Gefühl, ein Poster aufzuhängen. 
Currently playing: El Tango de Roweanne (Moulin Rouge)

Samstag, 6. Januar 2007

Forscherin

Irgendwas stimmt nicht, irgendwas fehlt. Vielleicht was wichtiges, vielleicht ist es nur Einbildung, vielleicht ist es nur Sonnenlicht. Ach ja, Licht wäre schön... 

Ich bin imStreß, Lernen, Referate, wie immer halt. Zwischen zwei Terminen heute, bin ich ausgebrochen. Bin statt brav die Straße entlang zu radeln, abgebogen, irgendwohin, wo ich noch nie war, Erkundungstour. Was ich gefunden hab? Pampa, Biotop, Bahnschienen und Schlamm. Nicht der geheime Lieblingsplatz, zu dem ich immer gehen und nachdenken kann, wenn ich unruhig oder traurig bin, und den ich nicht habe und mir sosehr wünsche, aber immerhin frische Luft und ein schönes Gefühl, eine kleine Entdeckungsreise.  

Donnerstag, 4. Januar 2007

halbtaub

Ich habe Wasser im Ohr und höre auf einer Seite fast nix. Seit Wochen. Es ist anstrengend, so zu leben, vor allem, wenn man im Unterricht mit Banknachbarn tuscheln will. Aber es ist interessant wie viel von dem täglich gesagten man nicht verstehen muss, einfach lächeln und nicken. Keiner merkt was und anscheindend habe ich nichts verpasst. 

nix klappt hier

Mein Versuch, "eine Affäre in Paris" nebenbei zu gucken und alles mitzubekommen, ist grandios gescheitert. Mein Versuch, während "eine Affaire in Paris" nebenbei einen großartigen, wunderschönen Geburtstagskuchen für den Tenor zu backen, übrigens auch.

 

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Dienstag, 2. Januar 2007

Mein Jahresrückblick 2007

Ich weiß gar nicht, warum ich Entracte in letzter Zeit so vernachlässigt habe. Ich war hier, mehrmals, ich hatte auch Lust zu schreiben, auch Zeit, und ich hatte Ideen, ganz viele "das-musst-die-bloggen"Gedanken. Anscheinend war wohl nur das Timing scheiße. Nie alles auf einmal, eben.

Jetzt aber. Etwas verspätet, aber nachgereicht: Zeit für einen Jahresrückblick, letztes Jahr um diese Zeit war ich schon lange damit fertig. Aber da war ja auch noch alles anders. Mal gucken, ob ich auch wieder einen Soundtrack für dieses Jahr zusammenbekomme.

Januar: Die Ärzte - Es ist vorbei
Die Silversterfeier war farblos, was nicht an den großartigen anwesenden Menschen lag, sondern an der Abwesenheit andere. Eines anderen, natürlich. Geschätzte vier Stunden nach den Raketen habe ich das erste Mal in meinem Leben aus emotionalen Gründen gekotzt. Ich kann mich nicht erinnern, jemand wieder so verzweifelt geweint zu haben. Am dritten Tag des Jahres die Trennung. Dann der Schmutz. Die ganze Geschichte ist aus den Fugen geraten, wenn ich sie heute erzähle, frage ich mich, wie mir so etwas passieren konnte.

Februar: Franz Ferdinand - Eleanor put your shoes back on
Prüfungszeit. Es mag Menschen geben, die sind in harten Lebenslagen froh, wenn sie was haben, was sie ablenkt, was sie zwingt, sich zu konzentrieren. Ich gehöre nicht dazu. Froh war ich über die lieben Menschen, von so vielen Seiten. Ist bestimmt nicht selbstverständlich, sich in so einer Situation nie allein zu fühlen. War so. Ein toller Geburtstag im Lieblingsclub mit allen Freunden und 1000 Umarmungen um Mitternacht, die mich ganz high gemacht haben. Als ich nach Hause kam, fand ich eine Torte, Kerzen und eine MixtapeCD von meiner Mitbewohnerin L. im Player, dadrauf dieses Lied.

März: Richard Crocciante - Ave Maria Paien
Die Semesterferien waren scheiße. Ich hab wie blöd für eine Grammaireklausur gelernt, die ich nicht bestanden habe und eine Hausarbeit geschrieben, die mir jetzt nicht angerechtnet werden kann. Lichtblicke waren die Abende in der Stammkneipe mit den Freunden des gemeinsamen Gesangs. Gegen Ende dort den Tenor kennengelernt, der mein Schicksal teilte, was mich anzog. Eine Nacht mit 6 Studen Gespräch, Chatten, Skypen, beieinander sein, mit Headset und Webcam, eine neue Welt.

April: Wise Guys - Jetzt ist Sommer
Das Sommersemester hat angefangen und ich war froh drüber. Endlich wieder soziale Kontakte. Und Frühling! Sonnenstrahlen, Röcke und grüne Blättlein. Und meine Sonnenbrille, die immer mit musste. Ein Osterspaziergang mit dem Tenor.

Mai: AIDA - Easy as life
Demo in meiner Stadt, viel zu viel Polizei. Ausnahmezustand, nur Sixpacks auf dem Weg zum Tenor, wo es im Sonnenschein Käsepfannkuchen gab. Ein Ferientag bevor der Streß begann. Zu einem Jahrestag, der keiner mehr ist, in die Wallanlagen geflohen und am Telefon lange trösen lassen. Von wem wohl.

Juni: Beach Boys - I get aroud
Dann kam ein Streit, der alles veränderte. Die Woche voller Bauchschmerzen wegen dem Tenor rückten den Fka endlich in den Hintergrund, wo er dann auch blieb. Dann war alles wieder gut und Chorfahrt, herliche Sommertage. Zu Hause Unistress, der mich die wärmsten Tage verpassen ließ.

Juli: Banana Fishbones - Easy Day
Fahrradfahrsonnestrandgrillsommer mit dem Tenor, der mich von meinem Schreibtisch wegquatschte, ein ums andere Mal. Hinaus in die Sonne, zum Meer, mit den Rädern. Selten auch mal in der Bahn geschwitzt. Und auf dem Rückweg gar nicht selten: "Ich weiß was, wollen wir noch grillen?" In Flip Flops in den Supermarkt, Fleisch gekauft, schlemmen auf dem Balkon, im Abendrot.

August: Dashboard Confessional - Feels like July
Eine Woche genialer Frankreichurlaub, ein Roadtrip mit Freunden. Ansonsten Semesterferien, nach dem zerstörerischen Stress der letzten Monate ganz ohne Streß und wat zu tun. Herrlich! Sommer!

September: Nicole Kidman & Ewan McGregor - Come what may
Die Semsterferien sind zu einem dicken Brei zusammengeschmolzen. Was heraussticht? Seit Ende September sind der Tenor und ich ein Paar.

Oktober: Rufus Wainwright - Complainte de la Butte
Das Semester fängt an und unsere Sommerferienbeziehung bekommt eine Art Alltagsroutine. Außerdem zieht Pinky L., meine erste Mitbewohnerin, aus und Indian T., die zweite zieht ein. Alles wird bunter, harmonischer und asiatischer hier. Und aufgeräumter.

November: Jacques Brel - Ne me quitte pas
Großer Streit mit großen Folgen. Nach vielen kleinen Chrashs gab es einen großen und seitdem ist alles viel besser. So kann es auch gehen, eine von vielen, vielen Lektionen, dieses Jahr. Ansonsten Chor, Leute vom Chor, Filme, Kochen... Schöner Herbst, nur viel zu warm.
Kater Biff ist nun ein Jahr bei uns, genauer gesagt bei mir. Die Bestie hat sich gewandelt, mittlerweile trauen sich auch Freunde der WG, ihn mal anzufassen, er kratzt nicht mehr so viel. Anscheindend war er die viele Mühe echt wert, ich bin stolz auf mich.

Dezember: Tea for two
Langsam geht mir der Stoff aus... war echt so wenig los? Chorfahrt, Weihnachtsmarkt, Uni, Geschenkestress, gemütliche Abende mit dem Tenor. Weihnachten und Silverster mit Familie, wenn auch mit 2 verschiedenen, beides schön. Alles schön? Das Überlaufen vor Glück, das fehlt irgendwie. Ob das Einbildung ist, oder gefärlich, das muss ich noch rausfinden. Aber alles schön.

 

Was mir noch so einfällt:

2006 war ein Jahr, in dem Bäume mich glücklich gemacht haben. 

Konzerte: Farin Urlaub im Oktober. Oh mein Gott, das ist doch nicht alles, oder?

Freunde gewonnen: Ja, sehr viele.

Freunde verloren: Mindestens einen.

Was sich verändert hat: Der Kater Biff. Von der agressiven crazy Killer Cat zum schnurrenden Kuschelkater mit seltenen Kratzattaken und Fußtick. Mittlerweile haben wir zwei uns richtig gern.

Was gleich geblieben ist: Beste Freunde bleiben, auch wenn sie weit weg sind. Der Lieblingsclub, der Garten bei den Eltern, das Meer.

Was ist besser geworden: Mein Französisch. Wenn auch nicht viel und nicht genug.

Was ist schlechter geworden: Hm. Meine Skills im Autofahren und Einparken, wahrscheinlich. Und mein Klavierspiel.

Was mir fehlt: Der Fka, selbstbelügen sucks. Und Sing Star Partys. Tägliche Gespräche mit denen, die es forttrieb. Zeit für mich und Fernsehnachmittage zu Haus. Und immer noch das ständige Gefühl, vor Glück überzusprudeln und zu mit Sicherheit Hause angekommen zu sein.

Was neu ist und bleiben soll: Der Tenor, die neue, liebe Seite vom Kater, die Stimmung in der WG, viele liebe Leute in der Uni.

~*~

Das mit dem Gefühl der Vollständigkeit wird wohl nix mehr, ich hör jetzt lieber auf. Bei dem Soundtrack hab ich auch ein bisschen getrickst und geschoben, damit alles einigermaßen passt. Aber nicht viel.

 

Meine Vorsätze für 2007

Mehr Kochen.

Asiatisch kochen.

Mehr zu trinken im Haus haben und anbieten können, als Leitungswasser oder Tee.

Keine Angst mehr vor Sprechstunden mit den Profs. Rein da!

Entracte nicht mehr vernachlässigen.

Schreibtisch aufräumen.

Statusmeldungen im ICQ auf dem neuesten Stand halten und, wenn ich nicht am PC bin, das meine Freunde auch wissen lassen.

Immer aufräumen und lernen und so, blaaa.

Mist, das wichtigste hab ich vergessen, to be continued.  

 

Silvester war schön

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Frohes Neues, Euch allen!