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Einträge "Oktober 2006":
Dienstag, 31. Oktober 2006
Montag, 30. Oktober 2006
mein Lies das!
Ein bisschen hatte ich mehr erwartet, von dem "Lies das!" Artikel in der aktuellen Neon. Naja, egal. Artikel über Bücher sind bestimmt deshalb so beliebt, weil jeder gerne mitquatscht und seinen Senf dazu gibt. Nichts, so scheinen die Menschen zu denken, autorisiert einen so sehr, intellektuell zu tun, als irgendwann mal irgendwas gelesen zu haben. Spottete sie und machte selbst fleißig mit. Aber ich hab ja auch schon mal was gelesen. Also, bitteschön, zum Debattieren, Mitmachen und im eigenen Blog fortführen: Pasiphae Lies das! -Adaption. Aus dem Handgelenk geschüttelt.
Das beste Buch aller Zeiten?
Und schon fürchte ich, dass meine Antworten einseitig werden. Weil ich eben spontan zur "Unerträglichen Leichtigkeit des Seins" tendiert habe. (Nervt es Euch schon? Kommt noch öfter.) Andrerseits... das beste Buch aller Zeiten ist mir wohl ein bisschen zu krass dafür. Aber ein anderes fällt mir auch gerade nicht ein.
Das am meisten überschätze Buch?
Tanja Kinkel. Ist kein Buch, ich weiß. Ist auch nur meine bescheidene Meinung. Oh, ich hab noch eins: Sakrileg. Aber ich glaube, ich mache mich gerade lächerlich.
Der schönste Satz, der je geschrieben wurde?
Na, da hab ich mir ja was vorgenommen. Soll ich meine Zitatesammlung wälzen gehen? [...] Ich habe jetzt tatsächlich nichts gefunden, was diesen Anforderungen entspricht. Aber das reiche ich nach.
Von welchem Buch hast Du Dich verstanden gefühlt?
Ich glaube, wenn ich ein Buch mag, liegt das unter anderem daran, dass ich mich mit irgendetwas darin identifizieren kann. Also, von fast jedem Buch, das ich mag. Die Unerträgliche Leichtigkeit ist mir hier auch zum ersten Mal eingefallen. Das Letzte Buch war wohl Maria Chapdelaine, wo ich gar nicht damit gerechnet hatte. Aber das junge Mädchen, das die große Liebe unwiderbringlich verlor und sich nun dennoch für einen Bewerber entscheiden muss... Konnte ich was mit anfangen.
Deine Lieblings-Romanfigur?
Schwer. Aber ich glaube, wegen dieser Frage hatte ich die Idee, das ganze nach Entr'Acte zu verlegen. Hm... Als Kind hätte ich jetzt gesagt, Kassandra aus den Feuern von Troia. Antike Girlpower plus Tragik, yeah. Und heute... Biff natürlich, aus der Bibel nach Biff. Aber ich hab schon wieder das Gefühl, ich vergesse jemanden ganz wichtiges. Mist.
Von welchem Buch hast Du gelernt? Und was?
Ich habe gelernt, die Menschen besser zu verstehen. Durch Antihelden wie Thu (Das Mädchen Thu und der Pharao), Eric (Das Phantom) oder Grennouille aus Das Parfum. Und durch die Unerträgliche Leichtigkeit des Seins. Ich glaube, im Menschen-verstehen bin ich dank meiner Bücher ganz gut geworden. Was nicht heißt, dass sie mich nicht regelmäßig um den Verstand bringen. Die Menschen, meine ich.
Welches Buch wirst du nie verstehen?
Hm. Ich weiß genau, ich habe eine Antwort auf diese Frage. Sie fällt mir nur gerade nicht ein.
Darf man ücher wegschmeißen?
Nein. Darf man nicht, entschiedenenes Nein. Auch schlechte Bücher nicht, die können für jemand anderes ein Schatz sein, ein Einstieg in eine andere Welt, eine erste Erfahrung mit einer bestimmten Geschichte. Wenn man sie nicht mehr will, hat man die gottverdammte Pflicht, sie auf einer Parkbank liegen zu lassen.
Darf man in Bücher kritzeln?
Ich gehöre zu den Menschen, die das machen. Und zwar mit Leidenschaft. Ich schreibe Meinungen dazu und markiere Stellen, die mir gefallen. Und schreibe auf der letzen Seite, die Seitenzahlen, wo ich etwas markiert habe. Ein schlechtes Gewissen habe ich dabei nicht, ich liebe das Gefühl, etwas von mir selbst in meinen (!) Büchern gelassen zu haben. Und freue mich immer, etwas von anderen darin zu finden.
Welches Buch hast Du nur gelesen, um mitreden zu können?
Den Herrn der Ringe und Dan Brown. Und gewissermaßen auch Schul- und Universitätsliteratur.
Welches Buch steht nur in deinem Regal, um Gäste zu beeindrucken?
Naja, ich hab da einen dicken, alten Wälzer namens "Cleopatra, die klügste Frau der Weltgeschichte" stehen, den ich damals von zu Hause mitgenommen habe, ohne wirklich zu planen, ihn je zu lesen.
Beim Lesen schon mal Anst bekommen? Wann?
Bei Stephen King, "Es". Aber wer, liebe Familienfreunde, schenkt denn sowas eigentlich einem 12jährigen Kind zum Geburtstag?
Schon mal über ein Buch geredet, ohne es gelesen zu haben?
Türlich, man. Ich hab vor zwei Wochen auch einen Lektüretest bestanden, ohne eine Zeile gelesen zu haben. (Aber hallo, da hatte ich auch Angst) Das Neue Testament hab ich noch nie gelesen und über dieses wie-hieß-sie-noch? Eva Hermann (?) Buch hab ich auch schon Diskussionen hinter mir.
Wann hast Du das letzte Mal beim Lesen geweint?
Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich das seltener mache als früher, seit ich in einer WG mit immer offener Durchgangszimmertür wohne. Ich weiß noch, dass ich beim (schlagt mich doch) letzten Harry Potter geweint habe. War das wirklich das letzte Mal? Und bei Gilmore Girls, letzte Woche. Aber nur ganz kurz und das ist auch kein Buch.
Die beste literarische Sexszene?
Bei Chloé und Cheftu, in den Büchern von Suzanne Frank ging es immer heiß her. Sonst... öhm...
Sollte man sich die Verfilmung guter Bücher je anschauen?
Jo. Und wenn es nur zum Protzen ist, dass man lesen kann. Och, ich hab auch schon gute Verfilmungen gesehen. Man sollte sich nur vorher bewußt machen: Bücher und Filme sind unterschiedliche Medien. Da ist manches einfach nicht möglich und 1:1 Kopien auch gar nicht Sinn der Sache. Mit seinen Buch-Skills kann man dann hinterher trotzdem noch angeben, keine Angst.
Ein Buch, das man jedem scheknen kann?
Die Bibel nach Biff.
Schon mal Harry Potter gelesen?
Klar, man. Und zwar bevor es berühmt war, damit das mal klar ist. Also los, frag mich was. Irgendwas. Los.
Geht mir so
Samstag, 28. Oktober 2006
heiß! heiß! heiß!
Ich weiß noch, damals war ich stolz auf meinen Eintrag zum Farin Urlaub Konzert in Schwerin. Das ist ein Jahr her und jetzt einen neuen zu schreiben ist komisch. Egal, die Journalisten hier vor Ort müssen ja auch jedes Jahr über die HanseSail schreiben.
Also, Farin Urlaub gestern. Das war cool, denn es war auch noch sein Geburtstag und den hat er, laut eigenen Angaben in Rostock verbracht, weil man könne ja mal gucken, was passiert, wenn man das ost aus der Stadt rausläßt. Hehe.
Das beste an so einem Konzert ist, wenn es gleich losgeht. Die Vorfreude liegt in der Luft, die Aufregung auch, es herrscht eine Atmosphäre, die man glaubt, mit Löffeln essen zu können. Man saugt die Stimmung um sich herum in sich auf und hat dasGefühl, man könnte jetzt ein halbes Jahr lang in ein Büro eingesperrt sein und sich trotzdem noch lebendig fühlen, so viel Leben hat man in sich drin.
Das Gewühl im Gadeobenbereich, Freunde suchen, mit denen man sich treffen wollte, dann noch mal schnell aufs Klo und dann rein in die Halle. Dort setzt man sich erst mal hin, auf den grauen Teppich, um jedes Quentchen Kraft zu sparen, das braucht man später noch. Die Bühne ist schwarz und groß, die Schriftzeichen prangen. Farin Urlaub Racing Team. Yeah, Baby. Atmosphäre atmen, Leute beobachten, die Menschen auf den Rangplätzen bemitleiden. Jung ist es geworden, das allgemeine Durchschnittsalter. Oder liegt das etwa an mir? Manoman. Dann, irgendwann hält uns nichts mehr auf dem Boden, immer mehr Leute stehen auf und drängen sich vor die Bühne, so auch wir. Die wenigen, die noch sitzen werden lästig nehmen Platz weg. Die Lichter gehen aus, doch sonst tut sich nichts. Treffen sich die Blicke von Freunden, strahlen alle. Glück Glück Glück. Die Spannung wird größer, Sprechchöre, Rythmen aus den Lautsprechern, noch Konserve. Dichtgedrängt stehen wir, Klatschen und Rufen, strahlen um die Wette. Dann, noch ist der schwarze Vorhang unten, geht die Musik los und wir jubeln. Klavierakorde, extra lang gezogen, um die Stimmung bestmöglich anzuheizen, und wie das funktioniert. Endlich, der Vorhang fällt, Donnermucke, da steht er, da stehen wir. Die Masse wird lebendig, es reißt uns von den Füßen, auf die Bühne zu und wieder davon weg. es ist keine Schade, dabei Angst zu bekommen, es sind schon Leute gestorben bei Konzerten, wer einmal dabei war, weiß warum. Jeder ist selbst schuld, wer nicht mehr will, kann sich nach hinten treiben lassen, da ist es meistens nicht so schlimm. Wir jedoch wollen, zwar nicht unbedingt so rücksichtslos umgepogt werden, vielen Dank auch, aber dabei sein, vorne, mitmachen, Engergie verlieren. Das klappt bestens, nach zwei Zeilen, des ersten Liedes hatte ich minutenlang keinen Atem mehr, um mitzusingen, auf den Beinen halten, muss reichen. Doch auch das verging, gesprungen bin ich, geschrien und gesungen habe ich, gelacht, getaumelt, geflogen und die Arme in die Luft geworfen. Und gestrahlt und gejubelt. Als Einzige, als Erste, bei den Akkorden meines Lieblingsliedes.
Freitag, 27. Oktober 2006
offline-ohrfeige
Donnerstag, 26. Oktober 2006
schlaf
Ich habe, seit der Tenor mein Tenor ist, ein ganz anderes Verhältnis zum Schlaf. Früher musste ich nahezu zwanghaft alle Stunden zählen, ich habe jeden Tag nachgerechnet, wie viele Stunden ich geschlafen habe und wieviele ich noch schlafen könne, wenn ich um die und die Zeit ins Bett gehen würde. Mein ganzes Leben lang schon.
Das ist weg. Es ist mir egal, dass ich um 6 raus muss, dass ich den ganzen Tag Uni hab. Klar, gehen wir früher ins Bett, machen abends nicht mehr so lange, wie wir gern würden. Aber auch nicht so früh, wie wir sollten, ich weiß nicht, wann wir Abends einschlafen und wenn es spät wird, kümmert es mich nicht. Die Angst vor einem Tag mit Müdigkeit ist endlich auf eine angemessene Proportionalität hinuntergeschrumpft - was ist schon Müdigkeit in der Uni? Ich war mein ganzes Leben lang müde im Unterricht, jetzt endlich ist es mir so egal, wie ich immer fand, dass es auch sein sollte. Warum auch immer.
*****
Ich war lange nicht mehr hier, aber ich liebe den PC Pool der Universität. Die Geräte sind alle schwarz, die Bildschirme flach... und sich mit einer lässigen Tastenkombination und dem universitären Nutzernamen einzuloggen, ist soo cool, da könnte man zwei Tage in Häschenpantoffeln durch die Innenstadt laufen, um das wieder auszugleichen.
Ein bisschen unangenehm nur, das immer alle im mich herum arbeiten.
Mittwoch, 25. Oktober 2006
Neue Vahr Süd
Mit Entsetzen habe ich festgestellt, das ich ganz vergessen habe, über die "Neue Vahr Süd" zu schreiben, das Buch hab ich vor Monaten gelesen. Also jetzt schnell.
Also, es ist sozusagen der zweite Teil von "Herr Lehmann", oder der erste, denn eigentlich spielt es zeitlich davor. Ist aber später erschienen und es kommt wohl auch noch ein Teil und ich weiß gar nicht, wann der spielt, so zeitlich gesehen, also vielleicht sollte man mit dem Zählen warten, bis der auch noch draußen ist, sonst sind nur alle verwirrt. Hehe.
Es geht also, um Herr Lehmann, der noch von niemandem Herr Lehmann genannt wird, sondern nur Frank, denn er ist ja noch nicht alt. Sondern beim Bund, wenn auch eher unfreiwillig, er hat lediglich das mit der Kriegsdienstverweigerung verpennt. Es geht viel um den Bund, was mir gefallen hat, als Mädchen, ich hab jetzt irgendwie das Gefühl, mitreden zu können, wenn es darum geht, oder zumindest mitdenken. Ist ja sonst immer nicht ganz leicht, sich das vorzustellen, so hinter Klischees und amerikanischen Filmen, die sich dann dazudrängeln. Außerdem geht es um Studenten, Mädchen, WGs (und was für eine. Die meine ist ja sowas von zivilisiert!) und es ist ganz Herr-Lehmannesk, natürlich und hat Spaß gemacht. Zitate hab ich mir keine rausgeschrieben, oder irgendwo hingespeichert, wo ich sie nicht wiederfinde. Aber eigentlich sind die ja eh nicht mehr legal, oder?
Adams Äpfel

Adam ist Neonazi und durch irgendeine Straftat-Bewährungsgeschichte (na, wer hat da im entscheidenden Moment anscheindend gequatscht) kommt er zu Pastor Iwan in irgendeine winizige Gemeinde (davon gibt es in Filmen dieser Art unzählige, ist uns aufgefallen). Pastor Iwan ist komplett durchgedreht, auf eine Art, die man sich bitte gefälligst selbst anzuschauen hat und die schon Mal ein verdammt guter Grund ist, Filme aus dieser Ecke zu lieben. Er glaubt dass alle Hindernisse in seinem Leben Prüfungen sind, die der Teufel im auferlegt hat und außerdem unbedingt an das Gute in Menschen. Also hat er von denen ein paar um sich versammelt, von denen die Gesellschaft das nicht zu glaubt und will ihnen helfen, sich zu rehabilitieren. Und nun eben auch Neonazi Adam. Der in diesem Sinne einen Apfelkuchen backen soll und nicht nur eine tolle Syncronstimme, sondern auch den herrlichsten skeptisch-hilflosen Anstarrblick hat, angesichts des absurden Haufen Menschsein-abersowasvon, in dem er da gelandet ist.
baby bike
Schon wieder eins weg. Die haben mir heute Nacht mein Fahrrad geklaut. Ist das in anderen Städten eigentlich auch so häufig, wie hier? Seitdem bin ich den Tag lang damit beschäftigt, mich nicht aufzuregen, deswegen und der Satz "Du sollst dein Herz eh nicht an Dinge hängen" ist in den letzten 12 Stunden zum Mantra geworden.
Das Herz nicht an Dinge hängen. Aber dieses Ding hatte ein Dynamo, das funktioniert, verdammt!
Zum Glück durfte ich das Rad vom Tenor nehmen, ohne Drahtesel fühle ich mich, als hätte ich das Recht auf einen Behindertenausweis. War eine interessante Erfahrung, ein Tag auf diesem Ding, die in der Frage resultierte: Wie zur Hölle könnt Ihr Jungs da drauf fahren? Herrenräder, klar, kann man nicht elegant aufsteigen, das weiß man ja. (Na schön. Ich kann es nicht.) Aber, dieser hohe Sattel, der niedrige Lenker. Wie? Alles tut mir weh, ich hatte heftige Gleichgewichtsporbleme und jedes Mal, wenn ich den Arm ausstrecken wollte, bin ich fast bäuchlings auf der Straße gelandet. Wie kann dieser Mensch auf diesem Rad den ganzen Sommer mit mir durch die Gegend (der Tenor ist nämlich in einiger Hinsicht auch eine Art Fahrradfahrer gewesen, nur nebenbei... und irgendwie ganz anders) gefahren sein? Respekt.
Ein Tag in den Schuhen eines anderen, also quasi. Pedalen wohl eher. Und eine weitere Übung in poitiven Denken. Das nächste wird gebraucht gekauft, billig und hässlich. Und dann angemalt. Und hübsch gemacht. Dafür war das letzte nämlich viel zu (*Tränchen verkneif*) hübsch. Hach ja.
Dienstag, 24. Oktober 2006
I will follow...
Schön, Gilmore Girls zu gucken.
Schön, Gilmore Girls zu gucken und ihn in der Küche leise mitsingen zu hören.
Ich bin übrigens aufmerksamer dabei als je zuvor. Lorelai ist nun offiziell mein erklärtes Vorbild und ich muss gucken, wie sie das alles hinkriegt, ich kann mich gut mit ihr identifizieren.
Sonntag, 22. Oktober 2006
napoleon ist doof
Der ganze Sonntagnachmittag ist draufgegangen, für den Französischaufsatz. Die Uni hat mich zurück. Ganz in echt.
Gut gehts mir trotzdem...
Interneterinnerungen
Bookcrossing
Ich habe in der letzten Woche mein erstes Bookcrossing-Buch freigelassen. Süchtig süchtig süchtig! Ich will, das jemand es findet! Ich will noch mehr freilassen! Ganz viele! Ich will mir ganz viele Verstecke ausdenken und dort ganz tolle Bücher hinlegen! Hurra!
Okay, natürlich war es ein Scheißbuch, das ich nicht mehr haben wollte. Das ist das Problem bei Bookcrossing, nehm ich mal an, das machen doch bestimmt fast alle so... Ist das Projekt eigentlich allgemein bekannt? Muss ich das erläutern? Ach, klar...
Bookcrossing ist ein Projekt, bei dem man Bücher in der "Wildnis freilässt", also irgendwo hinlegt, auf das jemand anders es findet und liest. Anstatt im Bücherregal zu vermodern, oder eben weggeschmissen zu werden. Also, man geht hier hin und registriert erst sich selbst und dann das Buch das man freilassen will. Das Buch bekommt eine Registrierungsnummer, die man hineinschreibt, und dann am besten noch einen Hinweis auf die Internetseite und dass der Finder es haben und lesen darf.
Dann kommt der lustige Teil: man läßt es frei. Man sucht sich eine geeignete Stelle, irgendwo in der Stadt oder woauchimmer und legt das Buch - gegebenenfalls wasserdicht verpackt - dort nieder. Und geht weg.
Optimalerweise schreibt der Finder ins Internet, dass er das Buch gefunden hat - dazu ist die Registrierungsnummer da, aber das passiert nur in ca. 30 % der Fälle. Schade eigentlich. Aber eine tolle Sache ist das trotzdem.
Wie gesagt, ich bin begeistert. Und gucke jetzt stündilich, ob mein Buch schon gefunden wurde.
Samstag, 21. Oktober 2006
Kate Sutton
Freitag, 20. Oktober 2006
phae kokelt
Ich sollte auch mal wieder was schreiben, denke ich nach meine Runde durch die Blogs. Und starre auf das Notebook. Notebook? Ich? Ja... ich bin mal wieder nicht zu Hause (wo?), sondern bei dem Tenor und habe sein Ersatzrechnerchen auf dem Schoß. Was für ein Leben. Ja, ich bin mit ihm in einem Raum und wage es, hier her zu kommen. In seiner Anwesenheit, quasi. Ein Spiel mit dem Feuer, hach, ich liebe die Gefahr.
Ansonsten fällt mir nichts ein. Dann eben nich.
Mittwoch, 18. Oktober 2006
goooooooooood mornig!
it goes on
Uniii! Und schon wieder voll im Streß. Bücher nicht gelesen, die ich hätte lesen sollen (was hatte ich heut für eine Angst in dem Seminar.), Hausarbeiten vor einen halben Jahr völlig umsonst geschrieben und wenn jetzt echt dieses Gerücht stimmt, dass ich für BA eine dritte Fremdsprache brauche, daaaaann...
Egal. Uni. Irgendwie auch: endlich. Und ich habe gemerkt, ich liebe Einführungsveranstaltungen.
Sonntag, 15. Oktober 2006
bon jour
Mal angeben? So ein Frühstück hab ich neulich bekommen. Er kocht nämlich. Leidenschaftlich. Gerne.

herbst
Es wird Herbst und ich glaube, ich habe mich nie zuvor so sehr gefreut, ihn zu sehen. Der Sommer geht und ich begrüße die Schönheit der verfärbten Blätter an den Bäumen in der Stadt und wie der Frühling und der Sommer macht der Herbst ein Gefühl im Bauch, wenn man durch ihn hindurchfährt und macht ein Glück, das den Bauch hinaufgluckert. Es wird Herbst und ich freue mich darauf. Die Sonne scheint und ich fahre im T-Shirt durch den Herbst hindurch. Noch kann ich das machen, noch ist sie ein bisschen warm, doch man fühlt schon auf der Haut, dass es was besonderes ist, ein bisschen Rücksicht vom Wind, mit der man nicht mehr lange rechnen kann.
Morgen geht die Uni wieder los und das Leben ändert sich mal wieder. Kein süßes Nichtstun mehr, unbeschwerte Tage im Bett, jetzt kommt die Arbeit dazu zum Zusammensein. Eben gerade habe ich zum ersten Mal einen Menschen verlassen, der schläft. Ich habe nicht gewußt, ob ich ihn wecken soll oder nicht, nur, dass ich nach Hause muss, um in meiner Wohnung und bei meiner Katze zu sein und mich auf mein Leben als Studentin, das morgen weitergeht, vorzubereiten. Ich habe ihn nicht geweckt und auch nicht zum Abschied geküsst, dazu lag er zu weit hinten auf dem großen Bett. Einen Zettel habe ich geschrieben und ein Herz gemalt, habe mir sein Gesicht vorgestellt, wenn er ihn findet und sein Gesicht, das noch schlief angelächelt. Dann bin ich gegangen. Ohne Socken habe ich mir meine Schuhe angezogen und bin im T-Shirt durch den Herbst geradelt.
Die journalistisch inkompetenteste Kritik der Welt
oh man oh man
Donnerstag, 12. Oktober 2006
Das oblatendünne Eis des halben Zweidrittelwissens
Heute Abend: Sarah Kuttner im MAU, eine Lesung. 13 Euro nochwas, ich hoffe, das ist es wert. Und freu mich drauf.

Sonntag, 8. Oktober 2006
berlin
Ich war in Berlin. Nicht zum ersten Mal, doch am intensivsten. Ich bin beeindruckt von dieser Stadt. Klar, Großstädte beeindrucken. Schon, weil sie so groß sind, so vollgestopft mit Neuem, Anderem, Interessantem und Schönem. Weil sie einschüchtern und überwältigen, weil sie fremd sind und unnahbar und weil sie nachts unglaublich bunt leuchten.
Berlin hat Stil. In Schöneberg war ich, das Viertel hat mir gefallen. Es ist wohl nicht DAS Viertel, hab ich mir sagen lassen, aber - hey - ich fand es toll. Ich wünschte, ich hätte die Zeit, all die kleinen Geschäfte zu entdecken, in dieser Stadt. Und dann seine Menschen. Klar, nicht alle Berliner wohnen so. Aber die, die ich besucht habe... wow. Ich liebe Wohnungen. Ich wünschte, ich könnte alle Häuser aufklappen und hinein sehen. Ich liebe es, nach Einbruch der Dunkelheit durch die Straßen zu gehen oder zu fahren und in die Fenster zu sehen. Und diese Wohnungen, es waren zwei, in Berlin, waren großartig. Wunderschön. Inspirieriend. Es waren Wohnungen von kreativen Menschen einer Großstadt, teurer als meine, aber nicht viel und darum geht es nicht. Trotzdem machen sie sehnsüchtig, nach einer anderen Welt und inspirieren, wenn man da ist, will man sein Leben schöner machen, auf dass es sich so anfühlt, wie diese fremden Räume. Die Küche war rosa, sie hat die Fliesen einfach rosa gestrichen.
Sie ist toll, auch wenn es ihr nicht gut ging und ich nicht weiß, ob sie mich mag. Wenn sie Dinge nicht mehr braucht oder will, Bücher zum Beispiel, dann lässt sie sie in der Stadt liegen. Dieses Mal war es ein pinkes, billiges Badmintonspiel. "Nimm mich mit, ich will bei Dir sein" steht auf dem kleinen Zettel, mit dem zusammen sie es auf den Gehweg gelegt hat. In Berlin, irgendwo in der Innenstadt. Wer hat es gefunden?
im Re-Read
Samstag, 7. Oktober 2006
hi
Montag, 2. Oktober 2006
Notre Dame in der Höhe
Sonntag, 1. Oktober 2006
ach ja
So, die Entscheidung ist gefallen. Ich erzähl hier einfach nur die guten Seiten. Das darf ich, das ist nicht pfui. (Naja, ein bisschen schon, aber das kann ich ja weglassen, hihi.)
Womit soll ich anfangen? Ich bin durch den Wind. Ich habe 1000 Gedanken im Kopf, Dinge zum Aufschreiben, machen, sortieren, ich komme zu nichts. Waaah.
Ich kann in sein Küchenfenster gucken, wenn ich komme. Da stand er neulich und hat gekocht. Das tut er nämlich, mein Freund kocht. Aber wie. Tortellini hat er gemacht, ganz mit Hand. Für mich. Mit Liebe. Handgemachte Tortellini, ich war so gerührt.
Wir haben zusammen auf einer Hochzeit gesungen, mit dem Chor. Eine kirchliche Trauung, meine erste überhaupt. Schön. Und unecht, irgendwie. Zeremonien sind was komisches, heutzutage. Schön, wertvoll, irgendwie bedeutsam... und unecht, hölzern, sinnlos und lächerlich. Sowohl als auch. Oder war das schon immer so? Auf jeden Fall war es schön, seine Hand zu halten, da oben auf der Empore und dem Pastor zu lauschen, der über Liebe sprach und das Paar segnete. Und seine Hand zu drücken, bei dem ein oder anderen Satz.
Schön. Schön, zusammen Nickelodeon zu gucken (Was da für ein Scheiß kommt des Nachts! Genial! Warum habe ich das nicht längst schon mal gemacht? Wer kennt Invader Zim?) Oder im Bett zu frühstücken. Von einem großen blauen Tablett. Nachdem man vorher zurück ins Bett gescheucht wurde, weil man helfen wollte. Oder...
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