Entr'acte Gedanken, Erlebnisse, Zitate, komischer Humor... und der Rest von mir.

Einträge "Juli 2006":

Dienstag, 18. Juli 2006

Kerzenlicht mit Erdbeerduft

Es ist der letzte Tag vor der letzen Klausur. Schlafen und lernen sollte ich, vielleicht ein bisschen TV in den Lernpausen, vielleicht mal was kochen und dann wieder lernen und schlafen. Sollte ich.

Ich habe gekocht und gelernt. Und dann kam der Tenor, der nicht alleine sein konnte, mit seinen Gedanken und ich hab ihm meinen Abend geschenkt, bin zu ihm gefahren. Aus meinem Abend wurde meine Nacht.

Zugehört hab ich viel und versucht, die richtigen Fragen zu stellen. Stundenlang haben wir auf einer Decke auf dem Boden gelegen und das flackernde Licht der Kerze an der Decke beobachtet, oder die Sterne durch die Balkontür. Einfach dagelegen, ich im rechten Winkel zu ihm, ohne was zu sagen. "Wenn ich alleine hier liegen würde, würde ich mich einfach scheiße fühlen, dabei sagst du nicht mal was.", meinte er irgendwann. Um die Zeit hat er, haben wir uns nur noch flüsternd unterhalten, vielleicht wegen der Mitbewohnerin oder der Situation, ich weiß es nicht. Morgen ist meine letzte Klausur, heute sollte ich lernen und er wollte mich überreden, nach Holland zu fahren. Jetzt, jetzt gleich, mit dem Auto los. In 8 Stunden sind wir da, lernen kannst Du auch unterwegs, morgen sind wir zurück. Ich glaube fast, hätte ich ja gesagt, wären wir jetzt wirklich dort. Ich glaube, fast hätte ich ja gesagt.

Er hat gespielt, mit meiner Haarspange und meinen Haaren, er hat mich angesehen, fast jedes Mal wenn ich in dem mittelgroßen Bett neben ihm aufgewacht bin, und ja, es hat ein bisschen gekribbelt, mehr als ein mal, in mir drin.

Auf keinen Fall will er was anderes, als eine Frau, mit der er Kinder kriegen und alt werden möchte. Und ich? Ich will und kann nichts, was nicht richtig ist.

Was soll das nur werden? Wie viele solcher Nächte halten wir noch aus? Und wie viele Tage in Holland...?

Und trotzdem, fast schon müßig zu sagen, wie großartig sie war, wie intensif, wie lebendig, wie sehr Sommer und Jugend und einfach mein Leben. Die Nacht, in der ich eigentlich früh hätte ins Bett gehen sollen...

Montag, 17. Juli 2006

Hab ich das echt geschrieben vorhin? Mannomann...

Spannungsbogen

So gerne hätte ich in deinem Arm gelegen, neulich. Nichts hätte ich in diesem Moment lieber getan.

Und darf es nicht.

Manchmal kommt es mir so vor, als müsste ich nur die Hand ausstrecken und ich hätte das, was alle wollen. Was ich will. Eine Beziehung, eine richtige. Einen Mann, der kocht, der alles kann. Und mich liebt. Und mich liebt? Es wäre auch ganz einfach, alle anderen denken ja sowieso schon, dass wir zusammen sind.

Ich kann nicht. Ich darf nicht. Es ist nicht richtig. Ich bin verliebt, ein ganz kleines bisschen und nur phasenweise. Und prinzipiell, weil Du toll bist und ich in tolle Menschen immer ein bisschen verliebt bin. Aber auf keinen Fall genug, auf gar keinen Fall. Wir gehören nicht zusammen, es ist nicht richtig. Und mit weniger als richtig darf ich mich nicht zufrieden geben, nie würde das gut gehen, niemals.

Und deswegen, weil es nicht richtig ist und deswegen aller Schmerz, der daraus entstehen würde vorhersehbar ist und vermieden werden muss, darf ich nicht, dürfen vielleicht wir nicht, was wir wollen.

Jemand. Arme um uns rum. Wärme und so. Darum geht es doch. Wärme, endlich wieder. Dass wir uns großartig verstehen, dass wir auf irgendeine Weise schon zusammen passen, ist sekundär. Ist mehr Hindernis als Grund, wenn es nicht so wäre, würden wir ja nicht so viel riskieren, wenn wir unsere Freundschaft aufs Spiel setzen.

Es ist nicht richtig und an manchen Tagen ist es undenkbar und in weiter Ferne, an anderen widerrum... Und gerade dieser eine Tag, diese späte Nacht, in der Du erzählt hast, von ihr und von Euch und natürlich von Dir... Ich habe Dir so gerne zugehört, sind es doch genau diese Gespräche, die uns zu dem gemacht haben, was wir sind. Ich liebe diese Gespräche, von denen ich damals schon dachte, ich hätte sie verloren. Wie Du von einer alten Liebe erzählt hast, eine wundschöne Geschichte. Die schönste, die ich seit langem gehört habe, gerne würde ich sie hier wiedergeben und fürchte, ich würde sich nicht hinkriegen. Versuche ich es? Vielleicht in einem anderen Eintrag...

Vielleicht steuern wir darauf zu. Vielleicht passiert das mit uns irgendwann. Vielleicht bekommen all die anderen ihre Möglichkeit zu frohlocken, sie hätten es ja gewußt. Vielleicht, ganz vielleicht, ist es dann sogar richtig, vielleicht wird es das mit der Zeit. Die Liebe auf den ersten Blick habe ich erlebt, ohne vorher an sie geglaubt zu haben und unschön ist sie auseinander gegangen. Warum also nicht so, waurm nicht ganz langsam? Vielleicht. Irgendwann.

Klicke ich jetzt auf Absenden? Was, wenn er mich findet? Das hier ist geheim, das denke und schreibe ich nur, das sage ich nicht. Mit uns wird es langsam kompliziert, denn das hier, das ist geheim. Gesendet und gedeutelt wird alles nur verschlüsselt, alles ist verworren, in Nebensätzen werden Botschaften vermutet, vielleicht ist alles nur meine kranke Phantasie, vielleicht gibt es für ihn nur sie, die gegangen ist, oder gar keine. Oder es gibt mich. Ich habe nicht die leiseste Ahnung, was mir lieber wäre.


girls only

Wie blöd es doch ist, Toiletten für Männer und Frauen zu trennen. Schön, die Herren stehen am Pissoir, das kann ich ja noch verstehen, aber sonst, wo doch sowieso alle in ihren Kabinen verschwinden, ist es doch sinnlos, diese zu trennen.  Das Plätschern, das man hört, ist auch nicht anders, Plätschern von fremden Leuten, Händewaschen neben fremden Leuten, wo ist das Problem? Was soll das alles?
Dachte ich. Denke ich immer noch.
Und dann war das Männerklo abgeschlossen, neulich und lachend sagte ich dem jungen Mann, der ratlos vor der Tür stand, dass er dann eben die Damentoilette benutzen müsste. Und war merkwürdig befangen, als ich daraufhin in der Kabine neben ihm verschwand.

Komisch.

Vielleicht wirds nie wieder so schön

Strahlende Tage mit meinem Lieblingschor, ein malerisches Winzdorf und die Erfahrung, in einer schönen alten Kirche zu singen. 

Die Tage waren überschwemmt vom Sonnenlicht, das alles schön macht und strahlen läßt. Es ist so sehr Sommer. Was für ein Sommer.

Schon die Fahrt auf das kleine Dorf war für mich ein Glück. Ich liebe meine Stadt, aber viel zu selten kommt man aus ihr heraus und ist einfach auf dem Land, dem Land das doch mein Land ist, mit seinen Feldern und Bäumen und... naja, es sind hauptsächlich Felder mit Bäumen. Und Dörfer mit kleinen Kirchen. 

So auch dieses. Winzig. Provinziell. Malerisch, ruhig und entspannend. Eine andere Welt, einfach wunderschön. Und sehr Sommer. Und eine schöne Kirche, aus Backsteinen natürlich, aus dem 12. Jahrhundert, renoviert und wirklich hübsch innen. Und was für ein Klang, es ist ein Erlebnis in einer Kirche zu singen. 

"Einmal als ich ein Mädchen hörte, in einer Kirche irgenwo" ist meine Lieblingszeile in einem Lied von Gerhard Schöne. Ich hatte wieder Tränen in den Augen, als das Mädchen, die ich hier noch nie erwähnt habe, für welches mir jetzt, wo ich nach einem Spitznamen für sie suche nur Engel einfällt, nicht nur dieser Stimme wegen, ihr Solo sang. 

Vor einem Haufen mecklenburger Dorfbevölkerung aufzutreten, ist schon eine Herausforderung. Selbst wenn man selber Mecklenburgerin ist und weiß, dass unbewegte, um nicht zu sagen grimmige Gesichter nichts damit zu tun haben, wie ätzend und langweilig man das Dargebotene gerade findet. Im Gegenteil, gut waren wir, richtig gut eigentlich, fast durchweg und gut sind wir auch angekommen. Das hat uns nicht zuletzt der Junge mit dem Down Syndrom in der zweiten Reihe gezeigt, ganz verzückt lauschend und schwelgend. Schön, so ein Anblick.

Dannach gab es uns: Grillen, sitzen, Reden, Lagerfeuer, Singen. Ein Wochenende wie ein Traum. 


Donnerstag, 13. Juli 2006

Übersetzungshilfe

"Schöne Heckenrosen" denke ich, als ich an selbigen vorbei gehe. Und daran, dass der Fka mir mal eine geschenkt hatte, dem Beet vor unsere Schule entrissen, meinen schwachen Protest ("Neiiin... das arme Blümchen") missachtend, als unsere Beziehung noch sehr jung war. Und ich so glücklich. Nach Schulschluss Blümchen geschenkt kriegen. Zwei Blümchen waren es, fällt mir dann ein, eine Rose zum Einmonatigen und diese Heckenrose. Große Leistung. Die Rose verdanke ich einer gemeinsamen Freundin, die ihn dazu überredet hat.
"So was bräuchte eigentlich jede Beziehung", sinniere ich, während ich an den Heckenrosen, die heute in ihrer Erde stehen bleiben dürfen, vorrübergehe. Jemanden, der den anderen daran erinnert, ein guter Freund zu sein. Oder eine gute Freundin, am besten je vom anderen Geschlecht. Der dezente Hinweise gibt, worüber die/der Geliebte sich sicherlich freuen würde, warum der andere gerade allen Grund hatte, sauer zu sein, was man beim nächsten Mal besser lassen sollte. Und wann man Nachts in den Zug steigen und sich entschuldigen muss. Oder Blumen mitbringen. Anrufen, und fragen, wie es geht. Alles so was.
Jemand, der eingreift und erklärt, was gerade passiert ist, wenn die Herren der Schöpfung nur noch seufzen können, dass sie die Frauen nicht verstehen und diese schon am Telefon hängen und einer männerhassenden, obligatorisch dauerzustimmenden Freundin klagen, warum er denn nur so gefühlskalt und ignorant sein könne.
Klar, eine Beziehung sollte so jemanden nicht brauchen. Theoretisch. Aber im Ernst, wer kennt sie denn nicht diese Paare, die es ehrlich miteinander meinen und es trotzdem nicht gebacken kriegen? Wer hat denn keine Freundin, die einem mindestens einmal im Monat ihr leid klagt und man nur den Kopf schütteln kann? Und immer wieder sagen: "Gewiss meint er das nicht böse... er ist nur ein Trottel."
"Man sagt, wenn eine Frau liebt", so Niklas Luhmann, "dann liebt sie immer. Ein Mann hat zwischendurch zu tun." Und da hat man schon eine Quelle für die ganzen Probleme, da fängt das schon an. Ich war mehr als einmal froh, dass ich sie hatte, die dezente gemeinsame Freundin, mehr als einmal war ich ihr dankbar. Zugegeben, wenn ich ihren Job mal selber übernommen hätte, wer weiß, was das geändert hätte. Wahrscheinlich trotz allem nicht viel. Vielleicht sollte man sowas als feste Institution einrichten. Oder als Dienstleistungszweig. Ich suche ja sowieso noch nach Ideen, was ich mache, wenn das mit dem Studium doch nichts wird. 

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Ich bin die pfützenflitzende Fahrradamazone! 

Dienstag, 11. Juli 2006

Konzentrieren zwischen Bäumen und Fontänen

Ein letztes Mal "Analyse des textes", ein letztes Mal Jacques Brel. Die Klausur heute war für die meisten von uns freiwillig und hat sogar (vielleicht gerade deswegen) Spaß gemacht. Vor allem, als wir unseren Raum verlassen mussten, um dem resoluten Dozenten nach uns für seine Veranstaltung Platz zu machen (Ärgerlich, wenn so unsympatische Menschen völlig im Recht sind), aber noch nicht fertig geschrieben hatten. Was also blieb uns übrig (spontan freie Räume zu finden gilt bei uns als schlicht unmöglich), als nach draußen zu gehen, auf den Uniplatz und dort weiterzuschreiben, auf Bänken im Schatten der großen Bäume, mitten in der Fußgängerzone, die fröhlich und sommerleicht um uns herum pulsierte, mit ihren alten Damen, knatternden Motorrädern (Fußgängerzone? Okaaay...) Und so hatten wir unsere Blöcke auf den Knien und schrieben unsere Klausur in der ußgängerzone, heiter und grinsend, aber diszipliniert und ohne zu quatschen, selbst als Madame zum Bäcker verschwand, um Kaffee zu holen und später in einiger Entfernung zu uns bäuchlings auf dem Rasen lag.  

loswerd

Anzukommen und ein paar sinnlose, meist hohe Töne klimpern, wenn jemand gerade Klavier spielt, ihm in die Tasten zu greifen und dabei dämlich zu grinsen, wohmöglich noch einen "Guck mal, ich kann auch spielen" Spruch fallenzulassen, ist in meinen Augen das Letzte, ein Zeichen von fehlendem Niveau und Respekt, das ist nur blöd und einfach ein Armutszeugnis. Niemand muss andächtig schweigen und Gespräche unterbrechen, wenn in lockerer Runde oder Wohnsituation jemand eine Melodie anstimmt, aber diese ständige Demonstration von völlig abhandenem Gefühl, Verständnis und einfach Respekt für Musik geht mir einfach tierisch auf die Ketten. Lasst das!

Samstag, 8. Juli 2006

memento moments

Ich beginne damit, nicht mehr begreifen zu können, dass es ihn mal gab. Dass er mal real war. Normal. Ein sprechender Mensch, mit dem man reden und lachen konnte. Dass er mal mehr war, als der Schatten von Verrat und Schmerz. Ein richtiger Mensch, wie die, mit denen ich heute rede.
"Ich schwimme halt mit ihr immer noch auf einer Wellenlänge", sagt ein Freund über eine Exfreundin, "das heute war wie damals, als wir noch zusammen waren." Ich nicke und denke daran, als wir noch zusammen waren und an unsere Wellenlänge... und es ist weg. Natürlich ist es das nicht, da ist noch viel, Erinnerungen an einzelne Episoden, Erlebnisse, Momente. Aber Erinnerungen an uns, an uns allgemein, an unseren Normalzustand? Wie waren wir? Waren wir mal? 

Es gibt dieses Bild. Ein Glücksgeschenk, damals. Auf einer Party hat uns jemand unbemerkt mit meiner Kamera geknipst. Wir reden gerade, man sieht nur meinen Arm, nicht sein Gesicht. Dafür aber seins, wie er mir zuhört, sein Gesicht zu einem herzlichen Lächeln verzogen. Wie habe ich mich über dieses Bild gefreut, diesen Blick, der nur für mich war, eingefangen, da war Liebe drin und ein Moment. So kostbar. Das Bild ist immer noch schön. Auch wenn ich mir, als ich mir meine Version gebaut habe, einreden musste, dass es diese Liebe natürlich nie gegeben hat, in Wirklichkeit. Das Foto sieht aus, als wird es jeden Moment lebenig, als lacht er sein Lachen gleich zu Ende.  

Gerade dieses Bild, auf der er so lebendig ist, so wie in den lebendigen, alltäglichen Momenten, die ich zu vergessen anfange, macht den Kontrast deutlich. Er ist weg. Er ist ein Schatten. Er ist das, was passiert ist, was mir wehgetan hat, was falsch war. Er ist nicht mehr sein Lächeln, seine Mimik, seine Liebe. Die erst recht nicht, die ist gar nicht mehr, noch nicht mal mehr in der Vergangenheit. Er verschwindet also... langsam... wird irreal und wohnt doch drei Straßen weiter. Um so schmerzhafter, wenn die Wege sich kreuzen.

Donnerstag, 6. Juli 2006

Kassenbetrachtung

"Deine Fantasie möcht ich mal haben", sagte der Tenor mit einem kopfschüttelnden Lächeln, mehrmals schon. Ja, die ist super, meine Fantasie, aber so richtig hat sie mir heute auch nicht weiterhelfen können, bei der Frage, was zur Hölle die holländische Familie, vor mir an der LIDL-Kasse denn nur mit 13 Packungen à 4 Sicherheits-Steckdosenhüllen anfangen will, hier im Urlaub?  

Mittwoch, 5. Juli 2006

les larmes de la Madame

Mir fällt nichts ein, keine schöne Formulierung, kein höherer Zusammenhang, kein altkluger Spruch, kein gewonnenes Fazit. Ich weiß einfach nicht, in welcher Form ich es hier darstellen soll, dabei will ich doch erzählen, dass meine Dozentin geweint hat. Dass sie die Fassung verlor, als sie unseren Kurs verabschieden wollte, als sie sagen wollte, dass sie sich nicht sicher war, ob sie den Jacques Brel mit uns analysieren soll, weil sie ihn doch selbst so sehr mag. Und dann sind ihr die Tränen gekommen und ich habe noch weniger von ihrem Französisch verstanden, als sonst. Aber ich glaube, dass sie gesagt hat, dass sie ganz gerührt von uns ist, von unseren Ideen zu seinen Liedern, von unserem Umgang mit seiner Liebe, seiner Verzweiflung, seiner Kirtik, seinem Witz. "Auch wenn sie schlechte Noten bekommen haben [Bei Gott, das haben wir.]. was sie geschrieben haben, war ganz großartig." So irgendwie, jedenfalls. Stand sie da und weinte und wir wußten nicht, wohin wir gucken sollten.

So, Zusammenhang hab ich keinen gefunden, einfach nur so, aber das muss doch festgehalten werden.  

Sonntag, 2. Juli 2006

Wach auf!

Und wieder ein Abend versurft. Was soll das, ich habe Klausuren, ich habe ein Essay! Phae, was zur Hölle tust du hier? 

Max wer?

Wieso hatte ich eigentlich nie Homo Faber in der Schule? Wie peinlich ist das denn?

mädchengefühle

default

Das ist mir so noch nie passiert. Da hatte ich eben doch tatsächlich Tränen in den Augen, nur weil ich die Bilder* so schön fand. Alle. Dieses hier ganz besonders. Pasi heult, nur weil sie eine Seite mit schönen Bildern gefunden hat.

*: diese hier nämlich:
http://www.dethpsun.com/heavenly/starlight.html Angucken!

Strichmännchen an die Macht!

Hihihi.

Der Link, um den es geht:
http://www.theintarweb.org/content/Fun%20Stuff/Animator%20Vs%20Animation.swf (Liebes Edblog-Team. Der neue Editor ist wirklich ganz toll und vielen Dank, dass ihr das mit den Statistiken wieder hinbekommen habt. Aber das mit dem Links, das geht doch auch bald wieder? Nicht wahr...?)

So ähnlich, nur natürlich nicht animiert, habe ich als Kind manchmal gezeichnet und geträumt. Tue ich heute noch, von Zeit zu Zeit. Schön, dass andere das auch tun...

fast gespielt entnervt

"Wann merkst Du endlich, dass Du keine Romanfigur bist?"

 

Der Tenor in einer ICQ-Diskusion. Sehr passende Charakterisierung. Ich glaube manchmal, er hält mich auf eine interessante Art für naiv und bescheuert, völlig zu Hause in einer Traumwelt, die er nicht versteht. Keine Ahnung, ob er damit Recht hat, zu einem Teil bestimmt. Aber ich mag dieses Bild von mir. Vielleicht sollte ich diesen Satz das nächste Mal verwanden, wenn irgend ein Steckbrief eine Selbstcharakterisierung von mir verlangt.

Niklas Luhmann: Aber diese Argumentation bedarf natürlich der Verfeinerung, da die Kommunikationssysteme oft Personen thematisiseren und da das Bewusstsein sich daran gewöhnt hat, bestimmte Worte zu lieben, bestimmte Geschichten zu erzählen und sich so mit Kommunikation partiell identifiziert.

Gerade beim Recherchieren gefunden. Gefällt mir. Sehr.  

Der schöne Fremde

Wow, sah der gut aus, der Typ, der da zwei Tische neben der Tanzfläche gesessen hat. Gut, dass es ja moralisch nicht vertretbar ist, jemanden nur wegen seinens Aussehens anzusprechen, sonst hätte ich mich fast damit auseinander setzen müssen, dass ich mir so was nie im Leben trauen würde. Oder?

Ich glaube, seine Freunde haben mein Anstarren sogar mitbekommen. Der sah aber auch gut aus... Dunkle Harre, dunkle Augen, markante, dunkle Brauen. Viel mehr hab ich gar nicht mitbekommen, aber das alles war sehr ästhetisch zusammengestellt. Und intelligent hat er auch gewirkt, wie es so zugehört und gelächelt hat... 

Überhaupt, es gibt Orte in unserer schönen Stadt, da wimmelt es von schönen Menschen. Klar, die Uni, klar, die sind ja auch alle jung, da sieht man natürlich gut aus, die Natur denkt sich da schon was bei. Aber trotzdem, gestern Abend, in dem Caffee, das so schön orientalisch geschmückt ist, zu der guten, sommerlichen Musik... da waren die Herren optisch mal ganz klar in Führung. Hat man ja auch nicht immer. *schwärm* 

Samstag, 1. Juli 2006

unerträglich

"Das Drama eines menschlichen Lebens kann man immer mit der Metapher der Schwere ausdrücken. Man sagt, eine Last ist einem auf die Schultern gefallen. Man vermag sie zu tragen oder auch nicht: man bricht unter ihr zusammen, kämpft gegen sie, verliert oder gewinnt. Was ist Sabina aber wirklich zugestossen? Nichts. Sie hat einen Mann verlassen, weil sie ihn verlassen wollte. Hat er sie verfolgt? Hat er sich gerächt? Nein. Ihr Drama ist nicht das Drama des Schweren, sondern des Leichten. Auf Sabina ist keine Last gefallen, sondern die unerträgliche Leichtigkeit des Seins." (Aus "Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins")

Heute war wieder einer dieser unerträglich leichten Tage. Nichts passiert, nichts gemacht, Süßigkeiten und furchtbares Studenten-Fast-Food gegessen, an einem Essay gesessen, ohne etwas geschafft zu haben, Telefoniert, ohne was gesagt zu haben, zu viele Süßigkeiten, Kopfschmerzen. Dafür dass ich nichts geschafft habe, hätte dieser Tag auch netter sein können.

Es macht so hilflos, gegen die Kopfschmerzen bereits eine Tablette genommen zu haben, ohne dass sie sich beeindruckt zeigen. Dann ist man so ziemlich mit dem Latein am Ende, was bleibt denn dann noch?