Entr'acte Gedanken, Erlebnisse, Zitate, komischer Humor... und der Rest von mir.

Einträge "Juni 2006":

Donnerstag, 29. Juni 2006

Ein Griff in Klo

So ein Blog wirkt sich auf den Charakter aus, wie es wahrscheinlich auch eine eigene Zeitschriftenkolumne oder ein Roman tun würde. Alles wird in dem Moment, in dem es passiert nahezu unbewußt auf seine Eintrags-Eignung geprüft und daran gemessen. Mehr oder weniger. Das hat Vorteile. Um so ärgerlicher etwas ist, um so eine bessere Geschichte kommt dabei heraus. Und das widerrum hilft, sofern man sich rechtzeitig daran erinnert, den Ärger zu ertragen.

So habe auch eben, als mein Schlüsselbund eben unverhofft in die Toilette gefallen ist, durch die gerade spühlenderweise eine Menge Wasser geflossen ist (Zum Glück nur noch Wasser. *schüttel*) und ich mich, ehe alle Ebenenen meines Bewußtsein wirklich begriffen hatten, was da geschehen war, mit der Hand im Uniklo wiederfand, mit folgender Gedankenkette (so gut geordnet wie möglich, in Wahrheit lief das meiste er paralell):

1.) Gut, dass es nur noch Wasser war! (Optimismus ist eben meine vorrangige Charaktereigenschaft) 
2.) Oh mein Gott, ich hab ins Klo gefasst! (Hey, ich bin ein Mädchen...)
3.) Verdammt, so was passiert mir ständig (Wie ärgerlich...)
4.) Das kommt ins Blog... (Schnell den Ärger eindämmen...)
5.) Gut, dass es nicht das Handy war... (Optimismus rulez einfach)

Hinterher sind mir dann noch die Gedanken gekommen, dass es gut ist, dass man für andere unsichtbar auf Toilette geht und niemand sieht, was man da tut und dass es vielleicht was über meinen Charakter aussagt, dass ich da mal spontan hinerher gegriffen hab. Was genau, die Auslegung sei anderen überlassen...  

 

Mittwoch, 28. Juni 2006

weise

Ein kleiner Chat zwischen Pasiphae und dem Tenor 

        Der Tenor: du bist ja so weise manchmal...              

Phae: bin ich

Phae: in dem, was ich denke, nicht in dem was ich tue

        Der Tenor: wieso kombinierst du das nicht?

        Der Tenor: wieso denkst du nicht was du tust und tust was du denkst?

Phae: *freundlich* Wenn Du so nuschelst, Junge, kann ich dich nicht verstehen.

Current mood: Grinsend

Dienstag, 27. Juni 2006

où tu seras reine

Moi, je t'offrirai

    Ich werde Dir Perlen schenken 

des perles de pluie

    Perlen, gemacht aus Regen 

venues des pays

    Die aus Ländern kommen 

où il ne pleut pas   

    In denen der Regen nie fällt.

 

Aus Jacques Brel: Ne me quitte pas

In: Songstellen, die ich liebe  

Montag, 26. Juni 2006

Berlin... eine Soiree

Hinter mir liegt ein erlebnisintensives Wochenende in Berlin. Eine hm, nennen wir es angesehenen Adresse, eine große, Wohnung, Bilderrahmen, ein schwarzer Flügel, Eiswürfel in der Badewanne voll Getränke, Kunst, ein Kronleuchter. Hochkultivierte Menschen in sichtlich teuren Sommerkleidern, ein selbstgemachtes Buffet, ein Hauskonzert, kleine Ansprachen, die weder überzogen, noch lächerlich gewirkt haben und schon gar nicht deplaziert. Internationale Freunde, ein ständiger Mix von Deutsch, Französisch und Englisch. Eine andere Welt. 

Die Musik war großartig und wurde von welchen von uns gemacht. Drei junge Musikstudenten und die Lieder von Jacques Brel. Ein Cello, ein Klavier und Gesang. Es war wunderschön und mindestens ein Lied hat mir die Tränen in die Augen getrieben und ich glaube, nicht nur mir. Zugegeben, das lag an der Musik und den Erinnerungen, die sie hervorgerufen hat.

Dann gab es Tanz. Der war dann eher von der Kulturenvielfalt als dem gehobenen Niveau des Abends bestimmt, kein steifer Standard, sondern südliches Temperament. Aber hallo. Uns deutschen, jungen Menschen, die wir doch in den Clubs kein Blatt vor die Hüften nehmen, sind ganz schön die Augen aufgegangen und als wir endlich wagten, uns der wogenden Masse anzuschließen, waren die Damen aus den fernen Ländern schon gut bei der Sache.

Auf der Rückfahrt, mit der S-Bahn durch Berlin, zurück in eine andere Welt, war ich glücklich. Das waren wir alle, um die Wette gestrahlt haben wir. Ich habe damit nicht mehr aufgehört. Aus dem Fenster gesehen und gegrinst. Lange.

Ich habe an diesem Abend jemanden getroffen, Meinen Lebenstraum. Der kannte ich vorher gar nicht, ganz flüchtig war er immer nur zu sehen, zu ahnen. Aber an diesem Abend, da habe ich ihn gesehen. So eine Wohnung, hat er gesagt, so eine Wohnung will ich auch. Die mir Platz lässt und die ich schön machen kann. Das will ich tun. Und ich will solche Menschen. Freunde aus anderen Ländern und viele Sprachen in meinen Räumen. Ich will Kunst und Wände voller Bücher haben. Und ich will einen Flügel im Wohnzimmer haben und ich will, dass er benutzt wird. Ich will eine gute Gastgeberin sein, Freunde einladen, Konzerte veranstalten. Ich will Musik und Kultur, Sprachen und Gedanken, aus denen großartige Gespräche gemacht werden und Liebe, Freundschaft, Lachen. Nicht zu vergessen den charismatischen, gebildeten, gewinnenden Ehemann, der so verliebt mit ihr getanzt hat. Will ich wirklich ein kleiner Snob werden? Ich?

Wohl kaum. Aber ich habe mich so lebendig gefühlt, so großartig an diesem Tag. Gerne bin ich zurück gekehrt, in meine kleine, unaufgeräumte Studentenbude. Mein Leben, so chaotisch und ungeordnet ist, im Moment. Meinem kleinen E-Piano, auf dem ich immer die gleichen Lieder spiele, den Yann Tiersen, den ich mir Kleinarbeit erarbeiten musste. Zu meinem versifften, kleinen Lieblingsclub, zu meinen Rockkonzerten von mehr oder weniger bekannten, lauten Bands und meinen begeistert springenden Freunden. Zu meinen großartigen Freunden, die alle die selbe Sprache sprechen und mit denen wir auch Musik machen. Kein Jacques Brel. Aber die Lieder aus Das Ding, mit Klavier und Gitarre und Gesang, das Ärzte Songbook und mein geliebter Chor, wo jeder mitmachen und nicht selten jemand gut singen kann und der einfach Spaß macht. Ich liebe mein Leben, so wie es ist. Aber vielleicht, vielleicht, wird es irgendwann so werden. Vielleicht bin ich eines Tages die Gastgeberin...

Platz ist in der kleinsten Hütte, ich weiß. Ich bin näher dran, als ich vielleicht glaube. Glück ist soviel mehr als eine große Wohnung und ein Flügel. Glück ist hier. Ich weiß. Aber zum glücklich sein gehört auch, vom Glück zu träumen...

 

Currently playing: Jacques Brel
Current mood: Glücklich

doremi

Dinge, die mich glücklich machen. Ich habe ein Leben, in dem es mehrere Menschen gibt, die immer eine Stimmgabel dabei haben. In ihrer Hosentasche, in ihrem Stiftekästchen... da habe ich sie heute blitzen sehen, bei meinem Banknachbarn in einem Seminar. So will ich meine Welt dachte ich und hab minuten lang gegrinst

Mittwoch, 21. Juni 2006

eine große Familie

Ich habe über mein Blog Dutzende von Menschen kennen gelernt, von denen einige Freunde geworden sind. Außerdem glaube ich, dass Blogs die größte Partnerschaftsbörse sind, die man im Internet finden kann. Die Blogszene verlinkt sich quasi auch gerne bis ins Bett hinein.*

Na... da geht doch noch was. Ich freu mich drauf. 


~*~ 

* (http://don.antville.org/stories/1415728/ - hier gefunden, Edblogs ist anscheindend gerade im Umbau und die Linkfunktion geht nicht... )

 

 

Dienstag, 20. Juni 2006

Sommer

Das war so ein Tag (Huch, neue Editorenoberfläche), an dem man laut singend und mit flatterndem Röckchen durch die Straßen radeln wollte. Gut, dass ich genau das gemacht habe.

Murphy lebt. Wenn einem der kelbrige Deckel von der Eiscremepackung herunterfällt, fällt er
1) mit der klebrigen Seite nach unten und
2) landet er auf der Katze.

 

Vivant bien et très proche

Zack, ein kleiner Rückschlag. Meine Mitbewohnerin hat ihn in der Stadt getroffen, hat sie mir gestern erzählt. Schöne Grüße von ihm. Sein Kater ist tot. Aber es geht ihm sonst gut, vielleicht geht sie mal wieder zum Fernsehgucken bei ihm vorbei. War ja schön, damals, die gute alte Zeit... Als sie seine Nummer checkt, so erzählt sie mir, sieht sie, dass er noch unter meinem Namen eingespeichert ist. Er lacht und sagt, das sei nicht schlimm, er könne sich ja die nächste wieder mit meinem Namen aussuchen. Recht hat er, das kann er, denke ich, als ich das höre, da jemanden zu finden, das wird nicht schwer. Nur jemanden, der ihn so liebte wie ich, den findet er wohl nicht so schnell. Vielleicht nie.

Denke ich im Bad, vor dem Spiegel. Denke an L. und wie sie mir das alles erzählt, strahlend. Warum sie mir so was erzählt. So, wie sie es tut. Der gute alte Fka. Aber es war ja auch L., die zwei Tage nach der Trennung zu mir kam und meinte, ich müsse mir unbedingt mal Lied Nummer 10 von der Fettes Brot CD anhören, dass hätte ihr Freund ihr vorgespielt, nur für sie. "Ich liebe all deine Marotten". Zwei Tage nach der Trennung. Na, hauptsache, sie hat Spaß.

Ein kleiner Schock. Fka est vivant, il va bien et il vit a Rostock. Ein richtiger Mensch, mehr als der Schatten, der er geworden ist, mehr als der Mist, den er gebaut hat. Verdammt. Das hätte ich fast vergessen. Hätte ich lieber auch...

Montag, 19. Juni 2006

spät

Ich habe gestern das erste Mal in meinem Leben bis Nachts um Drei an einem Referat gesessen. Dafür lief der Tag heute eigentlich ganz gut. Die Arbeit gestern auch. Ich habe tatsächlich ab nachts um 11 eine Hochphase... das war mir vorher gar nicht bewußt gewesen.

Das war er auf jeden Fall wert, der Tag auf dem Rad in der Sonne mit dem Tenor bei den Eltern. Ja, ich habe den Jungen, in den ich nicht verliebt bin, zu meinen Eltern geschleift. An einem Familiensonntag. Was die jetzt denken? Was er jetzt denkt? Ob ich jemals vorher nachdenke?
Ich muss ins Bett. War spät gestern.

Tomatenmozarella

Tütentomatensuppe ist echt ein Zeichen von Hilfslosigkeit, dachte sie, als sie die Kleckse mit der Hand vom Herd wischte und in Ermangelungs eines Topflappens die zerknüllte Tüte nutzte, um den heißen Topfgriff festzuhalten. Sie goss sich eine Portion aus dem Topf in eine weiße Schale und stellte ihn zurück auf den Herd. In Ermangelung von frischen Kräutern streute sie ein paar Herbes de la Provence darüber und gab  in Ermangelung echter mütterlicher Zuneigung etwas Kaffeesahne hinein.

Samstag, 17. Juni 2006

Das Date am Strand

Ich lebe noch.

Ich frage mich, was mit mir los ist. Warum denke ich, dass ich mit "dem lieber nicht alleine an dunkle Orte" gehen würde und komme dann doch mit in seine Wohnung? Warum erzähle ich dem so viel, nur weil er fragt? Wieso bin ich so unvorsichtig? Wenn mir jemals was passiert, wie soll ich denn dann damit klarkommen, dass ich es wirklich hätte verhindern können, wenn ich meinen gesunden Menschenverstand nicht nur zulassen, sondern auch mal dannach handeln würde?

Es scheint immer diese Differenz zu geben, zwischen dem, was Phae denkt, was die richtige Lösung ist und dem, was sie dann tut.

Wobei ich schon aufgepasst habe und ganz wachsam war. Und es war wirklich interessant, das Gespräch. Die Gespräche eigentlich, wenn man das mal thematisch betrachtet.

Eine schöne Redeweise hat er gehabt, manchmal. Von einer großen Liebe hat er erzählt und dem Blick in ihre Augen in besonderen Momenten. "Das waren Blumen aus Eis", hat er gesagt und ich habe auf das Meer gesehen und mich wunderbar gefühlt, in dem Moment. Ich habe ein Leben, in dem Menschen solche Dinge sagen.

Also, viel gelernt, hab ich gestern. Was genau, das weiß ich noch nicht, zumindest nicht vollständig, aber es war ein erfahrungshochgeladener Abend.

Und was mache ich jetzt, wenn mich das nächste Mal einer fragt?

PS: Kleine Anekdote am Rand. Da sitzen wir, auf unserem Deckchen am Strand, ein bisschen geschützt zwischen den einsamen Strandkörben. Zwei Wachtmänner kommen auf uns zu. Und bitten uns, 3 Meter weiter nach vorne zu gehen, die Strandkorbbesitzer hätten das nicht gerne, wenn man sich dort aufhalte, während keiner da ist.
Wir haben den Kopf geschüttelt, gelacht, "willkommen in Deutschland gesagt und sind, samt Decke weiter nach vorne gezogen. Und aus Rache und naturgegebener Notwendigkeit eine halbe Stunde später im blickdichten Körbedschungel unser Geschäft verrichtet. Liebe Touristen, ich kann nur für mich sprechen, aber lasst doch vor dem nächsten Regen Eure Kinder lieber nicht bei dem hellblauen Strandkorb hinten mittig, eher links spielen. Ich weiß, die sind da fast alle blau, also sucht euch lieber einen anderen. Und kommt bald wieder, MV braucht Euch. Dankeschön.

Donnerstag, 15. Juni 2006

Die Sache mit den Dates

Ich wurde gerügt.

Ich werde morgen ausgehen. Dabei denke ich, dass da nichts draus wird. Das habe ich vor Monaten schon einmal gemacht, da habe ich hier nachgefragt, ob das okay ist, sowas.

Aus dem Date von damals (es war der Zoojunge) ist natürlich nichts geworden. Und ich hab das auch geklärt gehabt. Eben hab ich meinem Date von damals von dem Date von heute erzählt. Und voll Mecker wegen meiner "komischen Masche bekommen", das wäre nicht richtig, Männer hätten schließlich Erwartungen, wenn ein Mädchen zusagt.
Ja Danke, da ist er an die richtige geraten. Ich hab ihn dann gleich in Grund und Boden geredet und er hat klein beigegeben, wir haben unsgeeingt, dass das alles nicht ganz einfach ist. Jetzt unterhalten wir uns richtig gut, gerade.
Aber ich bin mal wieder nachdenklich. Darf man auf Dates gehen, wenn man keine Perspektiven sieht? Wie ehrlich sollte man da sein? Wie macht man das richtig? Oder haben Männer das verdiehnt, die haben das Spiel schließlich erfunden...

Ich bin verwirrt.


sonnencremeküsse

Ich liebe es, dieses Sonnencremegefühl. Heute wird es warm, hab ich morgens gedacht und mich eingecremt. Auf manche Sachen muss man achten. Naja, stimmt schon, aber in Wirklichkeit war ich nur stolz, mir endlich Sonnencreme gekauft zu haben. Ganz selbst. Ich werde groß. Antimückenspray brauche ich auch noch, für meinen eigenen Haushalt.

Egal, das Sonnencremegefühl hat den ganzen Tag angehalten, hat gut gerochen und sich gut angefühlt, hat mit der Sonne zusammen einen wunderschönen Tag auf meine Haut gestreichelt. Es ist Sommer.
Currently playing: Wise Guys - Radio
Current mood: :)

Montag, 12. Juni 2006

Schenk mir noch ein kleines bisschen - parle moi d\'amour

Eine Sms.

"Er hat gesagt, dass er mich mag. Und jetzt geh ich ins Bett."

Mein Leben ist wie ein Roman. Manchmal sogar wie ein Roman, den ich schreiben würde. Ich bete für Euch, liebste M. Für Dich vor allem und für Euch.

Und ich gehe jetzt auch ins Bett.

Zur Lage der Situation

Hinter mir liegt ein großartiges Wochenende. Voll von Sonne, Urlaub, großartigen Menschen und jeder Menge Musik. Ich habe im Oktober eine Sache sehr richtig gemacht. 

Sogar am Lagerfeuer haben wir gesessen, es gab eine Gitarre und es gab Gesang. Was für ein Klischee. Das ganze Wochenende war großartig kitschig. Allein schon das Wetter. Und der Nachmittag heute. Die Arbeit Arbeit sein lassen und mit Fahrrädern an den Strand. Dankeschön. :)

Der Tenor hat mich wieder lieb. Mal gucken, wie es mit dem Vertrauen jetzt aussieht, auf beiden Seiten, mal gucken, wie alles weitergeht. Ein bisschen vorsichtig waren wir miteinander, ein bisschen aufgepasst, wo man anfasst und wie doll. Ich rede hier übrigens kein Stück von Körperkontakt.
Ich glaube, ich weiß jetzt, dass ich nicht in ihn verliebt bin. So gut wie sicher. (Ich könnte jetzt auch sicher schreiben. Aber die, die "sicher" schreiben, heiraten den Kerl dann immer am Ende vom Film. Also so gut wie. Das ist einfach glaubhafter.) Ich weiß, dass ich Freundschaft will. Wirklich will. Ich bin hinter ihm gefahren, durch die Sonne und den guten Geruch der Tages und hab gedacht, wie gerne ich ihn mag.

Bitte, darf ich das behalten, an das Helden-Lieb hab ich gedacht und es heute gleich gehört. Das war mal dem Fka gewidmet. In den Kontext passt es auch besser rein, aber ich hab es mir heute in mein neues Leben geholt, hab es entweiht und jetzt ist es wieder offen für neue Zusammenhänge. So macht man das.

Jaja, der Tenor hat mich wieder lieb und durch den ganzen Streß mit dem Tenor ist der Fka ein gewaltiges Stück in den HIntergrund gerutscht. Damit ist alles gut, zumindest erst mal ein bisschen, in privater Hinsicht und in Realation zu den letzten Tagen. Was waren die aber auch scheiße.



Freitag, 9. Juni 2006

Auf Entzug

Blöde Bibliothek. Schon wieder habe ich mir ein Buch mitgenommen, das ich einfach interessant fand, dabei hab ich in den nächsten Wochen echt keine Zeit, das zu lesen. Immer das gleiche. Das ist, wie ins Schlaraffenland zu kommen, wenn man auf Diät zu sein. 

*sehnuchtsvoll das Buch anguck* Menno...

PS: Es ist übrigens "Asterix und seine Zeit", eine Altertumswissenschaftliche Auseinandersetzung.
Ich - will - das - jetzt - lesen...
Currently playing: Der Glöckner von Notre Dame
Current mood: sehr hungrig

Mittwoch, 7. Juni 2006

Der Schrei

Heute in der Uni. Wir sitzen im Seminar, die Sonne scheint herein, es plätschert so vor sich hin... Ein Komilitone drängt sich durch die engen Sitzreihen hindurch, zur einzigen Tür. "Der hats aber eilig, hat wohl sehr reifes Obst gegessen", denke ich noch und vergesse ihn sofort, widme mich dem Plätschern zurück.
Ein Schrei, laut, urig und archaisch dringt durch den Flur zu uns, aus voller Kehle, ein richtier Schrei, alle erschrecken wir, erstarren, sehen uns an. Was ist los?
"Sieh mal einer nach, ob er noch röchelt", bemerkt unser Prof, selbst ein bisschen urig, trocken und wir lachen. Angespannt, es bricht aus uns heraus. Sehen uns an. Was ist da los? Keiner geht.

Da merkt man erst mal wieder, was das ist, so ein Schrei. Wie selten man so was hört. Nicht der eine Punk der auf dem Platz nach dem anderen brüllt, oder das Mädchen, das quiekt, weil ihr Freund sie einfach im Spiel hochhebt und davonträgt. Ein richtiger Schrei. Da denkt man doch wieder, wie gut, dass wir nicht im Krieg leben, wo man solche Geräusche, solche echten Geräusche, die richtig aus dem Inneren von Menschen kommen, womöglich öfter hören muss.

Was war, weiß ich nicht. Ich hatte Angst, dass etwas telefonisch erfahren hat, jemandens Tod vielleicht. Aber er kam dann wieder rein und sah so nicht aus. Vielleicht, denke ich, vielleicht hat er gerade ein Kind bekommen. Das würde mir gefallen. Dann hätte er auch gerne bei uns drinnen schreien dürfen.

tiefgezielt

Auch wenn es sonst keiner ist, ich bin stolz auf mich. Nach fünf Tagen habe ich das Schweigen gebrochen und bin auf ihn zugegangen. Habe den Konflikt gesucht. Die Aussprache. Jaa, Phae ist ein gutes Stück größer geworden, in letzter Zeit.

Ich glaube, ich hab ihn verloren.

Ich habe mich seit der Grundschule nicht mehr so mit jemandem gestritten. Das war kein Konflikt, das war ein Streit. Zivilisiert und unsachlich, über der Gürtellinie und mehrmals mitten in die Magenkuhle. Tja, das Vertrauen ist weg. Ich habe getan was ich konnte und ich glaube, ich habe ihn verloren.

Naja, ich geh dann mal ins Bett, wenn ich Lust habe, kann ich ja da drüber nachdenken, ob es mir nur so vorkommt, dass alles schief läuft oder warum ich mir schon wieder weh tun lasse. Und sobald ich wieder Zeit habe, werde ich meiner großartigen M. in aller Ausführlichkeit davon vorheulen. Wenn schon Verachtung, dann will ich sie auch verdiehnt haben.



Dienstag, 6. Juni 2006

dermitder

So einfach ist das also. Ich habe mal wieder ein Date... am Freitag, mit dem Typen aus dem PC Pool, neulich. Mit mir ein Date zu bekommen ist aber auch nicht schwer. Ich sage zu, ich gehe hin und ich denke von Anfang an, dass das nix werden wird. So auch diesmal...

Aber vorher schreiben wir Mails, was mir ganz recht ist. Ein bisschen unheimlich ist er mir irgendwie, und so kann ich mir ein Bild von ihm machen. Und jetzt hat er mich. So ein kleines Detail nur, eine Kleinigkeit und ich bin begeistert. Natürlich denke ich immer noch, dass er zu alt ist und das nichts wird. Aber eben hat er große Pluspunkte gemacht. Er scheint jedesmal anders zu unterschreiben und eben schloss er mit einem einfachen "dermitder".

Und Phae sitzt lachend vor dem Computer und findet ihn einen Moment lang toll, den mysteriösen Fremden, der jetzt auch einen reräsentativen Spitznamen in diesem Blog hat. Ja, liebe Männer, kratzt Euch ruhig an der Stirn, ich weiß auch, dass das nicht unheimlich viel Kreativität erfordert. Toll ist es trotzdem - so macht man das!

Kleine Prinzessin im Bad

Ein bisschen, so kam mir heute Morgen der Gedanke, sind die Liebe oder einfach das Leben wie Haarebürsten...

Meine Eltern sind praktische Menschen. Deswegen hatte ich als Kind immer einen Topfhaarschnitt, der war pflegeleicht. Und sie beteuern noch heute, dass sie ihn wirklich niedlich und hübsch fanden. Was er natürlich nicht war, ich sah lächerlich aus. Deswegen wollte ich, sobald ich mit dem selbst Denken annähernd angefangen hatte und das selbst Entscheiden immer greifbarer wurde, auch lange Haare haben. Wie die Prinzessinen. Das ganze muss recht traumatisch gewesen sein, denn lange Haare habe ich noch heute und außer Spitzen schneiden darf damit nichts gemacht werden. Also lange Haare. Dann ging der Streß los. Ich wollte zwar aussehen, wie die Prinzessinen, war mir aber noch nicht darüber bewußt, was die Damen alles dafür tun mußten. Kämmen tat mir weh, den Fön habe ich gehasst und kämmen nach dem Waschen, wenn sie nass waren, das ging mal gar nicht. Meine armen Eltern hatten es nicht leicht...

Ich hab mich heute beim Haare bürsten beobachtet. Wie routiniert das ist, ich weiß genau, was ich wann wo mit meinen Händen machen muss, um überall ranzukommen, um jede Sträne zu erwischen. Ich habe gelernt, das Ziepen zu ertragen, ich merke es nicht mal mehr und wenn es doch zu schlimm wird, habe ich genau gelernt, wie ich die Haare festhalten muss, damit die Kopfhaut nicht schmerzt. In anderen Dingen komme ich jetzt auch klar, den Fön kann ich immer noch nicht leiden, ich benutze ihn einfach nie (Nein, ich bin davon noch nie krank geworden, liebe Mütter) und meine Haare werden nur gekämmt, wenn sie trocken sind. Alles ganz einfach also. Gott, habe ich damals im Bad geheult.

Mit dem Leben und mit der Liebe ist das genauso. Muss man alles lernen. Tut alles weh. Aber da kommt man mit klar, man kann sie irgendwann automatisch so anfassen, dass es nicht mehr ziept. Und ein bisschen ist es noch drin, ein kleines bisschen: ob Liebe oder Haare - ich will die Prinzessin sein.

Montag, 5. Juni 2006

Das kleine Bild

Das sind so Moment im Leben, wenn man ganz nebenbei, zwischen zwei Sätzen, erfährt, dass der Ex-Ex-Freund das kleine Bild, das man ihm damals, vor über drei Jahren (Drei Jahre und wie viele Leben?) schnell gekritzelt hatte, noch immer hat und es mit seinem Ausweis mit sich herum trägt. Drei Jahre. Und das bei jemandem, der sich per Sms von seinen Mädchen trennt... 

Sonntag, 4. Juni 2006

Glück und Sonnencreme

Jeden Tag eine gute Tat. Es ist wahrscheinlich unklug, hier beide Texte gleichzeitig zu posten, weil sie bestimmt niemand beide lesen wird. Egal, ihr seid erwachsen, ihr macht das schon.

Ich arbeite gerade an dem Thema Glück. Und bin auf zwei Texte gestoßen, die ich hier mal weitergeben möchte. Eigentlich bin ich nur auf einen Text gestoßen, an den anderen habe ich mich nur erinnert, als ich ihn gelesen habe. Der andere liegt, mit Schreibmaschine auf ein Stück Pappe getippt, im Haus meiner Eltern, mein Vater hat ihn vor Jahrzehnten mal abgeschrieben, von woauchimmer er den Text gefunden hat.

Hier ist er.  Er hat keine Überschrift.

Gehe ruhig und gelassen durch den Lärm und die Hast und sei des Friedens eingedenk, den die Stille bergen kann. Stehe ohne Selbstaufgabe in freundlicher Beziehung zu allen Menschen.

Äußere deine Wahrheit ruhig und klar und höre anderen zu, auch den Geistlosen und Unwissenden, auch sie haben ihre Geschichte.

Meide laute und aggressive Menschen, sie sind eine Qual für den Geist. Wenn du dich mit anderen vergleichst, könntest du bitter werden und dir nichtig vorkommen, denn immer wird es jemanden geben, größer oder geringer als du.

Freue dich deiner eigenen Leistungen wie auch deiner Pläne. Bleibe weiter an deiner eigenen Laufbahn interessiert, wie bescheiden auch immer. Sie ist ein echter Besitz im wechselnden Glück der Zeiten. In deinen geschäftlichen Angelegenheiten lasse Vorsicht walten, denn die Welt ist voller Betrug. Aber dies soll dich nicht blind machen gegen gleichermaßen vorhandene Rechtschaffenheit. Viele Menschen ringen um hohe Ideale, und überall ist das Leben voller Heldentum. Sei du selbst, vor allen Dingen heuchle keine Zuneigung. Noch sei zynisch was die Liebe betrifft; denn auch in Angesicht aller Dürre und Enttäuschung ist sie doch immerwährend wie das Gras.

Ertrage freundlich und gelassen den Ratschluss der Jahre, gib die Dinge der Jugend mit Grazie auf. Stärke die Kraft des Geistes, damit sie dich in plötzlich hereinbrechendem Unglück schütze. Aber beunruhige dich nicht mit Einbildungen. Viele Befürchtungen sind Folge von Erschöpfung und Einsamkeit. Bei einem heilsamen Maß an Selbstdisziplin sei gut zu dir selbst. Du bist ein Kind des Universums, nicht weniger als die Bäume, Sträucher und Sterne, du hast ein Recht hier zu sein. Und ob es dir bewusst ist oder nicht: Zweifellos entfaltet sich das Universum wie vorgesehen. Darum lebe in Frieden mit Gott, was für eine Vorstellung du auch immer von ihm hast und was immer dein Mühen und Sehnen ist. In der lärmenden Wirrnis des Lebens erhalte dir den Frieden mit deiner Seele. Trotz all ihrem Schein, der Plackerei und den zerbrochenen Träumen ist diese Welt doch wunderschön. Sei vorsichtig. Strebe danach, glücklich zu sein.

(Aus der alten St. Pauls Kirche, Baltimore 1632)   
   


So. Der zweite Text ist auch schön, aber noch weniger harte Kost. Gefunden habe ich ihn hier, aber damit Ihr nicht so weit laufen müsst... Bitteschön. =)

Benutzt Sonnencreme
von Mary Schmich

   
  

Wenn ich Dir nur einen einzigen Rat für Deine Zukunft geben dürfte, dann wäre es: Sonnencreme. Die Langzeit-Vorteile von Sonnencreme sind wissenschaftlich erwiesen, wohingegen der Rest meiner Ratschläge lediglich auf meiner eigenen, verwickelten Lebenserfahrung beruht. Diese Ratschläge werde ich jetzt geben.

Genieße die Macht und die Schönheit Deiner Jugend - wobei: Du wirst die Macht und die Schönheit Deiner Jugend nicht begreifen, bis sie verschwunden sind. Aber glaube mir: in 20 Jahren wirst Du Fotos von Dir anschauen und dann auf eine Art und Weise, die Du jetzt noch nicht begreifen kannst, realisieren, welche Möglichkeiten Du damals hattest und wie fabelhaft Du wirklich aussahst. Du bist nicht so fett wie Du glaubst.
Macht Dir keine Sorgen über die Zukunft. Oder mach sie Dir, aber wisse: sich Sorgen machen ist genauso effektiv wie der Versuch, eine algebraische Gleichung durch das Kauen von Kaugummi zu lösen. Die echten Probleme in Deinem Leben werden Dinge sein, über die Du Dir mit Deinem sorgenzerfressenen Gehirn niemals Gedanken gemacht hast, Dinge, die Dich unerwartet an einem ruhigen Dienstag um vier Uhr nachmittags treffen.

Mache jeden Tag etwas, wovor Du Angst hast.

Singe.

Gehe niemals fahrlässig mit den Herzen anderer Menschen um. Meide Personen, die fahrlässig mit Deinem Herzen umgehen.

Benutze Zahnseide.

Verschwende keine Zeit mit Eifersucht. Du wirst mal vorne liegen und mal hinten. Das Rennen dauert lange, und im Endspurt bist Du Dein einziger Gegner.

Erinnere Dich an jedes Kompliment. Vergiss die Beleidigungen. Wenn Dir das gelingt, sage mir, wie Du es machst.

Hebe Deine alten Liebesbriefe auf. Wirf Deine alten Kontoauszüge weg.

Mache Dehnübungen.

Fühle Dich nicht schuldig, wenn Du nicht weißt, was Du mit Deinem Leben anfangen sollst. Die interessantesten Menschen, die ich kenne, hatten mit 22 keine Ahnung, was sie mit ihrem Leben anfangen sollten. Einige der interessantesten 40jährigen, die ich kenne, wissen es immer noch nicht.

Nimm genug Calcium. Achte auf Deine Knie. Sie werden Dir fehlen, wenn sie nicht mehr funktionieren.

Vielleicht wirst Du heiraten, vielleicht auch nicht. Vielleicht wirst Du Kinder haben, vielleicht auch nicht. Vielleicht wirst Du Dich mit 40 scheiden lassen, vielleicht wirst Du am 75. Hochzeitstag den "Ententanz" tanzen. Was auch immer Du tust, beglückwünsche Dich selbst nicht zu sehr oder beschimpfe Dich. Deine Entscheidungen sind zur Hälfte Zufall, wie bei allen anderen auch.

Erfreue Dich an Deinem Körper. Gebrauche ihn auf jede erdenkliche Weise. Habe keine Angst vor ihm, oder davor, was die Leute darüber denken. Er ist das größte Instrument, das Du jemals besitzen wirst.

Tanze, auch wenn es nur zu Hause in Deinem Wohnzimmer ist.

Lies die Wegweiser - auch wenn Du sie nicht befolgst.

Lies keine Schönheitsmagazine. Sie werden nur bewirken, dass Du Dich hässlich fühlst.

Lerne Deine Eltern kennen. Du weißt nie, wann sie für immer gegangen sein werden. Sei gut zu Deinen Geschwistern. Sie sind die beste Verbindung zu Deiner Vergangenheit und die Menschen, die in der Zukunft am ehesten zu Dir halten werden.

Begreife, dass Freunde kommen und gehen, aber mit ein paar davon solltest Du verbunden bleiben. Arbeite hart daran, Entfernungen geographischer oder sozialer Art zu überbrücken, denn je älter Du wirst, desto mehr brauchst Du die Menschen, die Du gekannt hast, als Du noch jung warst.

Lebe einmal in New York, aber ziehe fort, bevor es Dich hart macht. Lebe einmal in Südkalifornien, aber ziehe fort, bevor es Dich weich macht. Reise.

Akzeptiere einige unveränderliche Wahrheiten: Preise werden steigen. Politiker werden fremdgehen. Auch Du wirst älter werden. Und wenn Du alt geworden bist, wirst Du Dir weismachen, dass früher die Preise vernünftig waren, die Politiker anständig und Kinder Respekt vor ihren Eltern hatten.

Respektiere Deine Eltern.

Erwarte von niemandem Unterstützung. Vielleicht hast Du ein dickes Bankkonto, vielleicht eine reiche Gattin, aber Du weißt nie, wann eines von beiden weg ist.

Mache nicht zuviel mit Deinem Haar herum, sonst wird es, wenn Du 40 bist, aussehen wie 85.

Sei vorsichtig, wessen Rat Du Dir holst, aber sei geduldig mit denen, die Dir Rat geben. Rat ist eine Art Nostalgie. Rat geben ist so etwas wie die Vergangenheit aus dem Mülleimer holen, sie aufpolieren, die hässlichen Teile übermalen und sie dann für mehr verkaufen, als sie wert ist.

Aber vertraue mir, was Sonnencreme angeht.



Fremdphae

Tölöfön. Ich rufe eine Freundin an.

- Ja?
- Hallo, hier ist Phae...
Sie ist total verwirrt. (Ich hab mich natürlich mit meinem richtigen Namen vorgestellt, sie war nicht deshalb verwirrt)
- Phae. Ich bin's. Hallo!
- Phae!! Mensch, ich war eben total neben mir... was ist denn? Warum rufst Du an? Was ist passiert?

Was ist passiert. Meine Freundin erkennt meine Stimme nicht, kann mit meinem Namen nichts anfangen und glaubt, dass ich mich melde, liegt daran, dass ich Hilfe brauche.

Ich sollte sie wohl öfter anrufen.

Scheiß Uni.

Freitag, 2. Juni 2006

voll fertig

Der Tenor hat mich immer noch nicht wieder lieb und das ist ein Zustand, den ich kein bisschen ausstehen kann. Vielleicht bin ich ja deswegen so nett zu allen, damit keiner böse auf mich ist, da dran gehe ich nämlich kaputt...
Ich schleppe mich also durch den Tag, mit Augenringen und dem Blick sonstwo, ich bin gestreßt, es geht mir nicht gut, alles geht schief. Ich habe keinen Plan von den Dingen, die ich tue und am liebsten wäre ich ganz woanders. Das hat der Tenor übrigens nicht alles alleine geschafft, er ist sozusagen das Sahnehäubchen. Wobei geschafft natürlich relativ ist.

Als meine Mitbewohnerin fragt, wie es mir geht, fällt mir alles herunter, was ich in der Hand habe. Wenn der Rest von Deinem Tag auch schon so war, würde das erklären, warum du so fertig aussiehst" - "War er... "

Und trotzdem bin ich heute angesprochen worden, im PC Pool. Sympathisch. Ich weiß nicht, ob mir seine ruhige Art gefällt oder Angst einjagt (irgendwie beides, ich bin da misstrauisch) und sein geschätzes Alter liegt über meiner fiktiven Geht-noch-Grenze, aber meine Nummer hab ich ihm trotzdem gegeben. Angeblich hätte er mich vor einem dreiviertel Jahr in einer Volesung gesehen und sich nicht getraut, mich anzusprechen? Naja, Wahrheit oder Spruch, so fertig, wie ich heute aussehe liegt da die Schüchternheitsgrenze sicher noch niedriger als sonst, da ist sicher was dran.

Donnerstag, 1. Juni 2006

Neuer Name

Da. Und noch ein Schritt. Der Efka-A hat soeben sein Previleg einer eigenen Rubrik in meinem Blog verloren, bleibt nur noch die in meinen Gedanken. In meinem Blog heißt sie ab heute "Lieblingsmenschen", jetzt gibt es mehr zu schreiben, als über einen. Schon lange eigentlich, aber jetzt ist es offiziell. Das Leben geht weiter, Phae hat ihre Rubrik umbenannt.

Lieblingsmenschen stimmt natürlich gerade nicht ganz, diese Zeiten sind vorbei. Die wahren Lieblingsmenschen sind lieb und machen nicht so viel Ärger, sind einfach da und bleiben das wohl auch. Im Gegensatz zu... naja, wißt schon.

Top Secret

Er will es nicht hören, also muss ich hier herumphilosophieren. Mich rechtfertigen.

Liebe. Er hat gesagt, Frauen sind blöd, weil sie sich einfach in jemanden verlieben und es ihm nicht sagen.

"Mensch, so lange kennt der mich doch gar nicht", hab ich damals gedacht, allerdings hab ich da an den Efka-A gedacht und nicht an... den Hacker? Den Tenor? Ich geh schon wieder zu weit, hier...

Naja, dazu kann ich jetzt was sagen.

Liebe Männer. Oder liebe Menschen, fall meine Vermutung, dass nicht nur Frauen sich schwer damit tun, mit der Sprache herauszurücken. Es gibt einen Grund. Wir wissen es nicht.

Mit der Liebe ist es nicht so wie mit dem Harndrang. Liebe ist nicht aufeinmal da und drückt und man entschuldigt sich bei Tisch, weil man mal kurz seine Gefühle rauslassen muss. Gut, sie ist natürlich doch, aber nicht sofort. "Jedesmal, wenn ich jemanden mag, bin ich ein bisschen verliebt" Also, was sollen ich machen, hm? Euch alle zwei Minuten anrufen und vom aktuellen Stand der Dinge berichten? "ja!", "Nein", "so was von", "Ha, niemals"
"Das ist alles Liebe", singt Gerhard Schöne, den doch hoffentlich jemand kennt. Recht hat er, ist es und wann die Liebe von Zwischenmenschlicher Liebe zu Only You-Liebe wird, davon erfahren wir Verliebten (Wir? Wer wir? Iiiich bin nicht verliebt.) zu allerletzt. (Oder zu allererst, so früh, dass wir schon verliebt sind, bevor wir seinen Namen wissen und so tief drin stecken, dass es uns doch überrascht, wenn wir es endlich herausfinden. Soll vorkommen, hab ich gehört. Seufz.) Also, wir können es Euch nicht sagen, weil wir es nicht wissen können. Und wir müssen uns doch sicher sein. Und bis wir das sind, stecken wir wahrscheinlich schon über beide Ohren da drin und haben uns zwischendurch schon gewaltige Mühe gegegen, das zu überspielen, sicher ist sicher. Immerhin hat man ja auch noch was zu verlieren? Oder spreche ich schon seit Zeilen gar nicht mehr von uns, sondern nur von mir?

es dich gibt

Eine Freundin ist jemand, der einem ein paar traurige Lieder raussucht und schickt, wenn einem dannach ist. 

Erholungskrank

Ohhh, wie entspannend.... Das ist ja wie Urlaub hier... *genieß* Jaaa, wieder einmal ist mir schlecht. Übrigens kannte ich das früher gar nicht. Die Nerven, die Nerven. Mir ist schlecht, mir ist kalt, meine Hände zittert. Aber, jetzt kommt der Urlaubsteil, es ist nicht wegen ihm! Haha, drauf geschiffen, Lieblingsmensch, ehemaliger, ich brauch Dich nicht mehr, um total abzuwracken!

Mein Verwirrungszustand, wegen diesem Einen, der noch keinen blogtauglichen Spitznamen hat (damit tue ich mich ja eh schwer) hat zugenommen. Naja, eigentlich bin ich nicht verwirrt. Eigentlich bin ich mir sicher. Nur leider alle zwei Minuten vom anderen Extrem. "Scheiße, da ist mehr als ich eigentlich will" bis "Da ist ganz sicher nichts, alles klar."
Tja und jetzt sieht es gerade gar nicht gut aus. Ich sollte aufhören, mir ständig über alles Gedanken zu machen und zu versuchen das richtige zu tun, es geht ja doch ständig schief. Ich hab immer noch unbegründet Angst, entdeckt zu werden, nur so viel. Ich hab keine bösen Absichten gehabt, ich hab mir nichts vorzuwerfen. Ich habe nichts gemacht. Aber ich habe es mit seiner Exfreundin gemacht und nicht genug aufgepasst und klar, jetzt ist er gekränkt und verletzt.
Ich wollte zur Abwechslung mal reden, weil ich, als ich mich das letzte Mal permant das Reden vermieden habe, auf dem Müll gelandet bin. Aber es lief nicht gut, vielleicht weil ich so wenig Übung habe, ich weiß es nicht. Aber jetzt sitze ich hier und es geht mir nicht gut.
Aber das war oft so, in letzter Zeit, und heute liegt es zumindest nicht an ihm, dem Fka. Es geht wohl bergauf und wenn nicht, ist wenigstens mit meiner Fähigkeit, an allem das Gute zu sehen, noch alles in Ordnung.

Trägt man jetzt außen

Wieder so ein Tag. Wieder früh aufgestanden, wieder Kaffee, wieder kiechrig. Ständig am Giggeln, ganz wunderbar gelaunt und dann bin ich Brötchen kaufen gegangen. Die Bäckerin - obwohl das ja eigentlich gar nicht stimmt und sie vielmehr eine Verkäuferin ist - hatte diese manikürten Fingernägel: Glanzlack,die Spitzen geweißt und dazwischen... es sollte wohl ein Schmuckelement sein, ein kunstvoller, schmaler Streifen genau dort, wo das Weiße beginnt. In Grau. Sie hatte sich einen grauen Schmutzstreifen auf die Finger kleben lassen. Und - liebt nicht jede Frau das Gefühl, wenn der Lack trocknet und einfach großartig aussieht? Ich schon... - sich bestimmt ganz toll damit gefühlt. Grauer Dreck aus dem Nagelstudio.

Schade dass keiner da war und ich - als ich endlich draußen war - ganz alleine Lachen musste.