Entr'acte Gedanken, Erlebnisse, Zitate, komischer Humor... und der Rest von mir.

Einträge "März 2006":

Donnerstag, 30. März 2006

Scheißtag

Der Plan war ja folgender. Ich les nicht mehr bei ihm, werd ihn los, aus meinem Kopf, aus meinem Leben und der Sommer wird toll. Was macht das Aas? Taucht einfach im Thalia auf und zwingt mich, Hals über Kopf aus dem Laden zu stürzen.

So eine bin ich jetzt also. Läuft lieber weg, als ihrem Exfreund zu begegnen. Weil mir ein Baguette aus dem Rucksack hing und ich gar nicht wußte, was ich eigentlich wollte, im Thalia, außer Zeit totschlagen, und doch immer noch keinen Plan habe, wie ich mich verhalten soll, wenn. Also weglaufen. Ich finde, ich hab meine eigene Telenouvela verdiehnt, dafür, dass ich diesen ganzen Mist hier mitmach. Das war aber auch ein scheiß Tag, heute...

Als ich vorhin in der Wanne lag, mit Duftstäbchen und dem Lemmongras Badesalz, das ich damals in Thailand aus dem Hotel geklaut habe, und dem Barfuss Soundtrack in der Luft, da ist mir was dazu eingefallen. Was sehr kluges. Was Schönes. Was zum Bloggen. Aber anscheinend ist es im Wasser geblieben und mit in die Kanalsiation gerauscht. (Zumindest ist die Erde nicht von Vogonen gesprengt worden. Dabei wäre heute ein guter Tag dafür.)

Kartoffelchips sind übrigens die substanz gewordene Selbstverachtung. Lasst mich nie wieder welche kaufen, bitte.
Currently playing: LAB
Current mood: Frag nich

Annes Lektion

Die Bäckerei ist klein und ich betrete sie das erste Mal. Sie liegt in unserer Straße, aber das Haus ist stuckgeschmückt und sie heißt "Konditorei", deswegen dachte ich immer, dass es teurer wäre, als anderswo. Innen war es dann gar nicht mehr so schick. Ein Bäckerladen, lecker Torten in der Vitrine.

Bevor ich bestellen kann, klingelt das Telefon, die Verkäuferin geht ran. Etwas ist passiert, sie kommt kaum zu Wort. "Ja, Anne... ja, Anne... Oh nein... Anne... ja, Anne... bleib ruhig, Anne... ja ... das ist doch wirklich... Anne... Bleib ruhig, Anne..." So geht das eine ganze Weile, sie ist sichtlich entrüstet. Sätze wie "ich hab's doch gleich gesagt" und "das ist jetzt der Dank" fallen. Und immer öfter ein "bleib ruhig, Anne".
Ganz zum Schluss: "Ja, Anne, ich hoffe, da hast du jetzt draus gelernt. Dass Du nie wieder was machst, für irgendjemanden."

So macht das Leben das also. So werden die ganzen verbitterten Egoisten gemacht.


Currently playing: Zu peinlich für die Öffentlichkeit
Current mood: Kopfschmerzig

Dienstag, 28. März 2006

Ein Mike? Well...

Habe heute endlich den neuen neuen Nachbarn kennengelernt.

Was entscheidet eigentlich, ob jemand süß ist oder nicht? Egal, muss ja nicht. Er war auf jeden Fall sehr nett und ich glaube, ich wohne gerne neben ihm. Er hat Biff in ausgiebig in seiner Wohnung laufen lassen, wir haben Darts gespielt und er hat sogar angeboten, meine Tür zu reparieren. Ach, Nachbarn... ^^

Wenn du mich weiter so nervst, kauf ich dir nen Ehering.

kam eben bei den Gilmore Girls.
Currently playing: ER
Current mood: gut gelaunt

Todestag

Ich war heute zum ersten Mal auf dem Friedhof. Nicht irgendeinem, natürlich, sondern dem in unserer Stadt. Mit Blumen und einem kleinen Faltblatt, ein Freidhofsplan, auf den die freundliche Mitarbeiterin mit rotem Kugelschreiber den Weg eingezeichnet hat. Gestern vor einem Jahr hat S. der Farbenfreund noch gelebt.

Ich mag Friedhöfe. Dafür sind sie wohl auch da.

Montag, 27. März 2006

Entzug beginnt

Ich merk schon, es ist nicht leich, das nicht mehr bei ihm lesen. Es schleicht sich immer wieder in die Gedanken rein, ganz heimlich. Ist wohl schon (Da! Schon wieder!) ne Sucht geworden. Aber ich halte durch und das fühlt sich gut an. Wär doch gelacht, wenn ich damit nicht klarkomme, ist der Junge aus Schokolade, oder was? 

Donnerglück

Das erste Gewitter dieses Jahr. Ich habe meine Hausarbeit unterbrochen, den Kater von seinem Sessel am Fenster vertrieben und dümmlich lächelnd rausgestarrt. Ich liebe Gewitter. Abgesehen von diesem Sonne-Strand-Eis Kitsch sind sie das, was ich am allermeisten vermisse, am Sommer. Wahnsinn, wie es regnet. Regen ist toll, habe ich gedacht, und riecht gut, und ich habe das Fenster aufgemacht. Dann habe ich weiter rausgestarrt, irre glücklich. Dann bin ich aufgeprungen und in die Küche gerast, um das Dachfester dort zuzumachen, nach guten 10 Minuten Pladderregen. Das Parkett war nassgetröpfelt, ich konnte meinen Fußabdruck sehen.

Jetzt wird es Frühling.

Na toll.

Diese Internetseite sagt, ich bin zu 70% eine absolut durchschnittliche Amerikanerin. Wenn das nicht zu denken gibt.

Parsley, Sage, Rosemary and Thyme

Diese Dinge, die heute viel mehr Sinn machen als damals, weil man sie als Kind zu nüchtern betrachtet hat. Wenn schon nicht das Märchen von der klugen Bauerstochter, so fand ich zumindest den Text des dazugehörigen Volksliedes aus dem Musikunterricht merkwürdig. Was das arme Ding alles machen musste, was für dämliche, scheinbar unmögliche Aufgaben sie lösen musste. Hat sie dann ja ganz gut hingekriegt, ich wär da nicht drauf gekommen. Und dazu der Text: "... then she'll be a true love of mine." Blöd. Liebe war damals als Kind für mich, dass ich meine Aladdin und Jasmin Actionfigunren mit den Mündern aufeinandergeknallt habe, aber das wahre Liebe aus Gefühlen kommt und nichts damit zu tun hat, dass man dämliche Aufgaben löst, das wußte ich damals schon.

Umso erschreckender, dass das Lied heute Sinn macht. Lieber Zoojunge, lieber Familienfreund von damals, lieber Exfreund, der Du ganz bezaubernd, klug, witzig und nett bist, das bringt leider nichts. Wenn ich auf meinen Verstand hören könnte und mich von ihm überzeugen lassen würde, dass ein netter, kluger Junge ganz toll für mich sind und ich doch eine ganze Handvoll davon kenne, die für ihre Freundin, sobald sie denn eine haben, den Himmel auf die Erde holen werden, dann... Dann würde ich mir sofort einen aussuchen, ich glaube, die sind gar nicht schwer zu finden. Das Problem ist, dass mein Verstand in dieser Sache so gut wie kein Mitspracherecht hat, und anscheindend nett und klug sein nichts damit zu tun haben, dass ich mich verlieben kann... Vielleicht meint das dieses Lied. Nett und klug seid ihr alle. Wenn es also jemand von Euch schafft, zu mir zu fahren, nicht auf dem Weg, aber auch nicht nicht auf dem Weg, nicht nackt und nicht bekleidet... dann funkt es vielleicht endlich mal. Aber im Märchenbuch spicken zählt nicht. 
Currently playing: Audio Track 16 :)
Current mood: Ich brauch Kaffee

Sonntag, 26. März 2006

A whole new world

Currently playing: Das Aladdinlied, wißt ihr noch?

I can show you the world, shining, shimmering, splendid [... ]
I can open your eyes. Take you wonder by wonder,
over, sideways and under, on a magic carpet ride.

A whole new world, a new fantastic point of view...

(jetzt sie) A dazzling place, I never knew,
And when I'm way up here, it's crystal clear,
That now I'm in a whole new world with you...

Indiscriblebal feelings... I'm like a shooting star... I can't go back, to where I used to be...

Das ist es doch. So fühlt sich das an, wenn man verliebt ist. Oder neue, großartige Menschen trifft. Eine neue Welt, die ganz toll ist, endlich ein bisschen zu Hauser, so muss das jetzt bleiben. Bitte, darf ich das behalten?

Liebe, im allumfassenden Sinne, nicht nur (aber sehr) im boylike being and girllike being and a moonlight backround - Sinne... Hätte ich nicht besser ausdrücken können...

Currently playing: Wimowe...

Also bis jetzt...

... klappt das ganz gut, mit dem Nicht-Lesen. Vielleicht auch, weil er nur einmal die Woche schreibt, höm. Aber ich bin entschlossen. Mittlerweile sogar fest.
Currently playing: mein Chor auf CD

Samstag, 25. März 2006

Die unergründliche Verwirrung des Seins (Schlechte Texte verdienen schlechte Überschriften)

Ätzend, wenn die guten Gedanken immer dann kommen, wenn man sich gerade gar nicht in der Lage fühlt, einen runden Eintrag daruas zusammenzubekommen. Und nebenbei immer die Gefahr besteht, dass ein Mitbewohner durchs Zimmer saust und am Monitor hängenbliebt. "Was machst Du da?" Horror. Ich glaube, die haben längst gemekrt, dass ich immer panisch ein Fenster wegklicke, wenn die hier reinkommen...

Und jetzt lenke ich mich sogar in meinen eigenen Einleitungen vom Thema ab. Weil ich immer noch keine Ahnung habe, wie ich aus diesem Gedanken - der mir gefallen hat - Wörter machen soll. Die mir auch gefallen sollen, das ist das Problem.

Ich könnte mich noch ein bisschen weiter ablenken und erst mal von "Das Leben der Anderen" erzählen, den ich gestern ( für wieviel, da darf ich gar nicht dran denken) geguckt habe. Einfach nur um mit den anderen mitzugehen, weil es so ein Scheißtag war. Für meine miese Stimmung war der Film dann ganz gut, ein bisschen langatmig, langsam... Aber das war so gewollt, da kann man dann auch nichts mehr gegen sagen. Eine Stasigschichte, so war das also. Prima Humor, da drin, mal ein bisschen anders, als sonst, hehe und dann natürlich eine ganze Menge Wut. Und ein gutes Ende, auch wenn es nicht ganz zum Stil in den Stunden davor gepasst hat. Als man dann rausgegangen ist, hat man erst gemerkt, dass der Film doch gar nicht so anders war, als viele andere, denn das, was am Ende übrig blieb war dann doch wieder ein, "Scheiße, sind Menschen schlecht."
Wobei mir einfällt, dass es doch Nachdenken auf Knopfdruck ist, wenn man aus einem Film geht und so über den Film nachdenkt. Als ob der Regisseur diese Gedanken mitproduziert hat, als ob das seine sind und sein Wille, dass man genau das genau jetzt denkt.

Ja, prima, meine Filmreviews sind richtig nützlich, kann bestimmt jemandder was mit anfangen. Und worum sollte es jetzt eigentlich gehen, in diesem Eintrag? Wovon lenke ich hier die ganze Zeit ab?
Wer was spektakuläres erwartet, kann gleich wieder gehen, die Kurve krieg ich jetzt eh nicht mehr, das hier wird nicht mehr rund.

Es war auf dem Fahrrad, in der Dämmerung, vor ein paar Tagen. Und eine Handvoll Gedanken, die mich oft begleiten, in der letzten Zeit, immer in der richtigen Reihenfolge. Wie, frage ich, wie soll ich denn hoffen, dass es besser wird, wie soll ich denn glauben können, dass ich je wieder jemanden finde, für den ich so fühlen kann? Ich habe nämlich, das ist merkwürdig, kein Problem damit, zu glauben, dass ich jemanden finde, der mich liebt. Darauf kann ich hoffen, mit dem Gedanken kann ich leben, dass passiert schon irgendwann. Aber was ist mit mir? Ich muss doch auch lieben...
Wenn ich aus meinem Lieblingsblock (und meinem eigenen Leben, ähm.) eines gelernt zu haben glaube, dann, dass das ein unheimlich empfindliches Gleichgewicht gibt. Zuviel oder zu wenig selbst lieben können, das geht nicht, dann tut man sich böse weh und zu viel oder zu wenig geliebt  werden, geht auch nicht, weil man dann, ohne eigenes Verschulden, quasi, zum Arschloch werden muss und der andere sich weh tut. Das hat mit guten Absichten, Fairness und Ehrlichkeit dann doch wenig zu tun und kann in seinen Wurzeln, kein Stück beeinflusst werden. Ach ja...

Aber der eigentliche Gedanke war, dass, als ich mich gefragt habe, ob ich das jemals wieder finden kann, jemanden so zu lieben, und ob das nicht unmöglich ist, weil ich so gar nicht lieben könnte, wenn ich ordentlichtzurückgeliebt werde, es vielleicht gar nicht darum geht. Ein Gefühl zurückzubekommen. Vielleicht funktioniert das so nicht, mit dem Leben und der Liebe. Gefühle kommen nicht zurück, dieses eine, dieses "Lieben, aber so was von", das ist jetzt durch. Das ist jetzt abgehakt, jetzt kommen die nächsten Variationen. Gefühle haben ein Verfallsdatum.

Was für ein Gedankenwulst. Was für ein unstrukturierter Kloss. Es tut mir leid, liebes Blog. Ganz ehrlich.

(Jetzt aber weg, meine Mitbewohnerin kommt!)
Currently playing: Die Ärzte - Langweilig

Finally fernünftig

So, das war's. Gestern war ein beschissener Tag, einfach unspaktakülar scheiß-blöd. Und warum? Weil Phae, die blöde Gans, ihre Finger wieder nicht von dieser einen Website lassen konnte.
Aber es hat auch was gebracht: Wenn schon nicht die Kraft, dann doch den Mut zu einer Entscheidung: Schluss jetzt. Ich geh da nicht mehr hin. Nie wieder. Es reicht.

Mal gucken, wie lange ich das durchhalte. Aber die größte Hürde, das Blödsinn, das schaff ich nie, brauch ich gar nicht erst mit anfangen, die ist genommen. Herr Fka, geh sterben! 1000 Jahre schlechten Sex...
Currently playing: Eiscafegeschmack im Mund
Current mood: Entschlossen und guten Mutes

Donnerstag, 23. März 2006

Wenn ich Ihre Aufmerksamkeit auf mich richten dürfte...

Tounche war ein großartiger Reiseleiter, als ich vor Jahren mit meinen Eltern nach Kappadokien gefahren bin, wir haben uns viel unterhalten. Einmal hat er mir von seiner allerersten Touristenführung erzählt und wie aufgeregt er damals war.
Versteh ich gut. Hatte ich heute auch. Ich bin jetzt offizielle Stadtführerin.
Gott, hatte ich Prüfungsangst, mir war schon schlecht. Was mir langsam auf den Geist geht, wo krieg ich bitte ein bisschen Lockerheit her? Ich musste Sechstklässler führen - was für eine Herausforderung. Kinder können ja so großartig und so ätzend sein. Hauptsächlich großartig. Und machen süchtig.

Juhuu, ich bin Stadtführerin!
Currently playing: Everwood
Current mood: erleichtert

Mittwoch, 22. März 2006

Pasiphae und das verwirrende Leben

Warum eigentlich muss mein Kater nie pupsen? 

... und die Sonne geht auf in meinem Kopf

Jetzt ist Sommer, egal, ob man schwitzt oder firert,
Es ist Sommer, ich hab das klar gemacht
Sommer ist, wenn man trotzdem lacht.                        

Hach, wie schön!
Wenn man es ganz genau nimmt, passt das Lied gar nicht (aber die Wise Guys sind so toll), denn man muss es sich gar nicht mehr einbilden. Wir haben gestern tatsächlich stundenlang in der Sonne gesessen, ganz ohne Fensterscheiben oder Wände dazwischen - richtig draussen, auf der Straße. (Und nicht nur über berufliches gequatscht, hach war das schön. Wenn man neue Freunde von weitem kommen ahnt. Aber lieber nichts beschreien...)

Und Abends, bei dem Geburtstag von dem Besten Freund... so schön... bis halb zwei haben wir geredet. Heftige Grundsatzdebatten, Männer und Frauen, Weltpolitik, Filme und Musik. Alles ausdiskutiert, wie immer. Hach, ich mag ihn, die beiden, uns! Was für ein Tag (was wohl immer auch ein bisschen heißt "Was für ein Leben") und all das noch mit Sonnenlicht garniert und guter Musik und... toll! Und heute scheint sie schon wieder!



Currently playing: Farin Urlaub - Alle dasselbe
Current mood: großartig

Montag, 20. März 2006

Da ist ja der Salat

Das hab ich jetzt davon. Der Zoojunge will mich wiedersehen, diesmal soll ich die Art unseres Dates bestimmen. Was mach in denn jetzt? Und ob der Tanzkurs mit dem Ex von früher so eine gute Idee war?
Naja, vielleicht lern ich jetzt endlich mal, die Wahrheit zu sagen, auch wenn sie unangenehm ist, mal mit der Sprache rauszurücken und mich durchzusetzen. Weiche Knie hab ich trotzdem. Verdammt.

Sonntag, 19. März 2006

Noch lange nicht wieder gut

Heute war ein relaxter Tag. Ich habe ein bisschen Schreibtischkram gearbeitet, dabei Musik gehört, mitgesungen, ich habe mir leckeres Essen gekocht, die Katze gestreichelt, bei Tee und Keksen ein fünf kurze Kapitel gelesen und rund zwei verstanden, weil es auf Englisch war, ich hab mir aus Spaß die Nägel lackiert und bin zu guten Freundinnen und Reisbällchen gefahren, um einen Hayaofilm zu gicken, die mich immer so glücklich machen.

Das ist nicht alles. Davon war ich bei ihm, auf der Webseite und hab gelesen. Das gereicht mir nicht zur Ehre, kein bisschen, dass ist ein bisschen so, als würde ich ihm auf der Straße hinterher laufen und rufen, ich könne nicht ohne ihn leben. Ein bisschen so ist das wirklich. Außerdem ist das nicht gut für mich. Ich bin da jeden Tag und heute stand da viel. Über mich nur zwischen den Zeilen, aber viel und es ist den ganzen Tag nicht weggegangen, aus meinem Kopf, oder besser von hinter meinem Rücken, wo es - oder er- immer steht und mir zusieht. Überall hin mitkommt, mein Kreuz muss ich nicht tragen, es läuft mir nach.
Gut, das wird zu schräg, Fakt ist, dass ich nicht aufhören kann, da zu lesen, es bringt mir nichts, doch dieses bisschen von ihm kann ich nicht loslassen, solange ich weiß dass es da ist, dass da vielleicht was steht, dass ich vielleicht mehr erfahre, dass irgendwas vielleicht weitergeht. Meine Leidenschaft für Geschichten und natürlich für ihn haben mich fest in der Hand. Was mach ich nur?

~*~
Heute ist mir ein Spruch aus der evangelischen Kirche beim Arbeiten unter die Finger gekommen.
"Dir wird nicht mehr aufgeladen, als du tragen kannst."
Immer, wenn ich das denke, strecken sich meine Schultern von alleine. Dann trage ich eben.

~*~

Als im Bus die Stadt an mir vorrüber fuhr, von weitem auch die Lichter des Viertels meiner Kindheit, wo ich gestern noch meinen Erinnerungen hinterher gelaufen bin. Ich wollte seufzen und nochmal ein bisschen menancholisch werden, aber das ging nicht. Der Plattenabu ist Geschichte, das läßt sich nicht wiederherstellen. Auch nicht das Gefühl. Genauso wenig aber, wie in die Vergangenheit, kann ich in die Zukunft fliehen, wo ich ihn endlich los bin, auch im Kopf, oder wie die Geschichte sogar irgendwie weitergeht, wo sich nicht mehr alles um ihn dreht, der das nicht verdiehnt hat und auch gar nicht mitkriegt, wo ich mich nicht mehr so anstrengen muss, um glücklich zu sein.
Keine Ahnung, in welchem Viertel die Zukunft spielt, oder in welcher Stadt. Und wenn es noch hier ist, ganz in der Nähe, ist es genauso weit weg, wie die Blocks aus meiner Kindheit. Unendlich weit.

Die schwarzen Hände des Phantoms

Ich weiß noch, wie ich da lag, in meinem Bettchen, die kleine Leselampe über dem Kopfende hinter mir brannte und ich hielt fasziniert die Hände in die Luft. Ihre Schatten wurden an die Wand geworfen, mir gegenüber, riesige schwarze Klauen, wie die vom schwarzen Phantom, in dem Titelbild der Micky Maus, wo es seine mächtigen Klauen über die Stadt ausstreckt um seinen teuflischen Plan zu verwirklichen. Nie war ein Disneycomic so gruselig wie dieser, das Phantom hatte alle hypnotisiert, sie waren apathisch und ihre Augen rot, wie Zombies streckten sie die Arme von sich und taten schlimme Dinge. Sogar die Guten. Sogar Goofy. Das wirkliche Problem aber war, dass niemand aus meiner Familie das Prinzip der Fortsetzungsgeschichten verstanden hatte, an der schlimmsten Stelle hörte es auf und dass man eine Woche später das nächste Heft kaufen musste, um dem Kind zu zeigen, dass es gut ausgehen würde - darauf kam keiner.
Und so hatte ich schreckliche Angst, Angst vor dem schwarzen Phantom, das - das haben Phantome so an sich, natürlich überall lauern konnte. Meine Eltern hatten in dieser Zeit eine Menge Streß damit,  mir zu erklären, dass doch niemand hereingekommen sein kann (das war mir egal, darum ging es nicht, Phantom, Leute, ein Phantoooom) und mich zu überreden, im Dunkeln alleine ins Badezimmer oder ins Bett zu gehen. Da lag ich dann also, im knarzenden, alten, großen Haus meiner Großeltern in meinem Bett und spielte fasziniert mit meinen Händen, die aussahen wie die des Phantoms, hielt sie näher an die Lampe um zu sehen, wie die Schatten größer wurden, formte Klauen und bekam solche Angst davor, dass ich das Licht hektisch löschte und mich unter der Beddecke verkroch. Immer wieder.

Über das Phantom bin ich hinweggekommen, ich hab irgendwann gemerkt, dass es eigentlich der totale Looser war und kaum gruseliger als die Panzerknacker, auch wenn diese eine Geschichte es echt in sich hatte. Aber Angst, unerklärliche irrationale Spukangst hatte ich noch jahrelang, vor Dingen, an die ich kein bisschen glaubten, die aber hinter mir stehen könnten. Ich wurde zu der Sorte Kind, das Stephen Kings "ES" immer dann noch einmal las, wenn es das letzte Mal einigermaßen verkraftet hatte.

Und heute? Heute fahre ich alleine im Dunkeln an knotigen Weiden auf unbeleuchteten Dorfwegen nach Hause, durch Wälder, in denen letzten Sommer eine Leiche gefunden wurde, in einer Stadt in der sich ein gewisser ehemaliger Lieblingsmen- jemand nachts keine 15 Minuten alleine nach Hause zu gehen traut, im Dunkeln und alleine. Furchtlos. Ich bin eine richtige Fahrradamazone geworden. 
Currently playing: Kalinka Land

Die Zuckerwatte des Grauens

Wenn ich was nicht leiden kann, dann diese weiße Wolken-Wabberscheiße, die mir seit Tagen über dem Kopf rumhängt und ja kein Sonnenfitzelchen durchläßt, auf dass die Entstehung des ein oder anderen Glückshormons verhindert und jede Hoffnung auf Frühling systematisch abgetötet wird. Ich dreh hier noch durch. Ich hasse diese Wolkendecke. Hass, Hass, Hass! Geh weg! *anstarr* Los, geh weg! 
Currently playing: Fahrian Jurlaub

Samstag, 18. März 2006

Betongefühl

"Ich hab schon schlimmeres durchgemacht." Auch so ein Satz, der nur ein bisschen hilft, aber wenigstens etwas. Ist oft zur Anwendung gekommen, in letzter Zeit, ich Pathetin.

Das Schlimmste war, wegzuziehen, aus der Platte und ein neues Leben auf dem Dorf zu haben. Ohne Freunde, die da waren. Lange.

Heute war ich wieder da, im Neubaugebiet, das erste Mal seit fast 10 Jahren. Nostalgie ist mein Hobby und so bin ich alles abgelaufen. Meine Wohnung, mein Hof mein Block meine Grundschule, alles. Und hab mich ja so was von erinnert. Wie ich nicht zurückkehren konnte, nach dem Umzug, ohne auf der Stelle in Tränen auszubrechen. Wie gerührt ich war, natürlich, heute alles wiederzusehen. Mein altes Leben. Mein Leben. Ich.

Es war... es waren schon Erinnerungen, alles war so vertraut, natürlich. Aber es wirkte eher wie Erinnerungen an einen Film, den ich vor langer Zeit sehr gut gekannt habe, nicht wie an einen Teil meines Lebens, an eine Welt die mal so real war, wie dann mein Gymnasium, meine Uni, die Stadtmitte, die Wohnung meines besten Freundes. Es war so unglaublich weit weg, nur die Informationen waren noch da, keine Gefühle.

Eines Tages wird das heute weit weg sein. Diesmal hab ich mitgeschrieben, es steht viel hier und noch mehr in Tagebüchern. Aber das meiste ist dann trotzdem weg und ich werde mir sicher sein, dass ich mir diesen Große Liebe Blödsinn damals nur überzeugend eingebildet habe, ich hatte damals ja keine Ahung, aber war schon süß... Ach ja, damals.



Currently playing: No Doubt

Asche und Blond

Die gleiche Kneipe, etwas früher oder später. Meine Mitbewohnerin macht irgendwas, lacht, laut. Ärgert ihren Freund.
R.: L. erinnert mich an dieses Bild... das wir in Deutsch hatten... Guernica.

Keine Ahnung, wie er das gemeint hat, aber Gott, fand ich das toll. Wohl auch, weil ich ihm weder so einen Spruch, noch eine wirkliche Bedeutung dahinter zugetraut. Hätte.

Das neugierige Alpaka

Ich hab das Gefühl, wenn ich einen Eintrag schreibe, vergess ich die anderen drei, die ich im Hinterkopf habe. aber so kommt man ja zu nichts.
Das allerniedlichste, was ich an diesem Wochenende (und seit langem) gehört habe (kann mich mal jemand von dem Superlativ befreien, bitte?), handelt von Lamas - Alpakas genauer gesagt.
Die werden in Mexiko nämlich als Schäfertiere eingesetzt, an Stelle von großen Hunden. Die (Alpakas) sind nämlich so was von neugierig, wenn ein Fuchs sich an die Herde anschleicht, merken sie das, spazieren hin und sehen sich den Fuchs mal ganz genau an, was der denn so macht. Das wiederrum macht Füchse und sonstiges Getier so nervös - ein Lama ist ja nicht gerade klein - dass sie Leine ziehen. Und wenn ein Schäfchen sich mal von der Herde entfernt, geht das Alpaka auch hinterher und guckt, was da so passiert. Wie süß ist das denn.

Die Geschichte wurde mir in einer Kneipe erzählt, unter unechten Palmenblättern und gespraytem Sonnenuntergang an den Wänden. Ich hab die Hände vor den Mund geschlagen, die Augen aufgerissen und ein bisschen gequiekt, wie süß ist das denn. Dann wußte ich nicht mehr, was ich machen soll, mit der Geschichte, wo ich sie jetzt hintun sol, damit sie mein Leben verbessert. Hier halt..., hm. Dabei ist sie so schön.

Donnerstag, 16. März 2006

(Crush)

... au weia, da hab ich doch schon wieder grinsen müssen, als ich eben von der Straßenbahn und damit vom heutigen Abend gekommen bin. Was mach ich nur, was soll denn das?

(... er hat "Schlaf schön" gesagt und ich hab gedacht "Okay, das mach ich, grins" und das find ich eigentlich kein bisschen in Ordnung weil-...  Hör sofort auf zu grinsen, du Veräterin!!)
Currently playing: Kopfhörerrauschen mit nix
Current mood: grin - Lippen aufeinanderpress - end

Mittwoch, 15. März 2006

Schnee im Zoo

Das war also das Date im Zoo. Hätte mir auch mal vorher einer sagen können, dass die ganzen Tiere über den Winter alle auf die Canaren fliegen. Bis auf das Lama mit den großen Augen, das mir mit seinen Samtlippen aus der Hand gefuttert hat.

Tja, also, es war... nett. Und er ist auch.. nett. Sehr nett sogar. Aber die großen Liebesgeschichten fangen wohl anders an. Damit, nämlich, das man sich verliebt. Was natürlich nicht der Fall ist, so einfach geht das nicht. Obwohl... dieses Lama war toll. Mit seinen riesen Augen und dem kullerigen Fellknäuel auf den winzigen dünnen Beinchen... Und ich fürchte, ich hab einen der Elefanten sterben sehen. Oder schlafen?
Currently playing: The Phantom of the Opera

Dienstag, 14. März 2006

Search & Find

Hehe. Hab mal wieder mit meiner Statistik gespielt und mich einen Moment ehrlich gewundert, woher die ganzen Zugriffe auf Frankreich kommen. *g*

Wirklich niedlich sind aber immer noch die Suchausdrücke. Auch auf die Gefahr hin, dass die irrtümlich hierherverirrten Leute hier hängen geblieben sind und sich nun auf den Schlips getreten fühlen:

von wem ist lean on me

xavier naidoo sein neues lied

www gilmore girls de

... so sucht ihr? Nur aus Interesse, findet man so auch was? Das was man haben wollte, meine ich, keine großartigen, lebensbereichernden, sofort süchtig machenden Kultblogs natürlich.

Da aber Studentenessen auch diesen Monat wieder die Liste anführt (und schlau wie ich bin, benutze ich das Wort auch immer wieder. Jaaaaaa, kommt alle hier her! ^^), noch ein kleiner Tipp, nicht von mir, sondern von Günther Jauch, wie mir gesagt wurde: www.frag-mutti.de Ganz toll, zum groß werden.
in: Kultur

aufgeschrieben

Wenn ich - was kein bisschen in meiner Natur liegt - des Lebens überdrüssig von einem Hochhaus springen würde, dann würde ich nicht springen, sondern mich rückwärts fallen lassen.

Wie gesagt, liegt nicht in meiner Natur. Aber der Gedanke flattert so herum.
Currently playing: Der König der Löwen - das Musical

Montag, 13. März 2006

Girlpower

"Weißt du, wie viel ich beim Tierarzt bezahlen musste? 117 Euro! Stell dir das mal vor, 117 Euro!!" empört sich T., als sie endlich zu Hause ankommt. Sie liebt Hunde und verbringt viel Freizeit im Tierheim, seit Jahren schon. Ihr Hund, Alex, hat sie auch von dort geholt. Vor Jahren schon. Er ist ein Schäferhund-Huskie Mischling, der immer entweder furchtbar begeistert oder schmollend enttäuscht wirkt und kastriert, natürlich. Deswegen hat T. sich auch nichts dabei gedacht, ihn in der Nähe der attraktiven Hundedame sich selbst zu überlassen, als sie sich um die Tierheimhunde kümmerte, zu denen sie ihn immer mitnahm. Hundedamen waren nichts neues für Alex, wohnte er doch mit einer zusammen.
Im so größer der Schock, als T. irgendwann zurück kam und ihren Schatz winselnd und blutend am Boden fand, zusammengekrümmt. Zum Glück war ja der Tierarzt nicht weit, der allerdings nur viele kostspielige Untersuchungen anstellen, dann aber nicht wirklich helfen konnte. Diagnose: Penisbruch. Und da kann man leider nichts tun, außer Schmerzmittel zu verschreiben. Der arme Hund.

So wurde mir die Geschichte erzählt. Als ich mich endlich wieder einigermaßen unter Kontrolle hatte, wurde mir auch noch erklärt, wie denn so was passieren kann. Hundeweibchen können da nämlich was: die können festhalten, wenn sie der Meinung sind, sie seien jetzt noch nicht fertig. Na, das ist doch mal was.

Bestimmte Gedanken lassen sich da natürlich nicht verhindern. Was wenn... Gäbe bestimmt viel weniger Vergewaltigungen, dann, wenn da mögliche Konsequenzen erst mal bekannt würden.
Current mood: Grinsend

Fertig. Fix und.

So fühlt es sich also an, vier Wochen für eine Klausur zu lernen um dann wahrscheinlich doch durchzufallen. Wieder ein Punkt gestrichen, auf der Liste der Dinge, ich ich unbedingt noch erleben will.
Wenigstens hab ich es jetzt hinter mir.

Sonst noch was? Nö. Außer, dass ich jetzt ein Geschenk für meinen Pa habe. Karten für die Frank Schätzing Lesung. Und damit ich die ganze Zeit sein Gesicht sehen kann, geh ich gleich mit.
Current mood: Bäuchiautsch, todmüde und demotiviert

Samstag, 11. März 2006

Blöde Fotomagie

Hmpf, es war ein bisschen unvorsichtig von mir, mir L.s Abifotos anzugucken. Ich hätte daran denken müssen, dass er, sie und ich ja auf die gleiche Schule gegangen sind, er also auf diesen Fotos zu sehen ist. Auf einem, auf einmal, der Umriss der in mein Gehirn eingebrannt ist, wo es sofort hinzoomt, eine Menge Zeug ausschüttet und dann erst das Update hochfährt, die gar nicht mehr so neuen EntwickulngsAd-Ons aktiviert. Ach nee, doch nicht, Alarm zurück, Lächeln einstellen, Glückshormone mit Bittersaft übergießen, Faszination ausblenden und wirst du dich wohl unterstehen, mit dem Finger darüber zu fahren! Meine Güte, Mädchen!
Also, weil ich ihn nicht mehr anhimmeln darf, denke ich dadrüber nach, wie das sein kann. Nur ein Mensch. Nur ein Gesicht von vielen... was ist es, was, was mich derart zum durchdrehen bringt? Ich hatte es in Biologie, ich kenne bestimt jede Variation von Liebe aus unzähligen Büchern und Filmen und die Galileo- und XXP-Reportagen hab ich auch gesehen. Ich verstehe es nicht. Ob ich es auf Hormone, Phaeromone und den Drang der Arterhaltung schiebe ist genauso ertragsreich, wie es mit den listenreichen Netzen der Aphrodite zu erklären. Ich verstehe es nicht. Warum er? Warum so? Nicht dass ich, im Gegensatz zu vorgestern was gegen meine Falkenschwingen habe, zumindest nicht hauptsächlich, aber es ist mir einfach unbegreiflich.

Übrigens ist mein neuer Nachbar heute promt wieder ausgezogen. Morgen kommt der neue Neue. Ich will hier nichts beschreien aber sollte die Realität etwa energisch ihre grausamen Regeln zurückfordern? Man ist gespannt...   
Currently playing: Endlich Urlaub

Oh mein Gott!!!

Entr'acte wird zur Webtippsammlung - wahrscheinlich ein Indikator für meine jeweilige Lernleistung. Heute morgen also nicht sehr hoch. Dafür lustig.


Current mood: Grinsend
in: Kultur

Kittyplums

Es gibt einfach nichts, was so lustig ist, wie  tollpatschige Tiere.
Current mood: lachend
in: Kultur

Freitag, 10. März 2006

Farbterror PPS

Ich denke, inetwa so was habe ich gemeint. Auch. Grins.

Und vielleicht, ganz ganz vielleicht, besteht Hoffnung, dass ich am Montag meine Zitate zurück krieg.

Und ich habe heute ganz lange mit einer neuen Freundin telefoniert und wenn ich endlich meine Horrorklausur geschrieben habe, darf ich mir zur Belohnung ein Bild vom Kurt in groß ausdrucken lassen, hat Pasi gesagt. Ich geh jetzt schon mal und such mir eins aus. *davonhüpf*

Gibt zu denken.

Hör auf miiiiiiiiiiiiich
Glaube miiiiiiiiiiiiiiir
Augen zuuuuuuuuuu
vertraue miiiiiiir...

HASS

Ich hab eben statt der Rubrik Tipps die Rubrik Zitate gelöscht. Ich will... [zensiert], [auch zensiert], [zensiert], [oh mein Gott, wenn das jemand hört] ... schlafen.

Lament

Ich finde ich sollte hier Mitarbeiter des Monats werden. Abends die letzte und morgens die erste bei Edblogs. Was für ein Vorbild.

Es ist sieben Uhr. Douglas Adams hat mal was über Morgenlicht geschrieben und darüber, dass man so selten wahrnimmt, wie wunderschön es ist, was unter anderem daran liegt, dass man Morgens einfach nicht in der Stimmung für so Sachen wie schönes Licht ist. Recht hat er. Und falls ich das Zitat jetzt versemmelt und vergurkt haben sollte, liegt das daran, dass ganze drei Stunden Schlaf hinter mir liegen. Drei. Eine Produktion der Pasiphae feat. Kater Cooperations, was für ein Team. Bis halb zwei habe ich mich ganz alleine wach gehalten, mit Disney Soundtracks, meinem Zeichenblock, den Bildern von Kurt Halsey, Schokoflocken und einem guten Stück aktive Vergangenheitsbewältigung, wie erinnern uns. Dann haben Kater Biff und ich gut zusammen gearbeitet, und mit perfektem Timing durch Grübelleien und Gefühlsausbrüche (mein Part) oder durch Rumlärmen, Füßeattakieren und nächtliche Ruhestörung (Biffs Part) minutiös das Einschlafen verhindet. Dann habe ich versagt und bin weggesackt, das muss gegen halb drei gewesen sein, aber mein Partner mit Fell hat ganze Arbeit geleistet und mich pünklich halb sechs geweckt mit einer Komposition aus anspringen, rumtopben, Kratzen (an der Couch und mir) und punktgenaues Rumnerven. Als ich ihm Futter gegeben habe, war er ruhig - und ich konnte alleine weiter machen. Als ich trotz Gedanken, Unentspanntheit und der furchtbaren Wut darüber, schon wieder morgens geweckt worden zu sein, fast doch noch weggepennt wäre, hat mein Körper gerade noch rechtzeitig geschaltet und mir lecker Kopfschmerzen geschickt, damit ich auch ja wachbleibe. Also blieb ich wach, hatte promt Millionen Einfälle, was ich alles an Kleinkram unternehmen könnte um mein Leben zu verbessern (und ein paar mehr, um ihm und der Menschheit endlich ein grausames Ende zu bereiten) und bin schließlich aufgestanden, um sie umzusetzen oder zumindest aufzuschreiben. Gedanken sind Arschgeigen. Überflüssig zu erwähnen, dass sie alle weg sind.

Tja, am Montag schreib ich meine gefürchtete Klausur und heute sollte ich lernen. Geht bestimmt toll, so mit Kopfschmerzen und Schlafmangel. My life is a mess.

treffsicher

Ein paar Tränchen und merkwürdige Skizzen, die L. Angst machen würden, wenn sie sie fände, aber sie ist bei so was nicht sehr offen, also was soll's, später...

Ich glaube, der Kurt ist auch schon mal auf den Flügeln des Falken gefolgen. Oder warum heule ich schon wieder?

Charakter gesucht und Trost gefunden

Ich könnte immernoch losheulenweinen, wenn ich mir die Bilder Kurt Halsey angucke. Diesmal ist sogar noch eine kleine Erkenntnis bei rausgesprungen.

"Wer mehr liebt ist immer der Dumme." stand in dem besseren der wenigen Teenagerliebesromane, die ich besitze und den Satz habe ich nie vergessen. Ich glaube nämlich, dass er stimmt. Ich glaube, bis mir ein Prinz das Gegenteil beweist, dass es immer einen gibt, der mehr liebt und der hat in der Regel die größeren Probleme. Der macht sich zum Depp, mit der größeren Wahrscheinlichkeit wird wenn dann er verlassen und alles in allem geht ihm die ganze Sachen am allernähsten. Ohne dass dafür irgendwer was kann, versteht sich.
Das wirklich große Problem dabei ist, dass ich beim letzten Mal definitiv aber Hallo die war, die mehr geliebt hat. Und das war das wirklich großartige daran. Ja, er war toll und talentiert und charmant und er sah gut aus. Aber das tolle war, dass ich jemanden so lieben konnte, dass da jemand diese Gefühle in mir aktiviert hat und ich das Vergnügen hatte, sie auszuleben. Da können die besten Freundinnen der Welt mir noch so oft sagen, dass er mich nicht verdiehnt hat und es gut ist, dass ich ihn los bin - was habe ich denn von Blumen und Komplimenten, wenn ich den "nächsten" armen Kerl nicht genauso zurücklieben kann, wie ich das gerne hätte? Ist ja nicht so, dass man sich so was aussuchen kann.

Naja, worauf ich eigentlich hinauswollte ist, dass der der mehr liebt, der Dumme ist. Und am Ende sehen muss, wo er mit seinen Gefühlen bleibt. (Ja, oder es gibt kein Ende und man lebt so jahrelang mit zurückgesteckten Bedürfissen vor sich hin. Oder man geht in Paartherapie und findet Kompromisse. Oder...) Und sich dann irgendwann verarscht vorkommt, in der abhängigen Loserrolle ist und ein ganz armes Würstchen. Jemandem ein paar Jahre und jede Menge Energie geschenkt hat und sich damit nur lächerlich macht.

Oder halt nicht. In Wirklichkeit ist vielleicht der, der mehr liebt, auf den Flügeln der Falken geflogen (Noch so ein Zitat, auch ein tolles Buch) und hat die wertvollere Erfahrung gemacht. Einen Menschen zu haben, der einen anhimmelt und umsorgt, ist sicherlich ganz nett und könnte mal wieder passieren, aber einen Menschen zu haben, dessen Bild man mit sich im Herzen trägt, ohne etwas dafür tun zu müssen, der jeden Tag mit einem hellbläulichen Leuchten füllt, an dessen Gedanken man sich klammern kann, wenn man Angst im Dunkeln auf dem Nachhauseweg hat, jemanden, in dessen Stimme man sich beim Einschlafen reinkuscheln kann, ohne dass er da ist - das ist wertvoller. Und seltener. Ist mir schon klar, dass das niemand genauso sehen muss, wie ich. Kommt vielleicht auf die Reihenfolge der Dinge an, die einem so passieren.
Current mood: besser

Donnerstag, 9. März 2006

vermurkst

Hach, Mist. Das war nicht geplant, da wollte ich mein Layout ändern und jetzt gefällt es mir weniger als vorher. Entr'acte ist jetzt also optisch under construction, bis mir eine Lösung eingefallen ist. (Nein, ich werde nicht aufgeben und wegziehen, obwohl ich zugeben muss, dass mich diese allgemeine Landflucht hier doch etwas demotiviert hat.) Aber wenn sich bis dahin jemand erbarmt und mir sagt, warum verdammt ich es einfach nicht gebacken kriege, ein Hintergrundbild anzeigen zu lassen, was ich auch tue, wäre das sehr nett und würde mir sehr helfen.

Jetzt geh ich schlafen.  
Currently playing: Aladdin Soundtrack
Current mood: Wütend

Eier

Ein Gespräch über Ehrlichkeit und darüber, wie man einem Jungen beibringt, dass es nicht gefunkt hat.

Phae: Ich dachte, notfalls krame ich einfach die Geschichte von der traumatischen Trennung raus, und dass ich mich auf keinen Fall erst mal wieder binden kann.
L.: Ja, oder Du erzählst ihm strahlend, dass Du jemaden unheimlich tollen kennen gelernt hast.
Phae: Da kann ich ihm auch gleich die Wahrheit sagen, das geht doch genauso in die Eier.
L.: Ja, aber es sind nicht deine Eier und Du willst auch nichts mit ihnen anfangen, also immer rein da.

nix...

Gibt echt nix zu erzählen. Ich lerne, ich lerne nicht, ich geh in die Mensa, ich kauf mir Zahnpasta.
Ach ja, und bald geh ich in den Zoo. Ich versprech mir immer noch nicht viel von diesem Date, aber dass er in den Zoo will, hat ihn sympatisch gemacht.

Dienstag, 7. März 2006

Farbterror - PS

Ich glaube, das Problem ist, dass ich den Stil, den ich so mag, nicht beschreiben, nicht fassen kann. Und deshalb auch nicht nutzen. Hmpf.
Vielleicht bräuchte ich einfach ein Vorbild?

Farbterror

Diese verdammte Sehnsucht! Dieser verdammte Hunger! Man sieht es diesem Blog vielleicht nicht an (Grrrrrrrrrrr), aber ich bin ja so was von süchtig nach Design. Und andere verdienen ihr Geld an mir!
Ich war heute in diesem Laden, Wohnbagatelle oder so und alles war so wunderschön. Ich weiß, dass das Versprechen von Lebensgefühl eine Lüge ist, oder zumdindest fast, denn schöne Sachen fühlen sich gut an, aber es ist so stark. Ich will. Eigentlich will ich nicht diese Lampe und dieses Geschirr, ich will dieses Lebensgefühl haben. Ich will diese Blumenranken aus der neuen Nokia(?) Werbung - das Handy ist häßlich, ich will nur die Blumen - ich will das meine Wohnung und mein Leben so aussehen, wie die Bilder in der Neon, im Intenet, in der Werbung. Deswegen häng ich doch ständig online rum, so vieles ist so... schön!
Ich höre mich an wie Gabrielle von Desperate Housewifes oder Carrie Havernan, dabei geht es mir nicht um Klamotten oder mich. Es geht um Farben, Schnörkel, Blumen und surrealistische Kunst. Ich hebe jeden Schnippsel auf, der mir gefällt, ich beklebe meine Hefter und Ordner, ich habe ständig neue Hintergrundbilder und ein riesiges angsammeltes Bildarchiv. Hölle, bin ich kreativ und totzdem komm ich nicht ran, ich will... Ich weiß nicht was, aber es ist bunt. Oder schwarz weiß. Es geht irgendwie um Studenten und das KTV-Gefühl (das muss noch nicht mal verstehen, wer aus Rostock kommt), es geht um einen Stil, den ich nicht fassen kann und doch haben will. Und zwar komplett.

So, jetzt werde ich im Internet nach zu teuren Retrotapeten suchen und aus den Bildern ein Emaildesign basteln, so kreativ bin ich. Hoffentlich geht es mir dann besser.

Currently playing: Franz Ferdinand

Cooking by numbers

In den letzen Monaten war "Studentenessen" der mit Abstand am häufigsten bei Google gesuchte Begriff, der die Leute hierher geführt hat. Scheint Bedarf zu bestehen. Na dann... Tädää *präsentier:
Guckt mal das.
Cooking by Numbers nennt sich die Seite und scheint ganz toll zu sein. Man gibt einfach an, was Kühl- und Küchenschrank gerade so hergeben und läßt sich dann Rezepte für diese Zutaten anzeigen. Na, wenn das nicht Studententauglich ist. Außerdem gibt es noch umfangreiche Kochtipps, einen Shop und ein Spiel, wo man Killertomaten bekehren muss. Also, ich bin begeistert.
in: Kultur

Montag, 6. März 2006

Simsucht

Wäre ja auch blöd, so ganz ohne sinnfreie Ablenkung, da müsste man seine Zeit ja noch letzten Endes für was sinnvolles nutzen.
Eben bin ich nach stundenlanger Trance aus dem Sims 2 - Koma erwacht ("Schon Mitternacht?!") ; warum soll ich mich denn mit meinem eigenem Leben herumschlagen, wenn ich es auch nachbauen und virtuell steuern kann? Es ist nicht so, dass ich nicht wüßte, worauf ich mich eingelassen habe, ich bin seit Jahren Simsabhängig, habe das Internet schon vor Jahren  stundenlang nach Downloads durchkämmt, bestimmt hunderte kleine Pixelgeschöpfe erschaffen, mir Geschichten dazu ausgedacht, Häuser entworfen. Gerade wurde es langweilig, gerade war ich annähernd frei, jetzt hat es mich wieder. Eigentlich ärgerlich.

Aber jetzt muss ich schlafen, mein Energiebalken ist schon ganz rot und wird darin nur noch von der Harndrangsäule übertroffen.
Current mood: Übermüdet

Die Jugend von heute

"Ey Muschi, willste mir einen blasen?"
L. starrt mich an. "Haben die das gerade wirklich gesagt?" Wir gucken noch einmal genau hin und es stimmt: eine Bande von Rotzlöffeln, acht an der Zahl und auch nur knapp mehr im Durchschnittsalter, grölend und feixend. Unglaublich. Wir wollen gerade weiter gehen, da kommen die ersten Schneebälle geflogen. Hart.
"So! Das reicht!" L. dreht um, steuert auf die Jungs zu, ich hinterher, grinsend. Ich höre ihr gerne dabei zu, wie sie anderen Leuten den Marsch bläst, sich durchsetzt. Wir kommen näher, vielleicht sind einige von ihnen auch zwölf, der Anführer zumindest ist deutlich der größte, aber nicht der Einzige mit Kippe in der Hand. Wie kann man in diesem Alter schon so häßlich sein? Und so dreckig grinsen? L. entscheidet sich, zu den kleinen Jungs nett, netter als zu der Schalterangestellten, neulich, aber davon hab ich ja nur gehört. Sie beugt sich vor und macht den sympathischen, kumpelhaften, der eigentlich immer zieht. Eigentlich.
"Jungs, hört mal", sagt sie, "wenn ihr so weitermacht, werdet ihr nie eine Freundin bekommen, so wird das nichts." Der häßliche Anführer grinst und zieht die Nase hoch, eine der Bande beißt ein Stück Brötchen ab und zieht mir mit dem Stück im Mund eine Grimasse.
"Auf's Maul?" fragt der Große. L. läßt sich nicht abbringen. "Zu Mädchen muss man nett sein, sonst kriegt ihr nie eine ab - so wie ihr ausseht habt ihr es doch schon schwer genug, Jungs.", setzt sie nach, als das höhnische Lachen lauter wird, weder ihr großartiges Aussehen, noch ihr gewinnendes Charisma haben irgendeinen Effekt auf die kleinen Monster, die beides kein Stück zu schätzen wissen. Noch nicht, Jungs, wartet nur ab. Noch allerdings die so aus, als ob die wirklich gleich handgreiflich werden, die Knirpse.
"Ey, ich hab drei Vot****, Alte" schnarrt der Große, seine Untergeben lachen fröhlich und wir geben auf. Eine Ladung Speichel trifft L.s Jacke, ein Schneeball meinen Nacken, als wir von dannen ziehen - kopfschüttelnd und lachend, immerhin müssen wir diese Situation jetzt verarbeiten, irgendwie hinbiegen. Wir machen unsere Witze und fragen uns, wie das denn sein kann. So eine Bande, im teuersten Viertel der Stadt. Und wir haben sie auch noch bestärkt. Natürlich sind wir uns unserer Niederlage sehr bewußt. Welche Schmach.
Das ist Stunden her und der klassische Moment (in dem einen die passende schlagfertige Bemerkung, die dem anderen aber so was von die Hose ausgezogen hätte, später auf dem Klo einfällt) ist nis jetzt ausgeblieben. Was macht man denn da, verdammt? Ich will ihre Mütter sprechen... Allesamt.        

Sonntag, 5. März 2006

Kinnie

Mein Mitbringsel von Malta hab ich mir schon vorher ausgesucht: Eine ganze Flasche Kinnie! Jetzt sind meine Eltern zurück gekommen und haben mir ein kleines Stück Urlaub mitgebracht. Augen zu und schlürf. Für ein paar Sekunden war ich wieder 16, mit Mittelmeersalz auf der Haut, Geckos im Schlafzimmer und H. an meiner Seite, die mir schon viel länger fehlt, als sie weg ist. Hach, Malta...
Wenn es Kinnie in Deutschland zu kaufen gäbe, würde ich wohl auch in der Mensa was trinken. *seufz* Ein Glas ist schon weg...

Kinderspiel?

Familienfest. Ich mag meine Familie. Aber das ist verständlich,  ist seh sie auch nur ein paar Mal im Jahr...
Meinen kleinen Cousin mag ich auch, der ist jetzt in der ersten Klasse und ich mag seine Mutter, sie hat einen tollen Humor und ist unglaublich nett... Aber trotzdem habe ich nach ein paar Stunden mit dem Kleinen beschlossen, dass ich meine eigenen Kinder in einem Wald aufziehen werde, oder irgendwo, wo sie nicht den ganzen Tag der "Sag Mama ICH WILL DAS"-Fernsehwerbung ausgesetzt sind und zu willenlosen Konsumsklaven mutieren. Nennenswerte Geschenke  werden meine Kinder zu Weihnachten und ihrem Geburtstag kriegen und sonst nicht und auch wenn ich meine Eltern dafür gehasst habe: Im Nachhinein ist die "1 Stunde Fernsehen am Tag" Regel ganz richtig... Und - ich seh ja ein, dass kleine Jungen nicht unbedingt mit Barbis und Püppchen Familienrollenspiele spielen können, aber... gibt es für Jungs denn wirklich nichts, was Spaß macht und nichts mit Krieg und Gewalt zu tun hat?

Freitag, 3. März 2006

Trash

Wir haben eine Wassersäule bekommen, von unserem Vermieter. Na, wenn das nicht cool ist. Das Ding geht uns bestimmt bald total auf die Nerven, aber bis dahin freu ich mich über die Blubberblasen und das bunte Licht und das total crazymegasupicoole Lifestylegefühl, das dieses Ding in unsere Wohnung (die ja jetzt erst recht eine supimagacoolcrazy Studentenbude ist), naja viel mehr unsem Studenenbad verleiht, woanders ist ja mal wieder kein Platz dafür. Früher fand ich nämlich, Studenten müßten so was in ihrer Wohnung haben, komische, sinnlose Dinge, die leuchten. Hm, hab wohl zu viel "Schule am See" geguckt, damals...   

Mittwoch, 1. März 2006

Ferienauthisums (und ja, ich weiß dass das nicht lustig ist. Sorry.)

War das auf Galileo, wo ich gesehen habe, wie sie ein Mädchen experimentell in einer Wohnung isolierten, um zu sehen, wie lange sie es ohne menschliche Gesellschaft aushält? Egal, wo, sie hat nach sechs Tagen aufgegeben, konnte nicht mehr und dann war sie ganz hysterisch und alles in allem ziemlich verkorkst.
Das macht mir Angst. Okay, L. kommt ja bald zurück, oder, der Torkelkater ist hier und erlaubt mir zumindest ein Mindestmaß an sozialer Kommunikation (Oh mein Gott, ich werde eine Katzenmutti), okay, ich habe ICQ und Emails und ab und zu kann ich ja auch telefonieren. Und Abends gehe ich manchmal sogar weg. Das heißt wohl, alles in allem könnte ich an die acht Tage durchhalten, wenn ich denn müßte (Gut dass sich L. keinen zweiwöchigen Skiurlaub leisten kann), dann erst würde ich verrückt.
...
Jetzt weiß ich nicht, wie ich diesen Eintrag beenden soll. Ich glaub, ich wollte nur mal wieder rumjammern.

We proudly present: The real Mike Delfino

Das hätte ich nicht für möglich gehalten. Nie. Mein Weltbild ist erschüttert. Ich habe nämlich, haltet Euch fest, einen neuen Nachbarn. Next door. Und, jetzt kommt der Hammer - er ist süß.
Okay, wahrscheinlich ist er auch vergeben (wobei L. steif und fest behauptet, das hübsche Mädchen, dass ihm so viel beim Umzug geholfen hat, dass wir dachten, sie ziehe hier ein, könne genauso gut  seine Schwester sein, wir hätten sie schließlich noch nicht knutschen sehen.), aber das ist egal, es geht ums Prinzip. Ich habe einen süßen Nachbarn. So etwas kann wirklich passieren, so etwas gibt es nicht nur in schlechten Filmen auf Sat1. Na, wenn das nicht hoffen läßt. Theoretisch ist es also auch möglich, dass ich meinen Traumman im Supermarkt begegne, oder in der Bücherei, ihn versehentlich mit dem Fahrrad anfahre und auf einen Kaffe einlade. Das ist jetzt alles möglich, das könnte alles passieren, das ist kein bisschen zu kitschig für echt, denn ich habe ja auch einen süßen, neuen Nachbarn!

Das ist übrigens genau der richtige Zeitpunkt, ich war schon am Verzweifeln. (Nach keinen zwei Monaten Singledasein, mitten im Leer werden. Geduld ist wohl nicht gerade meine Stärke.) Denn, auch wenn ich noch gar nicht richtig angefangen habe, diese ganze Date-Single-Flirt-Sache ist irgendwie nichts für mich. Und damit meine ich noch nicht mal, dass ich das nicht kann - es funktioniert einfach nicht. Von wievielen Typen soll man sich denn anquatschen, anmailen und einladen lassen, bis es mal funkt? Und wenn Prince Charming dabei ist (warum sollte er? Ich bin schließlich auch großartig und sprech ich die Typen an? Nein...) ist, würde ich es nicht merken, weil diese Singleflirtdatesache auf das Verlieben ausgerichtet ist und damit genau das blockiert. Das ist unnatürlich. Das ist wie Pinkeln, wenn einer zusieht. Man kennt sich nicht, man macht blöden Small Talk und keiner ist überrascht, wenn es mal funkt, denn das ist ja der ganze Sinn der Sache.
Ich muss jemanden kennen, eine Zeitlang anschmachten, ihn beobachten können, ich muss mir den Typen selbst aussuchen - und damit meine ich nicht sein Aussehen, nicht sein dämliches "Drei gute Eigenschaften von mir" Single Profil und erst recht nicht sein Foto.
So weit der Stand der Dinge. Ich war also am Verzweifeln. Aber jetzt habe ich einen Wink des Schicksals, Aphrodite ist noch genauso drauf wie zu der Zeit, als der Groschenroman erfunden wurde, ich bin nicht auf Single Profile angewiesen! Hm... Ich sollte einkaufen fahren. Mit dem Rad. Und frisch gewaschenen Haaren, rasierten Beinen und meinem Lieblingsrock. Man weiß ja nie. *grins*

Read, register, release

Tja, lange konzentrieren ist bei mir anscheindend nicht drin. Ich hab gelernt, ehrlich, aber irgendwie hab ich heute auch bei Google Earth alle Orte eingetragen, an denen ich schon war (das mach ich bald nochmal, das Program ist nach einer Stunde abgestürzt, ohne das ich speichern konnte. Gut, dass ich viel zu fertig und apathisch bin, um wütend zu werden) und mich bei Bookcrossing.com registriert. Dabei hab ich noch gar keine Bücher zum Freilassen, zumindest nicht hier. Noch nicht, hehe. Egal, das Konzept finde ich großartig und ich möchte hiermit öffentlich kundtun, dass es eine riesengroße Schweinerei ist, Bücher in den Müll zu werfen und jeder der das tut, soll sich schähmen. Pfui, sag ich, pfui!

Schade eigentlich, dass in meiner Stadt anscheindend nicht wirklich viele Leute mitmachen...  *grübel* Ich will jetzt ein Buch freilassen... *überleg* Au, ich weiß! Ich könnte meine Tanja Kinkel Romane loswerden, die fand ich eh blöd. Mag hier irgendjemand Tanja Kinkel?

(Hm, sieht aus, als wäre mein Gehirn nach stundenlanger Konzentrationszwangsjacke ein bisschen eingedellt. Tschuldigung. Tschuldigung Tanja. Ich hör jetzt auch auf, so einen Mist zu schreiben und zieh mich wieder in mein vorübergehendes Authistendasein zurück)


Current mood: ein bisschen aufgeregt
in: Kultur

Nordpol

Es ist nicht zu fassen. Meine Heizung läuft seit Tagen auf 5, aber (weil L. nicht da und ihr Zimmer kalt ist?) wird es einfach nicht warm! Ich sitze hier - ohne Scheiß -  im Wollpulli, hab Stulpen an Händen und Füßen, ein langes Tuch um den Hals und nicht nur ein Kopftuch, sondern auch eine peruanische Ohrenbedeckwollmütze auf dem Kopf. (Denn wir wissen ja, über 60% der Körperwärem gehen über den Kopf flöten.) Die kratzt übrigens an den Ohren, das ist mir vorher nie aufgefallen.
Die gute Nachricht ist, dass ich endlich angefangen habe, richtig zu lernen. (Deswegen, *räusper* bin ich auch gerade hochkonzentriert und schreibe keinen Webblogeintrag, wär ja blöd.) Es sind aber auch weniger als zwei Wochen noch Zeit bis zur Klausur... mir ist heute Nacht mit Entsetzen klar geworden, dass jetzt März ist.

By the way, was schenkt man Vätern eigentlich zum Geburtstag? Für den ganzen Streß, finde ich, habe ich jetzt ein bisschen Frühling verdient.
Currently playing: Seitenrascheln, Bleistiftkritzeln, Kopfrauschen - nein, ich bin nicht in der Bib
Current mood: Kratzende Ohren und nur noch halb motiviert