Entr'acte Gedanken, Erlebnisse, Zitate, komischer Humor... und der Rest von mir.

Einträge "Januar 2006":

Dienstag, 31. Januar 2006

Monatsbilanz

Woa. Liebeskummer bringt Leser. 
Currently playing: Girlmore Girls - Werbung natürlich
Current mood: Alles klar

Es geht bergauf

Telefonat, vorhin.

M: Ich meine, du willst doch nicht zu ihm zurück, oder?
Phae: ... Nein.

Das gemeine daran. Wenn ich mich selbst belüge, bin ich so gut, dass ich es noch nicht mal merke.

***

Gilmore Girls: Heute hatte ich viel mehr Mitleid mit Loreley als mit mir selbst. Das nehme ich als gutes Zeichen. Und jetzt geh ich tanzen!

Fertig

Hach, dieses Gefühl...

... dieses Gefühl nach einer geschriebenen Klausur den Raum zu verlassen. Die Tür aufzustoßen, den Flur zu sehen, puuuuh fertig, durchatmen, entspannen... Vorsichtig lächeln. Das war gut. Okay, zwei-drei Sätze sind etwas fraglich und ein paar von den Fakten habe ich mir nur ausgedacht, aber... aber ich hab irgendwas tolles aus irgendeinem Lieblingsbuch einbauen können, und einmal, da war meine Argumentation echt brilliant und ein paar Mal sind mir auch ganz raffinierte Wendungen eingefallen, die findet sie bestimmt toll. Genau wie die ganze Arbeit. Ganz bestimmt.

... dieses Gefühl fehlt mir irgendwie. War schon schöner als dieser dumpfe "Das hättest Du dir jetzt echt nicht geben müssen"Brei, heutzutage. Verdammt.
Currently playing: The Wohlstandskinder - Jemand
Current mood: Bien - malgré cela...

Samstag, 28. Januar 2006

Bang bang

Vor meinen Eltern und meinen eigenen zuuntersten Vorstellungen von Moral, könnte ich die Tarantinofilme ja nicht rechtfertigen. Da würde die schöne Bildsprache, die interessanten Schnitte, der Humor und natürlich die schweinemäßige Coolness gegen die viele sinnlose Gewalt voll abstinken. (Waffen sind schlimm, m'kay?) Aber gegen die Musik kann man ja echt nix sagen.
Und die gab's gestern. Pur. Stundenlang. Die Band kommt wohl aus Great-Brittain, nennt sich "The Tarantinos" und haben eine sehr geile Show mit Musik aus Rate-mal-welchen Filmen. Und wenn man sich Kill Bill mäßig verkleidet, kommt man ganz billig rein. Hieß für mich, dass ich mit meinem Kindersamuraischwert (Warum ich so was hab? Lange Geschichte.) eine Stunde lang durch die Stadt getingelt bin, aber das war es wert. Außerdem ist mein Kindersamuraischwert cool.

Genau wie der Abend gestern. Ich möchte mich ja bemühen, aussagestärkere Adjektive zu bemühen und meinen Wortschatz wieder von diesem Klingeltonslang wegzukriegen, aber zu Musik aus Tarantinofilmen darf man das doch wirklich sagen: cool. Die Jungs an den Instrumenten waren prima drauf und haben toll gespielt, der Frontman war symapthisch und die Frau mit der Mia Wallace Perücke hat fast die ganze Zeit nicht gelächelt und eine großartige Stimme. Na, ich seh schon. Meine Adjektive sind nicht so der Bringer. Hat auch jeden Fall alles gestimmt, gerstern, war einfach nur sehr geil und wenn die Tarantinos nochmal irgendwo auftreten, sollte man da hin gehen. Please, please, please with sugar on the top.

in: Kultur

Donnerstag, 26. Januar 2006

Girls don't poop.


Girls don't poop - hab ich bei argh! gefunden. Der hat's Momentaufnahmen genannt. Die Bezeichnung gefällt mir, die Seite erst recht und jetzt rede ich mir ein, dass das alles wirklich passiert ist... 
Current mood: Lächelnd
in: Kultur

Go!

Huuuu, jetzt hab ich auch mal wen gegoogelt. Aber nicht den fka Lieblingsmenschen, sondern eine alte Jugendliebe. Hu, das hat Spaß gemacht. Ich hab ihn sogar gefunden. Naja, ein Name in einer Liste, aber ich bin mir ganz sicher, dass er ist ist. Schade, kein Foto, keine weiteren Infos und etwas älter war die Seite auch schon... Egal, jetzt hab ich das Internet wieder lieb! 
Currently playing: Ich hab Durst.
Current mood: Grinsend

Voll auf Plums

Da dieser "Antidrogenqutasch ja viel tiefer in mir verwurzelt ist als" .. als wasauchimmer/ irgendwas anderes, bin ich ständig auf der Suche nach Alternativkicks. Naja, stimmt gar nicht, aber wenn ich doch mal welche finde, freu ich mich halt. So wie heute.

Naja, der Megatipp wird das jetzt wohl nicht, denn eine von drei wichtigen Zutaten ist Kaffe. (Ich hör sie schon alle "Neeein!" rufen. Ja, ich weiß doch, dass ich den Kaffe nicht erfunden hab.)  Und am besten, unregelmäßig und selten, dann knallt er mehr. Und mit Caramel, am besten das vom Polenmarkt, Mjelko, dieses Zeug in der Tube, dass die da wohl immer pur naschen und uns immer die Eltern meiner Mitbewohnerin immer mitbringen. (Hehe, seht zu, wo ihr euren Stoff herbekommt.) Dazu muss man ganz früh aufstehen, nachdem man ganz spät ins Bett gekommen ist. Sollte ja kein Problem sein. Am besten dies auch eher unregelmäßig, dann ist die Wirkung stärker. Und jetzt der Knaller: die Geheimzutat: lasst es Nachts kräftig schneien (darum könnt ihr euch dann ja kümmern, statt zu schlafen) und fahrt am Morgen mit dem Fahrrad zur... wasauchimmer. Wichtig ist, dass unter dem Neuschnee eine spiegelglatte Eisschicht ist, auf der ihr dann, samt Rad richtig schön ausrutschen und der Länge nach hinplauzen könnt. Wenn ihr beim Fallen so elegant von Fahrrad weggleitet wie ich, tut es noch nicht mal weh... Und dann daliegen, einen lustigen Laut der Überraschung von Euch geben und genießen, wie der Schreck nachträglich durch den Körper huscht - um sich nach einigem vor sich hinprickeln zu Kaffe und Müdigkeit zu gesellen und zusammen ein bisschen Spaß zu haben. 
Vielleicht ist das ja alles Quatsch, aber bei mir hat der Übermüdungs-Caramelcoffein-Adrealin-Neuschneegeruch-Cocktail heute morgen Wunder bewirkt... ich hatte einen großartig albernen, kiechrigen Vormittag und viel Spaß, und mich seit langem mal wieder sehr großartig gefühlt.

Oder sollte das nur eine manische Phase gewesen sein?
Currently playing: Katze spielt raschelnd
Current mood: ... woa... 16 Stunden und es hält immer noch an... *grins*

Montag, 23. Januar 2006

Die kranke Welt der...

... und diese ganze Internetgeschichte nervt mich jetzt auch. Jeder spioniert hier jeden aus, wir gehören alle in die Klapse. Oder, noch schlimmer, in eine Daily Soap. Hab ich mir Schmutzwäsche und Intrigen vielleicht zu Weihnachten gewünscht? Argh.
Liebe Liebenden, lasst die Finger vom ICQ...

Was mich zu einer Frage bring, die sich mir schon länger stellt. Sind Blogs eigentlich moralisch? Ja klar, wenn Leute über was richtiges schreiben, über Politik oder Musik, kein Thema. Aber das was ich hier mache, darf ich das. Ist ja nicht nur mein Leben... Aber es ist meine Interpretation und wahrscheinlich neige ich wie jeder andere auch zur totalen Selbstgerechtigkeit. Und wird die ganze Chose dadurch, dass (hoffentlich) weder er, noch irgendjemand sonst weiß, dass und von wem genau ich hier schreibe eigentlich besser oder schlimmer? 
Currently playing: Maskenball - *g* passender Zufall
Current mood: angep***t


L.: Lass dich davon nicht runterziehen.
P.: Ich doch nicht...

Scheiße ist das, wenn man gerne weinen würde und sei es nur weil es das Beste ist, was einem einfällt, und man kann aber nicht. 
Currently playing: Entr'acte aus'm Phantom. Hehe.
Current mood: Kopfscherzen und dem Rest geht's auch nicht besser

Wir und der Fluch der Liebe

Wie soll ich ihn nur jemals los werden? Ich bin böse auf ihn, ich bin verletzt, ich habe eine kilometerlange Liste mit Gründen, warum es viel besser ist, nicht mit ihm zusammen sein. Er hat noch nicht mal das Meer gemocht... Und trotzdem werde ich dieses Gefühl in mir einfach nicht los. Dieses blöde Gefühl, das mir, wenn ich nicht aufpasse immer noch Wellen von Wärme und Glück schickt, wenn ich an ihn denke, ohne daran zu denken, was passiert ist. Ich weiß ja, dass sowas Zeit braucht, bla bla, Vergessen, bla bla, Abstand gewinnen... Menschliche Gefühle sind genauso wenig für die Ewigkeit geschaffen, wie Menschen selber, auch wenn es einem so vorkommt. Klar weiß ich das.
Trotzdem kommt es mir so vor, als hätte das hier die besten Chancen, so eine blöde "White Flag, Ich habe immer nur dich geliebt"- Story zu werden. Und so hatte ich mir mein Leben eigentlich nicht vorgestellt.

Was ich eigentlich erzählen wollte, ist, dass mir - angeregt, eine Menge über dieses Thema nachzudenken - am Wochenende, irgendwann zwischen "The Butterfly Effekt" und dem Zähneputzen so eine Theorie gekommen ist. Zum Thema, warum sind Frauen eigentlich so blöd? Die alte Leier also, warum tun wir uns das alles an, warum sind wir so oft hoffnungslos destruktiv in der Liebe, im Leben... Warum werden wir lieber magersüchtig und richten uns selbst zu Grunde, anstatt unsere Aggressionen nach außen zu richten und zertören, was uns kaputt macht? Und warum immer die falschen Typen?

So neu ist meine Theorie wohl gar nicht. Kam mir aber so vor. Unsere wichtigeste Aufgabe ist es doch, Mutter zu sein. Unser Kind aufzuziehen und zu schützen, was immer da auch kommen mag. Ich weiß nicht, in welcher Frauenzeitschrift ich den Report von der Frau gelesen habe, die sich vor die Raubkatze warf, die ihre Tochter angegriffen hat. Das Mädchen konnte fliehen und der Mann, der später in den Wald zurückkehrte, fand die Frau zerfetzt vor und gerade noch ein bisschen lebendig. Es kam ihm so vor, als hätte sie sich mit aller Kraft am Leben gehalten, bis sie von ihm hörte, dass das Mädchen in Sicherheit sei. Dann erst sei sie gestorben.
So sind wir doch. Dazu sind wir da, das ist in uns drin. Damit die Menschheit überleben konnte, haben wir alle das Bedürfnis in uns, uns vor Raubkatzen zu werfen, um unsere Kinder zu beschützen. Und zu ihnen zu halten, egal was für einen Scheiß sie bauen. Und immer wieder an sie zu glauben. Liebe halt, diese Liebe ist in uns drin und und ist extra dafür gemacht worden, die harten Zeiten zu überstehen.
Und das tut sie auch, selbst dann, wenn gar keine Kinder da sind. Anscheinden blüht sie erst auf, wenn es daran geht, an ihn zu glauben, darauf zu vertrauen, dass alles besser wird, wenn sie sich vornehmen kann, zu kämpfen, da zu sein und stark zu sein, wenn sie an die Kraft der Liebe glauben und leise flüstern kann: "Ich verlass dich nicht!"
Vielleicht ist das alles in uns drin und vielleicht können wir, sind wir uns erst mal sicher, dass wir lieben, deshalb nicht mehr einfach gehen, obwohl wir wissen müßten, dass wir das vielleicht uns schuldig sind. Nicht bevor wir noch mehr gegeben haben.

Ich weiß ja auch, dass nicht alle Frauen so ticken, im Gegenteil. Aber als ich durch das Dachfenster auf die Sterne geguckt habe, hat das verdammt viel Sinn gemacht. Und traurig...


Currently playing: The point of no return

Armer Kleiner

Ich muss jetzt mal ne Lanze brechen. Lasst Kevin in Ruhe!

Ich kanns nicht mehr hören. Ist das wirklich euer Ernst, Leute? Ihr progarmmiert Websites, unterschreibt meilenlange Petitionslisten und kauft T-Shirts... weil da ein neues Gesicht auf der Schokolade ist?! *brech*
Ich weiß gar nicht, warum mich das so aufregt... Weil sicherlich niemand daran denkt, dass der kleine Kevin auch irgendwo rumläuft und all das mitkriegt, weil von Kevin natürlich nie jemand dran gedacht hat, wie gerne er das Gesicht auf der Kinderschokolade doch mag und wie gut, dass der Kleine einen so süß anlächelt, weil viele gar nicht gemerkt haben, dass auch das "alte" Gesicht früher schon mal anders aussah und weil sich alle mit freudigem Eifer in das Gemotze und die Empörung stürzen, froh, endlich mal wieder eine Meinung haben zu können, ohne die Nachrichten gucken zu müssen. Und voller Inbrunst behaupten, der Kleine sei häßlich und offensichtlich ein AK. Großartig, Leute, Menschenkenntnis trifft Schokotafel.
Naja, vielleicht auch, weil er, der ehemalige Lieblingsmensch immer ganz vorne mit dabei war und am lautesten "Weg mit Kevin" gerufen hat... Vielleicht.
Aber egal, wo diese Meinung her kommt, sie ist da. Wenn ihr so viel Kraft aus Euerer Empörung schöpfen könnt, dann setzt die doch für was sinnvolles ein und unterschreibt irgendwo, wo euer Name auch was nützt.Ihr seid genauso wie die bösen Teenagercliquen in der Schule, die auch immer den Schwächsten gedisst haben - nur lächerlicher.  Lasst Kevin in Ruhe!

Sonntag, 22. Januar 2006

Klausurenzeit

Ich eigne mich nicht zum Studieren. Ich kann nicht lernen. Ich kann mich einfach nicht konzentireren.  Verdammt, wenn die das merken, schmeißen die mich doch sofort raus...
Currently playing: Six Feet Under

Freitag, 20. Januar 2006

Dark Guy

Ich studiere mit Snape. Ja, genau, Snape. Der Snape. Severus.
Nein, nein, das wird kein Eintrag über einen bösen, gemeinen Dozenten, der mich hasst, ich meine wirklich Snape. Er sitzt bei mir in einigen Kursen, er ist groß und schlank, hat schwarze Haare, die zwar nicht wirklich lang und fettig sind, aber glänzen, und einen schwarzen Bart. Er hat eine schmale Brille und immer dunkle Kleidung: schwarze Hose, grauer Pulli, dunkelgrauer Schal. Er sieht immer dunkel aus und ernst... das ist einfach Snape. Er sieht nicht aus wie Alan Rickman, sondern wie ein junger Snape - ich hab ihn mir eh nie richtig mit langen Haaren vorgestellt.
Ich hab auch schon meiner Kursnachbarin von meiner Entdeckung erzählt und sie von totaler Skepsis (die ich mit meinen "Gucke mal, der sieht voll aus wie..."-Anfällen immer ernte) zu begeisterter Übereinstimmung mit meiner Theorie gebracht, Snapes Erscheinen und düsteres Anwesendsein im Kurs wurden von uns jede Woche gewürdigt.

Bis er ein Referat gehalten hat. Mit unüberhörbaren Akzent aus irgendwo östlich von hier, viel zu unbrummeliger Stimme, gut gelaunt und nett. Und dann hatte der auch noch Humor! Menno... Und heute hat er hellblau getragen.

Rücksichtslos finde ich das.
Currently playing: Talk Talk Talk

Donnerstag, 19. Januar 2006

kitty love

Biff Rock hat die Angewohnheit, wie jede andere Katze, nehm ich mal an, immer genau vor der Tür zu sitzen, wenn ich nach Hause komme. Immer. Er will mir ein schlechtes Gewissen machen, weil ich raus durfte und er nicht, er will gucken, ob er es diesmal schafft, durch meine Beine in den Flur zu büxen und dort am Teppich zu kratzen und den Weg in die Freiheit zu suchen. (Ja, der Arme. Ich weiß.) Außerdem will er mir mitteilen, dass er hungrig ist und vielleicht liegt ihm auch daran, in mir den Glauben aufrechtzuerhalten, dasser sich freut, mich zu sehen und mir Hallo sagen muss. In vielerlei Hinsicht ein wichtiger Job, das an der Tür stehen, den er höchst gewissenhaft ausführt. Ist ja ein Kater, der was auf sich hält.

Außer heute. Heute stand er nicht in der Tür, meinen täglichen Durchquetschakt, damit er nicht rausflitzt, hab ich also ganz umsonst hingelegt. Hab schon gedacht, er wär mir unbemerkt doch entwischt. Aber Herr Rock lag bequem auf dem Bett und blinzelte mich an. "Na gut", hab ich gedacht, unsere Wohnung ist so klein, er wird sich gedacht haben, dass ich früher oder später auch mal hier vorbeikommen muss und dann kann er mir ja immer noch Guten Tag sagen. Richtig so, schlauer Kater." Aber wenig später, zurück ich der Küche hab ich's dann gesehen. Teddy lag da nämlich, gut postiert genau vor der Tür, Hallosagen war heut wohl sein Job, Biffi hatte frei. 

Ist das nicht süß?  Sie teilen sich die Aufgaben!

Currently playing: Die Mothman Prophezeiung

Mittwoch, 18. Januar 2006

Lines of the day


So you think you can stone me and spit in my eye

So you think you can love me and leave me to die.
Oh Baby! Can't do this to me Baby.
Just gotta get out, just gotta get right outta here.


Nimm dies, du dreckige Schüft!
Ich les mir englische, gebloggte Songtexte ja fast nie durch.
Erwarte ich auch von keinem. Aber das musste raus.
Currently playing: L. telefoniert. Man hört, dass sie mit einem Mädchen spricht. Faszinierend.

Dare to join us

Chor (singe nämlich doch in einem) war so geil, ich habe eben auf dem Fahrrad (auf der Straße) laut vor mich hingesungen. Und es war mir ganz egal, dass da noch Leute waren. 
Currently playing: dum di dum di dum di dum (Klaviersolo!)

Pasi forscht... unvermutet

Vorlesung, die kleine Phae nichtsahnend inmitten einem Haufen Jungs. Zwei Mädchen halten ein Referat und gehen dazu nach vorne, lächelnd, süß und niedlich, wie immer eigentlich. Denke ich.  Da, plötzlich. "Hey, Andreas!", zischt es neben mir, "Findste die etwa immer noch so geil?" Andreas dreht sich um, grinst, schüttelt abwehrend den Kopf, hochgezogene Augenbrauen. Drei Männerstimmen kiechern polternd (was es so alles gibt), drei Köpfe senken sich über drei Handouts, schließlich geht das Referat los.
Und nur die keine Phae bleibt mit großen Augen sitzen und starrt das nun seinerseits nichtsahnende Mädchen an. Ist das wirklich grade passiert? Und warum? Süß und niedlich. Wie immer eigentlich.

Jungs können so grausam sein.   

Was ich schon immer mal sagen wollte, wenn ich mir die Mühe machen würde, abzusteigen

Fahrradfahrer werden ja auch nur angepisst. Ständig und von allen.

Liebe genervte Frauen, gerne mit Kinderwagen, liebe hektische Herren mit Aktentasche und last but definetely not least liebe mürrischen älteren Leute. Ich weiß auch, dass Fahrradfahrer auf der Straße fahren sollen. Das würde ich auch gerne tun, immerhin müßte ich dann nicht ständig schlecht gelaunten Passanten ausweichen, die mich kommen sehen und sich mir trotzdem noch in den Weg stellen, weil ich ja auf ihrem Tretoir nichts zu suchen habe.  Allerdings habe ich 15 Minuten Zeit, um zwischen zwei Vorlesungen zwei Gebäude zu wechseln, die geschätzte 17 Minuten auseinander liegen. (Naja.) Da werde ich mir keine unzähligen Ampeln antun, um auf die richtige Spur der Straße zu gelangen, wenn ich mich sowieso schon auf der richtigen Seite der Gehwegs befinde. Das wäre ja auch blöd, nicht wahr? Ja.
Außerdem hat es geschneit und "Straßen räumen" heißt bestenfalls "Alles auf die Fahrradspuhr schieben", außerdem ist alles so rutschig und glatt, dass man stänig in Gefahr läuft, hinzufallen. Und wenn ich schon hinfalle, würde ich das gerne machen, wo nicht ständig Autos hinter mir rumdüsen. Zum Beispiel auf, jaa  genau, Ihrem Gehweg.
Wie sie sehen habe ich also Gründe für mein Verhalten, genau wie die meisten Leute ürbigens, die ständig  von  Misanthropen wie ihnen beschimpft werden, weil sie entweder nicht die Fähigkeit oder die Lust dazu haben, sich dazu herabzulassen, die Dinge auch mal aus anderen Augen zu sehen. Eher sind sie bereit zu glauben, dass die ganze Welt aus Vollidioten besteht, gegen die Sie sich zankend wehren müssen.

Verdammt!

(Ja, ich fahr viel Fahrrad... Ja, auch auf Bürgersteigen.) 

Dienstag, 17. Januar 2006

Dandelion

Ich habe meiner besten Freundin die Kurt Halsey Seite empfolen und war quasi dabei, als sie beim Durchklicken immer begeisterter wurde. "Ich habe ein Bild gefunden, das voll zu dir passt!", schrieb sie. Es war das, das ich seit Wochen als mein Foto hier hochgeladen hab. Gott, sie fehlt mir so.
Currently playing: König der Löwen, das Musical
Current mood: prima

schamlos fanatic

Nachdem meiner  leidenschaftlich Werbung bei L. ist auch sie der Anleitung zum Entlieben verfallen und in heißer Liebe zu Curd entbrannt. Und sie hat kurzerhand beschlossen, dass der Kater ab heute Biff Rock heißt. Dem Dicken gefällt's, er ist gleich viel selbstbewußter durch die Wohnung marschiert - was soll ich da noch machen? Eine weitere Hommage also, hier kommt Biff Rock! Hat doch was... Wahrscheinlich verlangt er bald auch noch, dass wir ein fettes "The" vor seinen Namen setzen. Dann ist aber Schluss.

(Hm. Heißt Teddy dann auch Teddy Rock? Oder Ted? Nee, das ist blöd...)   
Currently playing: The Waschmaschine Rock

Montag, 16. Januar 2006

... gegen Langeweile


Texte für die ehrlichen Kontaktanzeigen in der Stern Neon entwerfen. Und eben, je nach Bedarf, auch abschicken.

(PS: Ich mach das natürlich nicht. Ich muss leer werden.)  
in: Kultur

Bis hier hin blind?

Toll und jetzt sitze ich vor einer leeren Mail und tipp meiner Freundin ständig die ersten Zeilen meines Geständnisses ein, um sie wieder zu löschen. Sag ich es ihr? Verrate ich mein Baby?

Ich mag nicht... Ich glaube, sie würde es noch nicht einmal finden, selbst wenn sie weiß, dass es existiert, aber ich mag es ihr nicht sagen. Geheimnisse, und sind sie noch so unbedeutend, wachsen einem wohl ans Herz. Nein, heute bleibt Entr'Acte noch geheim... Und ich selbst die Hüterin meines Gewissens. Harter Job...
Currently playing: Rufus W'wright - Hallelujah

Menno

Ich habe mich, zusammen mit M.  so reingesteigert und alles ist so unverständlich und doof und ich... ich kann nirgendwo hin mit meiner Wut und ich kann's einfach nicht verstehen. Und ein neuer Name für die Rubrik ist mir auch noch nicht eingefallen. Och menno.

Und dann macht er mir auch noch das Klavier spielen kaputt. Nicht nur dass er sich in meinem Laden (Naja.) mein E-Piano gekauft hat und auch nur Klavier spielt, weil ich ihm Stunden mit meiner Lehrerin geschenkt habe... Das ist ja okay. Aber dass ich ständig beim Spielen an ihn denken muss, mehr noch als sonst und immer wütend und traurig werde... wenn ich doch Klavier spielen will... Das ist nicht fair! 
Currently playing: Ajashi No Ceres - Scarlet

Blind ins Schwarze

Jetzt habe ich ein schlechtes Gewissen. Eben habe ich - worüber wohl - mit meiner besten Freundin M. geredet und sie macht ihre Sache wirklich gut. Regt sich auf und schimpft und wird böse und sogar traurig - immerhin war er auch ihr Freund und immerhin hat er nicht nur mich weggeworfen.
Und dann, gerade auf Hochtouren, kommt's. "Ich meine, DU hast nicht so eine Scheiße über ihn geschrieben, DU hast nicht geschrieben >>Ah, er hat mich verlassen, ah, er ist so ein Arschloch<<, nein das hast du nicht, weil DU so was einfach nicht tust!"

Ähm... Süße... Ähm. Tu ich nicht? Hm.
Eigentlich habe ich kein schlechtes Gewissen, wegen dem, was ich geschrieben habe. Ich steh dazu. (Aber sag's keinem - höhö.) Wo, also ist der Unterschied? Er weiß, dass ich bei ihm lesen könnte. Er geht trotzdem, vielleicht gerade deshalb unter die Gürtellinie. Oder? Wenn ich Recht habe, mit dem, was ich mir einreden wollte, könnte ich ihm ja auch morgen, in der Vorlesung die Adresse sagen, oder?
"www.edblog.de/Pasiphae, Darling und Du wirst sehen, ich bleibe die Gute." Nee, nix da. Außerdem würde er es sowieso nicht lesen. Kenn ihn doch.


Grammatik lernen

C'est trop comliquée! .. Je suis bête!!!


Current mood: désespérée

Sonntag, 15. Januar 2006

Creacher's back

Er fehlt mir. Ja, verdammt.

Ist ja klar, ist laut Hektor sogar nicht irgendeine, sondern die erste Phase des Liebeskummers. Aber ich dachte, ich könnte mich drum rum schmuggeln. Weil das doch eigentlich eine dieser Beziehungen war, wo er mir immer gefehlt hat, von Anfang an. Irgendwie immer.
Deshalb dachte ich, dass ich damit schon klar komme und hab mich den anderen Problemen zugewandt: ich bin verletzt, ich bin wütend, er ist doof... Damit hatte ich eigentlich genug zu tun und jetzt fehlt er mich auch noch, der Blödmann.  Bald ist der letzte schöne Tag, die letzten Studen zusammen, schon einen Monat her. Und da war doch Zusammensein vorher das Normalste der Welt, worauf alles aufgebaut hat. Klar, dass da was kommt.

Mist. Ich dachte trotzdem, dass ich das umgehen kann. So war das eigentlich geplant. Mein Stolz und meine Vernuft haben sich mit ein paar von den anderen Diktatoren zusammengetan und beschlossen, diesen ganzen Quatsch einfach rauszuschmeißen, so wie die in Harry Potter und der Orden des Phönix das alte Haus saubermachen. Aber Creacher, die kleine Dreckssau, hat sich das Vermissen einfach geschnappt, als keiner hingesehen hat (weil der verletzte Stolz im Flur wieder so rumgeschrien und alle auf Trap gehalten hat) und hat es in einer Ecke versteckt, wo es sich eingenistet hat und heimlich, still und leise seine Signale versendet. Und ich habe es nicht mal gemerkt, ich dachte es sei weg. Mist. Aua. Sobald ich es zu fassen kriege, fliegt es aber raus... Und der blöde Elf auch.
Currently playing: Walking in Memphis
Current mood: Nicht mehr ganz so traurig

To talk and to think

K. war wieder da. Richtig gut geredet haben wir diesmal. Das bedeutet hier nicht, dass sie mir viel Kluges gesagt hat, Neues, über das ich nun nachdenken kann.  Statt dessen hat sie bestätigt, was ich denke, und es anders ausgedrückt. Tut gut, das.

Auch wenn es die Theorie bestätigt. Eigentlich gibt es keine Arschlöcher und Nichtarschlöcher. So was ist auch in ganz tollen Menschen drin und umgekehrt können auch ganz tolle Menschen sehr arschlochig sein. Oder werden. *seufz* Naja, das heißt ja, ich kann mir aussuchen, was ich jetzt gerne von ihm halten möchte. *höm* Ich kann ja die verschiedenen Varianten jeweils eine Woche durchprobieren und gucken, welche am besten gehen.

Heute war ich übrigens auf seiner Seite, heute wollte ich lesen. Und als nichts da stand, wollte ich später noch mal. Verdammt. Ich glaube, er fehlt mir.
 
Currently playing: Vivo per Lei
Current mood: Traurig

Biff und Bär

Damit ich nicht lernen muss, denke ich nach. Über Biff und den Teddy.
Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass Teddy so doch ganz glücklich ist. Glücklicher zumindest, als auf den Dachboden zu verrecken.
Ich zumindest wäre es. Alles ist besser als gar nichts. Lieber ein Problem haben, mit dem man sich rumschlagen und an dem man wachsen kann, als.. gar nichts. Lieber Liebeskummer und ein paar großartige Arschlöcher in der Biographie, als bei Psychotests in Mädchenzeitschriften nicht mitmachen können und sich weder in den Liebessongs der Helden noch den Trennungsliedern von Farin Urlaub wiederfinden können... Jetzt gehts ja schon wieder um mich. Teddy zumindest würde sich, wenn er könnte, auch für meine beißende Katze entscheiden. So.

Interessant, die Beziehung der beiden. Katzen, die bei Menschen leben, werden nicht erwachsen, sagt meine Mam. Und dass Biff wohl so brutal ist, weil er sich mit seinen Geschwistern auch immer gebalgt hat. Das macht Sinn, auch wenn ich nicht verstehe, warum nur meine Katze alle fressen will. Egal. Kuscheln und Kratzen gehören für ihn zusammen und gehen nahtlos ineinander über. Er meint es nicht böse. Er will nur spielen. Oder seine Zuneigung zeigen. Dass das nicht geht, dass ich dann böse werde, ihn vom Bett schubse und anschreie, hat er schon gelernt. Dass er deswegen damit aufhören sollte und er mir außerdem weh tut, das nicht. Dafür kann er nichts, der Arme. Ich habe rote Kratzer an den Händen, aber für ihn ist das alles viel schlimmer, denn er hat ein Kommunikationsproblem, das er nicht lösen kann. Er ist gefangen in einem ewigen Verhaltenskreislauf, der darin endet das er mich kratzt und ich böse werde. Und das macht ihn unglücklich. Und mich hilflos...

Teddy hat uns da geholfen. Jetzt kann Biffi mit ihm toben, kann sich in ihm verbeißen, mit ihm herumwälzen und mit den Hinterläufen nach Herzenslust an ihm herum scharren. Jetzt muss er das nicht mehr mit meiner Hand machen, vorrausgesetzt, Teddy ist im richtigen Augenblick in Reichweite. Ich bin jetzt zum Kuscheln da und Teddy für den ganzen Rest der Katerlichen Liebesbeweise, mit denen ich nix anfangen kann, die aber aus ihm raus müssen. Und alle sind glücklich. Zumindest bis Biff, das nächste Mal vergessen hat, wen er nochmal beißen sollte und wen nicht.

Biff und Teddy lieben sich also und brauchen sich. Die beiden sind sozusagen fest zusammen. Manchmal glaube ich, ich kann von den beiden noch viel lernen.
Wenn Teddy nicht so devot wäre und nicht verstehen würde, dass Biff ihm weh tun muss, um ihm zu zeigen, dass er ihn liebt, würde das mit den beiden nicht funktuionieren. Und daraus soll ich was lernen? Pha, ich weigere mich, daraus irgendwelche Schlüsse für mich zu ziehen. Das wär ja noch schöner.
Currently playing: Lean on me

Zwei Puppen und ein Tier

Meine allererste allerbeste Freundin hatte einen ganz schönen Knall. In vielerlei Hinsicht. Das meiste davon wahrscheinlich, weil sie es genoss, einen ganz schönen Knall zu haben, sie hatte schon mit acht Jahren weit ausufernde Vorstellungen von Lifestyle. Eine ihrer Macken war, dass man ihr auf keinen Fall etwas nachmachen durfte. Das war ja unter uns Mädchen sowieso ein dickes No-No, aber ihr war es immer besonders erst damit... Und ich fand's doof.

Warum ich das erzähle? Ich mache sie verantwortlich. Dafür, dass ich heute noch oft über diese Nachmachensache nachdenke. Und es dann fast immer doch mache und sei es nur, aus einer sehr späten Trotzreaktion heraus. Heute kann ich mich ja durchsetzen - sie ist nicht da. (Auch wenn man wohl sagen kann, dass ich mit einer Verteterin des gleichen Typs zusammengezogen bin. Tja, was andere mit ihren Vätern und Partnern veranstalten, mache ich wohl mit Freundinnen; mittelpunktsaktiven, großartig aussehenden Freundinnen...)

So. Das ist jetzt eine nicht ganz sitzende Einleitung geworden, für folgendes: Inspiriert (so heißt nachmachen nämlich bei Erwachsenen) vom sagenhaften Curd Rock bin ich mal mein Leben durchgegangen und hab geguckt, wer denn hier so alles rumgurkt und alles mitkreigt.

Da ist zunächst natürlich Biff, der Kater. Ich weiß nicht, wieviel der von mir wirklich mitkriegt, den ehemaligen Lieblingsmenschen hat er ja auch kaum zweimal gesehen. Und einmal gekratzt. (Du bist ein Schatz!) Das hat allerdings nichts zu bedeuten, Biff kratzt jeden. Am allerliebsten mich. Ich glaube, das ist, weil er mich mag... Ja, Biff würde gehen, vielleicht könnte er einiges über mich erzählen.

Dann ist da Teddy. Teddy hat keinen coolen Namen, weil er bis vor kurzem eins von vielen eher unbedeutenden Kuscheltieren in der Plastetüte auf dem Dachboden meiner Eltern war. Sympatisch, aber unbedeutend. Bis ich ihn auswählte, mit in mein neues Leben zu kommen und mit Biff zu spielen, wenn ich nicht da bin. Ich hätte nie gedacht, dass das klappt, wer hat denn schon mal gehört, dass Katzen auf Kuscheltiere stehen? Aber ich wollte Biff was zum Spielen mitbringen und hab nichts anderes gefunden und dachte, der Bär sehe wenigestens noch süß aus, wenn er einsam und verschmäht irgendwo rumsitze. Er sieht auch süß aus - wenn Biff begeistert und leidenschaftlich auf ihm rumbeißt, was er furchtbar gerne und höchst ausdauernd tut. Teddy ist also zu einem wichtigen Einrichtungsgegenstand hier geworden, mittlerweile ranghöchstes Kuscheltier der WG (mit dem absoluten Scheißjob - klar.) Hätte sicherlich einiges zu erzählen, aber ist andrerseits bestimmt viel zu traumatisiert und verstört um sich um irgendwas zu kümmern, was um ihn rum so passiert. Und ich denke, seit er hier ist, viel an Toy Story und frage mich, was einem Kuscheltier lieber ist. Zusammengepfercht und vergessen in einer Plastetüte auf dem Dachboden zu sitzen, ohne Aussicht auf eine bessere Zukunft, oder der absolute Prügelknabe eines verrückten Katers mit Stubenkoller zu sein und den ganzen Tag attakiert zu werden?

Die dritte, die mir eingefallen ist, ist Lilith, meine Schaufensterpuppe. Die hat es auch nicht leicht. Seit Teddy hier ist, weiß sie natürlich, was sie vorher schon vermutet hat, dass es immer schlimmer kommen kann und so tut sie das, was sie am allerbesten kann:  Sie trägt ihr Schicksal mit Würde. Ihr Schicksal ist nicht nur, keine Arme und keinen Unterkörper zu haben, ihr Schicksal ist es auch, seit ich mit L. zusammenwohne, von dieser ausdauernd "Clarissa" genannt und gezwungen zu werden, das furchtbare rosa Fake Channel T-Shirtdings mit Straßsteinchen zu tragen, das L. geschenkt bekommen hat. Wochenlang. In meinem Zimmer. Dafür hat L. ihr aber Haare geschenkt... Lilith (Clarissa! Pha!)  kriegt hier also einiges mit und versteht mich bestimmt viel besser als Teddy und Biff. Immerhin ist sie eine Frau. Ob sie den Lieblingsmenschen (Ein anderer Name! Ich brauche einen anderen Namen, verdammt!) mochte? Keine Ahnung... Darüber muss ich nachdenken.

    
Currently playing: Girls Girls Girls...
Current mood: Grinsend

Anleitung zum Entlieben

Gestern Nacht um Drei bin ich fertig geworden, mit der Anleitung zum Entlieben. Wow. Ich bin mir ja nicht sicher, ob ich glauben kann, dass das wirklich ein richtiges Blog ist. Klar, das Leben schreibt die besten  Geschichten... aber so? Wow... Auf jeden Fall sehr empfehlenswert. Und genau das, was ich gebraucht und gesucht habe - Danke dafür. (Und Danke an Brina, bei der ich den Link schließlich gefunden habe.)
Jetzt habe ich viel zum Nachdenken. Hatte ich vorher auch schon. Aber jetzt noch mehr...

Ich frage mich, ob mir das auch passieren kann. Dass ich zum "Arschloch" werde. (Sorry... obwohl,war ja O-Ton). Dass ich gar nicht "die Gute" bin, sondern nur zufällig war, weil ich halt die war, die mehr geliebt hat. Wenn das so stimmt, dass jeder ein 199 oder ehemaligen Lieblingsmensch in sich hat - und das stimmt ganz sicher, das ist ja nix Neues - dann wäre doch die logische Ableitung, dass es eigentlich gar keine Arschlöcher gibt? Nur Menschen, und die sind halt doof und komisch. Ich weiß nicht, ob mir das gefällt... Ich wollte doch eigentlich ein bisschen vorsichtiger damit werden, für alles und jeden Verständnis zu haben...

Anosnten will ich jetzt natürlich auch so ein Blog! Ich will mein Leben jetzt auch so erzählen und leben, und ich will auch so einen Churd. Das ist natürlich kindisch und ich werde mich zurückhalten. Obwohl ich die Kanidaten schon mal im Kopf durchgegangen bin... Dazu später mehr.

PS: Solche zeitaufwendigen Hammergeschichten, wie dieses Blog findet man natürlich immer in der Klausurenzeit. Verdammt. Und was, zum Teufel mache ich hier?! Warum lerne ich nicht?
   
Currently playing: Föhn von L.
Current mood: Alles klar

Samstag, 14. Januar 2006

Jolie...

Juhu, ich gehe aus! Kultuuur! Nichts dickes, aber ich habe mich schick gemacht und sehe jetzt auch so aus. Schick. Schönes Gefühl... 
Currently playing: Wir sind Helden - Nur ein Wort
Current mood: Grinsend

Passt nicht mehr.

Es ist natürlich längst überfällig, dass die Rubrik "Lieblingsmensch" auf keinen Fall länger so heißen kann. Das Wort war sowieso geklaut und es wird Zeit, dass ich sie zurückgebe. Aber wie nenne ich sie denn jetzt?

Hab mich in anderen Blogs umgesehen und beschlossen, dass er auch einen Spitznamen braucht, anscheinend macht man das hier so und es ist cool. Also, ich hab das Namensproblem nicht übersehen, oder vergessen, ich beschäftige mich damit und die Rubrik wird bald umbenannt.
Currently playing: Wir sind Helden - Gekommen, um zu bleiben
Current mood: Entspannt

Der Weg der Besserung

Großer Fortschritt: Ich habe keine Lust, bei ihm zu lesen. Da steht mittlerweile bestimmt was neues und mit meinem Heißhunger auf Geschichten interessiert mich sogar aus mehreren Gründen, wie es bei ihm weitergeht, außerdem muss ich scheiße viel für die Uni tun und bin deshalb dankbar für jede Ablenkung. Ich lese trotzdem nicht bei ihm. Mag nicht. Yeah!


Current mood: Alles klar

Freitag, 13. Januar 2006

Kribbeltag

Hab ihn heute schon wieder gesehen. Hatte mir gerade aus Spaß vorgestellt, wie es wohl wäre, wenn wir zusammen Fahrstuhl fahren müßten, in diesem vorsinnflutlichen, lebensgefährlichen Ding. Da kam er wirklich den Gang entlang. Na gut, ist wohl zu erwarten, wenn man im gleichen Gebäude studiert und im gleichen Viertel wohnt. So war es ja mal geplant gewesen. 

Allerdings beginne ich mich an diese plötzlichen Adrealinausstöße ("Oh mein Gott! Da ist er! Waaaah! Guck nicht nach unten! Nicht nach unten gucken!" Asphalt rast ins Blickfeld. "Verdammt!") zu gewöhnen. Hat was. Ein bisschen, wie unerwartet Achterbahn fahren. Andere bezahlen für so was Geld. Ha! Ich brauchte mir dazu lediglich mein Herz brechen lassen.

Adrealin ist cool. Es ist ein bisschen, wie damals mit der Schlange. Das war in Thailand. Wir sind spätabends in diesem Hotel mit den wunderschönen Gartenanlagen, mitten im Dschungel, gelandet. Und haben uns die, sobald wir aus dem Pool wieder raus waren, ausgiebig angeguckt. In einem kleinen Wasserbecken schwammen Seerosenblätter, groß wie Fahrradreifen. "Ich habe gelesen, dass man da ein Kleinkind raufsetzen kann, so stabil sind die" sagt meine Mutter und beugt sich hinab, um mal auf ein Blatt draufzudrücken und zu gucken, wie stabil es ist. Zischel. Es war dunkel und wir haben sie nur einen Moment gesehen, aber ich wette, die Schlange war riesig. Groß genug, jedenfalls dafür, dass sie im Schatten zu unseren Füßen lag und bestimmt ganz gefährlich war.
Seit dem ersten Harry Potter Film mag ich Schlangen. Ich kann nur nicht mit ihnen umgehen und deshalb habe ich großen Respekt. Und Angst, wenn sie unerwartet vor meinen Füßen auftauchen. Aber dieser Adrealinkick war toll... Ich glaube, ich werde langsam süchtig nach dem Zeug. Vielleicht brauche ich einen richtig gefährlichen Job? Ich? *prust*
Current mood: Alles klar

Donnerstag, 12. Januar 2006

grau

Das Leben macht keinen Spaß, wenn man sich durch jeden Tag gewaltsam durchboxen muss und nur auf Sachen hoffen kann, von denen man gar nicht weiß, ob sie eintreffen.

Ich muss ihn aus meinem Kopf rauskriegen. Ich muss mich wieder an ein Leben gewöhnen, in dem nicht jeder Scheiß dadurch aufgewertet wird, dass es ihn gibt und er mich liebt. Denn das tut er nicht. Mehr. Wer weiß wie lange schon.

Also muss ich nur meine eigene Einbildung loswerden. Das sollte ich doch hinbekommen.

Dienstag, 10. Januar 2006

Bei offener Verbindungstür

Nacht, ewiges großartiges Gespräch mit L.

L: Wenn wir in den 70ern leben würden, wärst du ein Hippie.
Phae: *überleg* Ich glaube die Antidrogeneinstellung ist tiefer in mir verwurzelt, als dieser Alternativquatsch.
L.  ist völlig begeistert und schickt diesen Satz per Sms promt an zwei Freunde.
Phae: *lach* Ich glaub's nicht, ich würde das für mein Tagebuch oder geheimes Internetblog aufschreiben und du schreibst ne Sms...
Lachen.
L.: Verdammt, jetzt habe ich von Spekulatius geredet. Aber red ruhig weiter.
Phae: *sinnier* Ist aber wirlich wahr...
L.:  Ja, ist wahr. Wir haben von Spekulatius geredet.
Phae: *guckt*
L.:  Ja, manchmal bin ich ein bisschen wie Joey.
Phae: Wo ist mein Handy?

Wow, ich glaube, genau so was ist mir vorgeschwebt, als ich als Kind von einer WG geträumt habe.

Dieu, que le monde est...

Es ist wohl nur gerecht. Ich bin zwei Jahre lang geflogen. Da sollte ich auch mal auf die Fresse fallen. Seinetwegen.

Ich sollte nicht so traurige Musik hören.

Currently playing: Richard Cocciante

Montag, 9. Januar 2006

Zu krank für Echt

Mein Leben ist eine verdammte Fernsehserie.

Ich lese bei ihm über mich und schreibe nicht nur hier davon(was ja anscheinend immer noch niemand weiß, sonst wäre es noch komplizierter), sondern erzähle es auch meiner besten Freundin, die so wütend wird, dass das aus ihr raus muss und sie ihn darauf anspricht.
Wovon er schreibt.
Was ich lese...

Ist noch irgendwo ein Klischee, welches ich in den letzten Wochen nicht erfüllt habe? Bitte melden...

Stolperstolz

Heute hab ich ihn gesehen. Kam mir in der Fußgängerzone entgegen.

In so einer Situation ist es natürlich generell die beste Idee, die Schultern zu strecken, den Rücken gerade zu machen und elegant und selbstbewußt dahinzuschreiten, mit stolz erhobenem Kopf und der ganzen Konzentration auf Körperspannung und eleganter Erscheinung ausgerichtet.

Es sei denn, die Wege sind von diesem sauglatten, festgetretenem Schneeeis bedeckt, so wie die ganze Stadt zur Zeit, dann ist das eine saublöde Idee. Verdammt.

Spielerei in C-Dur durch Raufaser in Hellrosa

Ich wollte nur die Gilmore Girls DVD aus dem Zimmer meiner ausgegangenen Mitbewohnerin holen, da hab ich es gehört. Zuerst dachte ich, sie hätte irgendwo Musik angelassen, aber es kam aus der Wand. Neben uns spielte ein Klavier. Ich hab mein Ohr an die Tapete gelegt und stand minutenlang lächelnd da, so schön war das.
Ich habe noch nie jemanden Klavier üben hören, außer mich selbst. Ständig spielen irgendwo Leute, klar, aber zum Üben ist man immer alleine. Sie hat was schönes gespielt, nicht ganz einfach. Und ständig gestockt, sich wiederholt, abgebrochen und mehrmals einfach auf die Tasten geschlagen.
Ich finde, genau das ist eingentlich Klaviermusik.
Der Schwerpunkt liegt in neuen Stücken, die man sich erarbeiten muss. Klavierspielen ist üben und üben ist wiederholen, kein Tempo haben, unregelmäßig anschlagen, die selbe Zeile x Mal wiederholen, rauskommen und an den unmöglichsten Stellen einfach abbrechen und von vorne anfangen oder einfach auf die Tasten hauen. Den selben Akkord, immer wieder, bis man sich wieder auf die Noten konzentrieren kann.
Richtige Lieder von vorne bis hinten durchspielen, mit der richtigen Dynamik und jeweils langsam oder auch schnell genug, mit Gefühl - das macht man doch nur, wenn Leute zuhören, oder man keine Lust auf die harte Arbeit hat, um sich einzuspielen, oder um den Kopf frei zu kriegen, für die blöden schwarzen Punkte und Striche.


Sonntag, 8. Januar 2006

Kochen mit K.

War schön, gestern mit K. Viel hat sch verändert, aber das Wesentliche ist noch da. Das schelmische Grinsen, wenn sie mit ihrer Kindchenstimme spricht und einen anstrahlt. Die Listen, die sie sich immer macht, voll mit Vorsätzen, To-do-Aufgaben oder Büchern die haben will, Bücher über ein Thema, dass sie auf einmal brennend interessiert, zu denen sie dann stundenlang im Internet recherchiert, um raustzufinden, welches die besten sind. K. betreibt immer diesen Aufwand, um ihr Leben zu perfektionieren. Sammelt alles, was sie brauchen könnte, besucht ihre Freunde selten, ohne sich einen Haufen nützliche Dinge auszuleihen, die sie schnell wieder zurück bringt, setzt sich Dinge in den Kopf und gibt keine Ruhe, wenn sie die billigsten auf E-Bay gefunden hat. Und ist dann superglücklich und begeistert, streicht liebevoll über ihr neues Handy und erzählt von den Funktionen ihrer Anlage, die sie sogar mit Meeresrauschen weckt. Lebensgefühl... Und doch ist sie bald wieder auf der Jagt, nach irgendwas, was sie braucht. Hat Listen, die sie noch abarbeiten muss.
Sie ist niedlich dabei, trotz allem eine Meisterin der Sparsamkeit und diese Spleens sind einfach K. Und doch frage  ich mich, ob sie irgendwann merkt, dass sie nicht ankommt, wo sie nicht schon lnage angekommen ist.  

Platz besetzt

Wie gerne würd ich mich jetzt auf mein Bett legen und Gilmore Gilrs gucken. Aber da liegt der Kater und den kann ich doch nicht einfach runterwerfen, oder? 

Carrie Bradshaw und die Göttin des heimischen Herdes

"Wenn eine Beziehung zu Ende geht, muss man erst mal richtig leer werden.", sagt mein Seelsorgeprof. Recht hat er.

K. hat mich gestern daran erinnert, dass in Sex and the City festgelegt wird, dass diese Zeit ungefähr halb so lange dauert, wie man zusammen war. Haben die auch Recht?

Ein dreiviertel Jahr  also... Neun Monate lang leer werden... Na toll, ich hatte schon mal bessere Aussichten. Es hat zumindest auch seine Vorteile, nicht dreißg Jahre lang verheiratet gewesen zu sein...

War schön gestern, mit der K. Wir haben zusammen gekocht. Die griechische Göttin Hestia fand ich als Kind immer wegen ihrem Namen cool, und weil sich das so schön angehört hat. Hestia, Göttin des heimischen Herdes.  Fand es immer schade, dass sie in meinen geliebten griechischen Mythen nie aufgetaucht ist, noch nicht mal wirklich erwähnt wurde.
Irgendwann habe ich gelesen, dass Hestia nicht wie die anderen Götter mit Tempeln oder Statuen verehrt wurde, sondern als Geist, als Seele des Hauses angesehen wurde. Das Herdfeuer. Die Magie und die Verehrung der Göttin war zugleich die Hausarbeit, die Pflege, das Essen. Diese ganzen Frauentauschthemen also. Das fand ich so schön, seit dem habe ich immer das Gefühl, etwas heiliges zu tun, wenn ich koche oder die Küche aufräume oder das Katzenklo saubermache. Die Seele eines Hauses... Gestern haben wir gekocht. Und es war heilig... und heilsam.

Was noch hilft:
Listen schreiben. Warum er so toll war, warum er so doof war und dann ganz überrascht tun, dass die zweite Liste viel länger ist. Und ganz schnell vergessen, dass man sich genau dafür ja auch so viel Mühe gegeben hat und ganz schön kreativität aufbirngen musste. Teilweise.

Tagebücher lesen, zur Vergangenheitsbewältigung. Hat gut funktioniert, an dieser Stelle mal ein Danke an mich, dass ich immer so schön mitgeschrieben habe. Und zumindest da drin immer ehrlich war.

Freitag, 6. Januar 2006

Ha!

"Schrob ich schon, dass ich wieder Single bin? ^.-" Grrrrr!

Ich weiß schon, warum mein Blog annonym ist. Seins ist das nicht und obwohl ich weiß, wie blöd so was eigentlich ist, hab ich mich selbst bequatscht und dann von mir die Erlaubnis bekommen, da noch mal reinzulesen... Tja, so viel Erfolg hatte ich mir gar nicht ausgerechnet; geheilt bin ich nicht, aber, Hölle, das hat geholfen!

Arschloch.
Currently playing: Der Soundtrack von "die fabelhafte Welt der Amélie"
Current mood: Besser. Viel besser. Und hungrig.

blogtherapie

Hm. Alles ist relativ und sehr wellenhaft,  aber was gerade wirklich gut tut, ist, heißen Kirschsaft mir Zimt trinken und Blogs lesen. Besondere Empfehlung: 500beine  - ich bin jetzt so lange süchtig, bis ich mich durchs ganze Archiv geschmökert, gegrinst und gelacht habe.  

Mittwoch, 4. Januar 2006


Wenn eine Beziehung auseinander geht, ist es nicht der Liebeskummer, der die Leute weinen lässt. Sondern der plötzliche Entzug einer lieb gewonnen Gewohnheit.


Wer immer das gesagt hat: das IST Liebeskummer, Trottel... Aber ansonsten ist was dran... 
Current mood: Traurig

Dienstag, 3. Januar 2006

Das war's also...

Und da ist er wieder. Zwangsurlaub von mir selbst.

Eben hat er Schluß gemacht. Ich wollte das klären, ich wollte darüber reden, vielleicht wollte ich sogar zur Abwechslung mal wütend werden - und er macht einfach Schluß. Damit hätte ich wirklich nicht... Natürlich bin ich nicht wütend geworden. Ich war wohl eher apathisch. Erst im richtigen Moment geweint, als er weg war.

Und jetzt? Ich hab alles zusammengesammelt, was man so wegpackt, wenn eine Beziehung zu Ende geht und weiß nicht, wo ich es hin tun soll. Soll ich jemanden anrufen?

Wie die Mechanismen einsetzen, kann ich gradezu beobachten. Traurig, verzweifelt, aber... Aber ich dachte doch, dass wir immer zusammen bleiben könnten, auch obwohl ich wußte was für ein Quatsch so was ist. Aber ich hab mich doch so angestrengt. Aber die die mich kannten, haben doch gesagt, wie toll wir zusammen passen.

Und schon wirkt es wieder. Ich schaff das schon! Ich zieh das durch! Ich bin frei! Ich werde glücklich! Yeah!

Mal ganz ehrlich, Gehirn: Was soll das denn? Lass mich doch bitte jetzt zusammenbrechen und nicht irgendwann. Ich will jetzt damit klarkommen und nicht jahrzehntelang verbittert sein, weil ich meine Gefühle irgendwann unterdrückt habe! Tu nicht so, als ob es mir gut geht, denn es geht mir gut, ich weiß es, ich fühl es nur nicht... Was mach ich denn jetzt?

Current mood: Traurig

Montag, 2. Januar 2006

Ein leuchtender Kasten im Schnee

Auf dem Weg zum Lieblingsclub (Urlaub von mir selbst) bin ich an der Stadthalle vorbeigekommen. Im beleuchteten Foyer konnte man durch die großen Glasfenster viele Leute sehen, die Anzüge und Abendkleider anhatten, in kleinen Grüppchen standen oder langsam hin und her gingen und ansonsten mal nichts machten. Sah aus, wie ein Angeberaquarium. Aber schön. 

"Hektor und die Geheimnisse der Liebe"

Dankeschön. So ein schönes Buch. Eins von der Sorte, von denen man mehr lesen will, immer mehr. So viele kluge Sachen, und so schön erzählt, so niedlich und so wahr und so... schön. Das hilft. Aber es ist wohl gut, dass es nur noch ein Buch gibt. Wirklich helfen tut es dann ja doch nicht. Wirklich helfen kann dann nur das Leben - oder halt nicht.
Wenn kluge und weise Worte Probleme lösen könnten, hätte ich keine mehr. Das funktioniert einfach nicht. Probleme gehen nicht davon weg, das man sie analysiert. Paradoxe Welt.

Hatte ich nicht eigentlich nur ein Buch vorstellen wollen? Schönes Buch.
Currently playing: Rio Reiser - der Junge am Fluß
in: Kultur

Gehirnstürm

So, Schluß jetzt mit dem Selbstmitleid! Morgen wird alles gut! Oder endgültig...

Zumindest war dauerdeprimiert sein mal ne ganz neue Erfahrung... Und was für eine. Faszinierend, wie es sich anfühlt, in machen Momenten rauszukommen, aus dem Loch und kurz wieder man selbst zu sein. Nichts war besser geworden, doch auch einmal konnte ich ganz einfach wieder auf der Straße über irgendwas vor mich hin kiechern,  und das ich mich für den Weg durch den Schnee zufällig für die richtigen Schuhe, nämlich die MIT Profil entschieden hatte, hat mich glücklich gemacht.
Es ist, als hätte ich einen kurzen Urlaub von mir selbst bekommen. Das hat mein Gehirn schon einmal gemacht. Damals, als wir erfahren haben, dass S. der Farbenfreund tot war. Nach dem ersten Schock war da... nichts. Betäubt. Wir sind zu dritt zu der Unfallsstelle gefahren und die Sonne schien und wir haben geredet und nichts...Traurig ja, aber verstandsmäßig. Ich hab bis heute nicht begriffen, was ich eigentlich damit meine, dass S. tot ist.
Ich hatte damals gedacht, dass ich vielleicht unter Schock stehen würde und irgendwann nachts aufwachen und nicht mehr aufhören könnte zu weinen. Das ist bis heute nicht passiert, aber damals hätte ich mein diktatorisches Gehirn am liebsten angeschrien.
Das sind meine Gefühle und ich habe ein Recht darauf! Ich kann sie aushalten, also her damit! Sofort...

Aber das blöde Ding macht eh, was es will.