Entr'acte Gedanken, Erlebnisse, Zitate, komischer Humor... und der Rest von mir.

Einträge "September 2005":

Freitag, 30. September 2005

5Sterne Assoziationen

Heute beim Buffet, vor einer grossen Platte mit weissem Suesszeug und Fruechten drin, (Sehr lecker.) Ich ganz begeistert: Wooooow, das sieht genau aus wie das, was S. manchamal kocht!! 

*g* Ich darf auf keinen Fall vergessen, ihr davon zu erzaehlen, wenn ich sie das naechste Mal sehe. Ich wuerde mich freuen, so was zu hoeren. (Vielleicht sollte ich dafuer anfangen, meine Freunde zu bekochen. Ich bin statt dessen eher der Typ, der wie  bloed Rezepte sammelt, die er nie benutzt.)


Current mood: Urlaubsmood

Creme Bruleee

(Zunaechst einmal: ja, ich weiss, da gehoeren Akzente drauf. Aber damit tue ich mich schon an meiner heimischen Tastatur etwas schwer und diesem thailaendischen Ding vermag ich garantiert keine zu entlocken.)

Die "fabelhafte Welt der Amelie" ist ein wunderbarer Film.  Aber jetzt geht es mir um eine Szene, die mich ganz besonders beeindruckt hat. Es recht am Anfang, es geht um die Freunden an den Kleinigkeiten des Lebens. Der Sprecher sagt, sie liebe es, die Kruste von Creme Brulee mit dem Loeffel zu knacken, bevor sie sie isst, und dann sieht man den Loeffel, man sieht die Kruste und es knackt.
Ich habe diesem Film im Franzoesischunterricht gesehen und wahrscheinlich war ich, wie oft in der Schule, grad hungrig. Ich hatte noch nie etwas von Creme Brulee gehoert, geschweige denn gekostet und fand sie aber in dieser einen Filmsekunde soooo lecker, dass ich auf der Stelle welche haben wollte. Woraus natuerlich nichts wurde.
Mein Lehrer kannte das Zeug auch nicht, die franzoesische Referendarin, die grad bei uns zu Besuch war, jedoch, schwaermte mir in den hoechsten Toenen davon vor.

Bis zu der Klassenfahrt nach Frankreich, einige Monate spaeter, hatte ich mich an den Gedanken gewoehnt, dass C.B. etwas unglaublich leckeres war, das ich unbedingt probieren wollte. Die goldgelbe Farbe, das Krusten-knack-krachs, hm... Yummi! In Frqankreich wurde das dann nix, wir haben nur Creme Caramel gekriegt, die sauteuer und nicht wirklich nach unserem Geschmack war.

Das ganze ist jetzt einige Jahre her, aber genau wie bei Scampis und Tonic Water weist mich meine Mutter immer, wenn sie den Begriff hoert, darauf hin. "Guck mal, das ist doch was fuer dich!" So auch heute, beim Buffet, da stand sie: Creme  Brulee. Sie war es wirklich, es stand ein kleines Schildchen danneben und in einem (sagenhaften) 5 Sterne Hotel wissen die Leute doch hoffentlich, was sie auf ihre Schilder schreiben.

Tja, was soll ich sagen. Creme Brulee ist suess und sehr weich... Und hat gar nichts zu tun mit meiner Vorstellung von dem Zeug aus dem Film. Es gibt keine harte Kruste, die man knacken koennte. Das, was mein Gehirn unter Creme Brulee versteht, scheint auf diesem Planeten gar nicht zu existieren. Ich finde etwas furchtbar lecker, was es nicht gibt. Das Leben ist komisch.
Current mood: trotz allem satt, zufreiden und gluecklich

Donnerstag, 29. September 2005

Sawatiiii Kaa - ein Gruss aus Thailand

Ein kurzes, eingeschobenes und fruehzeitiges Hallo!!! *enthusiastisch wink* aus Thailand! Nach der Rundreise durch das Land bin ich in dem luxurioesesten Hotel angekommen, das ich je gesehen habe (5 Sterne - uuuuuh!) und nur noch am Dauergeniessen.

Thailand ist sehr grossartig, die Menschen sind supernett - nicht nur die, die muessen, weil sie in der Tourismusbranche arbeiten, sondern auch die Bauern und Motorradfahrer und Thaitouristen und... Wow. Ansonsten ist die Kultur unglaublich fremd und anders und sehr fazinierend - vor allem der Buddhismus hat es mir ein bisschen angetan und das Essen ist meistens superlecker und sonst zumindest aufregend.

Hach ja, der reinste Postkartentext. Tut mir ja auch leid, aber zu mehr reicht es grad nicht... Obwohl, versuchen kann ich es ja mal. Sie haben hier Automaten fuer Klopapier, wenn man auf Geld tritt, kommt man ins Gefaengnis, weil der Kopf des Koenigs drauf ist und an Tankstellen kann man Suessigkeiten kaufen, in denen Qualle mit verarbeitet wurde. War fuer mich der Punkt, an dem ich rausgefunden habe, dass ich nur fast alles mal probiere.

So, jetzt werde ich mal weitermachen, mit Sonnenbaden und Palmengucken und vielleicht wird es ja auch langsam Zet fuer einen leckeren Salat mit Scampis... Uebriegens gibt es hier u.a. Sushi zum Fruehstueck.  
Current mood: in Heaven

Montag, 19. September 2005

Entr'acte im Urlaub

So, die Sachen sind gepackt, die Freunde sind verabschiedet und die frischgebackene Mitbewohnerin auf zwei Wochen alleine hausen eingestellt. Nur noch schnell die Beine rasieren und ein paar (viel zu wenige) Stunden schlafen, dann geht's auch schon los. Natürlich nicht, ohne mich vorher auch hier verabschiedet zu haben.
Also, ich fahre jetzt für zwei Wochen in den Urlaub, nach Thailand. Und bis ich dann in vierzehn Tagen mit hoffentlich vielen neuen Eindrücken und der ein oder anderen Anekdote (ja, ich werd versuchen, meine blogtauglichen  Gedanken mitzuschreiben)  wiederkehre, wird hier wohl erst mal Funkstille sein. In Thailand soll's zwar Internetcafes wie Sand am Meer geben, aber wenn ich dazu wirklich mal Zeit finden, werd ich wohl eher die Liebe meines Lebens davon unterrichten, dass ich nicht irgendwo zwischen Flugzeugtrümmern liege. *räusper* Soweit das denn der Fall sein wird.

Bis in zwei Wochen also, macht's gut und vergesst mich nicht (Hm. Fühlt sich wer angesprochen?) - Tschüß!


Currently playing: Purer Zufall: Runaway Train von Soul Asylum

Neues Hobby

Trotz alkoholischer Absinenz waren Tequillapartys ja schon immer lustig: viele nette Leute und Spaß beim Tanzen. Aber jetzt habe ich eine neue Lieblingsbeschäftigung entdeckt: Orangenscheiben schnorren!

Bald male ich mir auch Striche auf den Bauch! ^^
Currently playing: Alison Krauss + Union Station - I'm Gone

Sonntag, 18. September 2005

Weiß ich nicht, ich bin neu...

Inklusive meinem Ausflug in die Gastronomie, als Vertretung für meine verunglückte Mitbewohnerin (Boar, bin ich ein guter Mensch!) gestern, hatte ich seit dem Abi im Juni nun schon fünfmal meinen ersten Tag irgendwo. Langsam fühle ich mich wie der „Golden Boy“ – nur dass ich nicht so auf Brüste stehe. Kommt vielleicht noch.

Gestern also Aushilfskraft. Millionen Gläser abgewaschen und getrocknet, hinter die Kulissen eines gehobenes Buffets geguckt und interessiert die Essensreste zusammengepanscht. (Hey, wo sonst kann mal ohne schlechtes Gewissen teuren Weißwein über teures Weißbrot gießen und zusehen, wie er aufgesagt wird?)

Whuuuu-huuw!

Nach dem vielen Zweifeln in den letzten Wochen, dem schmerzhaften Abschied aus dem Leben meiner besten Freundin, dem Auflösen des gesamten Freundes- und Umkreises und der leisen, quälenden Frage, ob die Kombination Pinky und Freak wirklich eine so gute Idee war und sich auf Dauer mit meiner Identität vereinbaren lässt... tat es richtig gut, vorgestern, im Lieblingsstudentenclub, inmitten der grölenden Masse und vielen Freunden zu irgendwelcher Rockmusik zu springen, und laut mitzusingen – genau das ist der Ort und das Gefühl, wo ich hingehöre. Das bin ich.

Currently playing: sag ich nicht - passt gar nicht zum Thema. ;)

Ab jetzt zu zweit

Hab ich noch gar nicht erzählt. Nach Wochen voller Farbe, Werkzeug, Stress und (manchmal leicht hysterischem) Lachen sind wir jetzt (noch lange nicht) fertig mit dem Renovieren und offiziell eingezogen. Pinky und der Freak (meine Mitbewohnerin L. ist Pinky) in der Muckelbuchte unter dem Dach.

Unsere Wände sind so dünn, dass Regale und Hängeschränke einfach nur ein leichtsinniges Spiel mit einem qualvollen Tod sind (wir haben trotzdem welche) und unsere Nachbarin genervterweise jedes Wort hört, was wir sagen. Und umgekehrt.

Die Bude halbwegs bewohnbar zu machen, war harte Arbeit, aber ich habe gemerkt, dass dort einzuziehen nicht halbwegs so schwer ist, wie zu Hause auszuziehen. Sentimentalität ist manchmal echt anstrengend... Und einfacher wird mein Leben jetzt bestimmt nicht. Aber, hey!,ich lebe in einer WG!

Down Under

Das doofe daran, dass S. in Australien ist, ist, dass sie weg ist und ich sie kaum gekannt habe und gerne besser kennen gelernt hätte. Das coole ist, dass ich jetzt Briefe und Mails nach Australien schicken kann. Einmal rund um die Erde. Wow.

S. war immer die Allerhübscheste von uns und intelligent, kreativ und wahnsinnig sympathisch. Sie hatte so ein strahlendes Lachen, mit dem sie auch nicht gegeizt hat, dass man an sie irgendwelchen Unsinn schreiben möchte, in der Hoffnung, sie damit am anderen Ende der Welt für einen Moment zum Grinsen zu bringen. 

Freitag, 16. September 2005

Sprudel

Mein Vater ist 50 Jahre alt. Wenn wir mal annehmen, dass er mit zwanzig damit angefangen hätte, pro Tag ein bis zwei Bier zu trinken – rechnen wir mal mit zwei – dann hat er bis heute ungefähr 21360 Biere getrunken. Davon bestimmt einige aus der Flasche und aus Dosen, die meisten aber aus dem Glas. Sagen wir 21000. Und immer noch, wenn er sich eins eingießt, läuft es oben über und er muss versuchen, das gröbste wegzuschlürfen, bevor es den Tisch besudelt. Mal im Ernst. 21000 mal hat er es schon versaut. Wann lernt er es?

Currently playing: Scubs

Mittwoch, 14. September 2005

Dumdidum

Sich mit Erinnerungen zudecken, sich in den längst verhallten Klang Deiner Stimme einhüllen, sich an die Erinnerung Deiner lächelnden Augen schmiegen und – wenn auch ohne endgültig überzeugende Beweise – in der wohligen Gewissheit, dass das alles tatsächlich Realität ist, einschlafen...


(Vor etwas über einem Jahr geschrieben und heute beim Aufräumen gefunden... Schöne Erinnerung an ein Gefühl, das noch lange nicht vorbei ist, sich aber weiter entwickelt hat.)

Current mood: Verliebt

The person you’ve called is …

Mittlerweile bin ich an einem Punkt angelangt, an dem ich es als persönliche Beleidung empfinde, wenn jemand trotz wiederholten Versuchen (ab zwei) nicht für mich zu erreichen ist.

Geheimnisse des Alltags

In der Arztpraxis, in der ich die letzten Wochen gearbeitet habe, geht das Personalklo vom Wartezimmer ab, ohne irgendeine Beschriftung. Ich bin mir furchtbar wichtig und geheimnisvoll vorgekommen, wenn ich in meinem weißen Kittel (sowieso der Schlüssel zu einer ganz neuen Welt) die Tür aufgeschlossen habe und hineingeschlüpft bin. Was die wohl denken, was das für ein Raum ist. Ein Labor, für mystische, medizinische Experimente und voller medizinischer Geräte, ein Lagerraum mit hochgiftigen Substanzen, ein Operationssaal... Ich hab ernsthaft darüber nachgedacht ein flackerndes blaues Licht zu installieren, oder ein Tonband mit gelegentlichen Schreien, Maschinengeräuschen oder Blubbern, aber vielleicht reichen ja die unbeschriftete Tür und mein weißer Kittel, um wenigstens ein bisschen geheimnisvoll zu wirken. Bis man dann die Klospülung hört.

In einer Arztpraxis zu arbeiten ist übrigens kein bisschen wie Scrubs.

Currently playing: Scrubs

Entschuldigung

Dass ich dieses Blog so lange alleine gelassen habe, tut mir (gegenüber wem eigentlich?) herzlich leid. Ich habe es ganz bestimmt nicht vergessen, ich habe auch nicht die Lust daran verloren und nichts mehr zu schreiben habe ich schon gar nicht. Ich hatte einfach nur keine Zeit. Praktikum, Wohnung renovieren und die ein oder anderen – ähm – soziale Pflicht haben mich wochenlang am Routieren gehalten... Ganz vorbei ist das alles noch nicht und in ein paar Tagen fahre ich für zwei Wochen weg – aber mich gibt’s noch und dieses Blog auch. Wollte ich nur mal sagen.

 

Currently playing: Simpsons

Donnerstag, 1. September 2005

Das wandelnde Schloss

Nicht, dass ich nicht genau das erwartet hätte, aber war das schööön! Ich saß im Kino wie ein kleines Kind: staundend, verzaubert, total fasziniert und natürlich andauernd laut lachend.

Was für ein schönes Märchen, was für eine großartige Geschichte (was für ein merkwürdiges Buch?) und was für eine symbolhafte Erzählweise. Vielleicht hat der Deutsch LK ja Spuren hinterlassen, aber ich kam aus dem Interpretieren gar nicht mehr raus: Der Mann, die Frau, das Herdfeuer, die Kinder, die Alten... Wie viele Messages hatte dieser Film eigentlich? Nachher hab ich allerdings den Überblick verloren – es steckte einfach zu viel dahinter und da drinnen und ... Ich muss ihn unbedingt noch mal sehen. Ganz oft. Muss ja nicht im Kino sein...

Hach, die Stimmung, die Musik, der Humor, die Farben... Die Filme von Hayao Miyasaki gehören zu denen, die ich unbedingt aus dem Kino mitnehmen möchte.  Und dass ich nicht weiß, wie, wird tatsächlich zu einem realen, unangenehmen Gefühl. Ob es was hilft, wenn ich mir den Soundtrack kaufe?

PS: Und die neben uns sind mit "Uf. Und dafür vier Euro!" rausgegangen.

Currently playing: Yann Tiersen – A Quai
Current mood: verzaubert
in: Kultur