Einträge "August 2005":
Montag, 29. August 2005
nachts
Current mood: Schläfrig und nachdenklich
Sonntag, 28. August 2005
Der Beweis
Stufen des Verfalls
Okay, nichts großartiges, aber dafür immer das Gleiche bei
diesen Ärztepartys... Von dem normalen Ausgangszustand, also mit Freunden
ankommen, quatschen, lachen und ein bisschen rumblödeln geht’s dann ziemlich
schnell auf die Tanzfläche, die meist noch fast leer ist. Uns egal, schließlich
sind wir viele und sämtlich mit ausreichend großem Ego ausgestattet, trotz
Beobachtern ein bisschen sportzurocken. Aus rhythmischem und
hoffentlichästhetischem Tanzen wird dann recht schnell energieverbrennendes
Abgehen und Spaßhüpfen – nun, so weit, so gut.
Blöd nur, dass die Nummer mit einfachem,
öffentlichkeitstauglichen Spaßtanzen nicht lange funktioniert und man sich schon
nach wenigen Songs der Luftgitarre einfach nicht mehr erwehren kann, um
schließlich dazu übergeht, zu versuchen, den Text pantomimisch darzustellen.
Naja, macht halt Spaß... Vielleicht ja auch irgendwelchen unbeteiligten Zuschauern. ^^ Und wenn ich daran denke, wie viel ich diesen Ärzteparties verdanke... uhhh... Die Tanzfläche im Interclub ist definitiv privathistorisch und ich gedenke, als Rentnerin an diesen Ort zurückzukehren und in Erinnerungen zu schwelgen. Also wehe, ihr reißt ihn mal ab!
Freitag, 26. August 2005
Sonnenblumen of Death, Schwerin
Was für ein Tag. Ich wurde geschlagen, gestoßen, getreten... Ziemlich verrpügelt halt. Das hat man eben davon, wenn man so weit wie möglich vorne stehen will. Was für ein Konzert!
Auch wenn ich das schleichende Gefühl zu bemerken beginne, aus dem Alter langsam rauszuwachsen (die, die älter waren als wir, waren mit ihren Kindern da...) - Herr Urlaub ist einfach immer noch der Größte und seine Songs sind einfach meine Musik – auch wenn ich sie kaum noch höre, weil ich es leider in den letzten Jahren übertrieben habe und sie mir aus den Ohren rauskommen.
Ja, Konzert!!! Bis in die dritte Reihe habe ich es geschafft... Und bin ansonsten in Reihe vier bis 15 ordentlich durchgerüttelt worden, hab mich heiser gejubelt, gesungen und geschrieen und jeden Song, jede Ansage und jedes sympathische Grinsen genossen, meine Freundin J. in der Menge verloren und andere Freunde getroffen – schön, wenn man so ein Erlebnis teilen kann.
Hinterher haben wir uns dann natürlich alle wiedergefunden und heiser unsere Begeisterung gekrächzt. Ja, das war klasse, das Racing Team ist wirklich so toll, wie immer alle sagen ja, ich fand’s auch schade, dass man die Sängerinnen so schlecht hören konnte...
Noch schnell ein T-Shirt gekauft und dann nach Hause. Im
Auto, mit J., laut singend und zwei Mal verfahren.
Auch wenn ich auf keinen Fall wissen will, wie viel von dem
Wasser auf meiner Haut Regen, eigener und vor allem fremder Schweiß (uah) waren
und wenn mich dafür viel mehr interessiert, wann das letzte Mädchen kapiert,
dass man sich lange Haare besser zusammenbindet und warum die Pogo-Jungs immer kratizige Strickjacken oder Pullis
tragen müssen und auch wenn ich mich, gerade in mitten von betrunkenen
Jugendlichen, die mir zum xten mal auf Füße und Rücken springen, langsam etwas
alt fühle und immer stärker gegen die Frage, warum zum Teufel diese Bengel
nicht rücksichtsvoller sein können und ob man nicht einfach hoch und runter
statt hin und her springen kann (Gedanken also, die auf einem Rockkonzert
absolut nichts zu suchen haben) wehren muss, das war das größte und ich will
mehr!
Und auch wenn man ständig ihre Arme und Ellenbogen beim
Um-die-Freundin-legen in die Seite und ins Gesicht gestoßen bekommt – Jungen,
die auf Konzerten ihre Mädchen vor der pogenden Masse beschützen wollen, sind
einfach süß.
Farin: Seht ihr, es braucht gar nicht viel, um mich
glücklich zu machen. Nur 3000 Leute, die jeden Scheiß mitmachen.
Es war uns eine Ehre, Herr U!
PS: Haha und wenn jetzt noch mal jemand sagt, dass ihm „Dusche“ einfach zu blöd ist – dieser Song wurde für die Bühne gemacht!!
Mittwoch, 24. August 2005
retroerinnern
Es geht immer darum, wie schrecklich es ist, zu alten Freunden den Kontakt zu verlieren. Ist es wohl auch. Aber gäbe es das nicht, hätte man ja auch nie die Möglichkeit, sie nach langer, langer Zeit mal wiederzutreffen und bis in die Nacht hinein zu reden. Das wäre doch auch schade. Um das Gefühl überhaupt und um die Grübeleien, wie sehr/wie wenig sich der andere verändert hat und wie das wohl bei einem selbst ist. Und wahrscheinlich kann nichts die Vergangenheit derart intensiv wiederbeleben, wie eine alte Freundin von damals.
Ein bisschen unangenehm, dass ich mir die nervige „Traumhochzeit des Jahres“, die mir meinen geliebten DienstagAbendFernsehabend von den Simpsons an gründlich versaut hatte, tatsächlich angesehen habe. Und dann sogar auch noch irgendwie schön gefunden hab. Gut, dass ich alleine war; das kommt jetzt also in die „Dunkle Geheimnisse“-Schublade.
Wieso sind die Charaktere in Filmen, von denen man weiß, dass sie sterben, eigentlich immer die sympathischsten? Er/sie wird in einer heiteren Alltagsszene vorgestellt und man denkt, Ach ja, das bist also du, der bald stirbt – na ja, mal gucken, was du bis dahin so treibst. Und knapp anderthalb Stunden später hat man es tatsächlich fast verdrängt und ist vollkommen entsetzt und tief bewegt ob seines tragischen Ablebens. Und wenn es die tausendste Wiederholung von „Romeo und Julia“ ist.
Current mood: Entspannt
Dienstag, 23. August 2005
Ein dicker Brief und eine Unterschrift...
Und, hey, wir haben sie! Es ist eine kleine Muckelbuchte, aber wir haben sie und wir packen ein bisschen Farbe und Kreativität drauf und dann sind wir eine richtige, kleine WG... Mensch, im Prinzip habe ich mir gestern einen Traum erfüllt, den ich seit über zehn Jahren träume...
Also sehr happy, gerade - eigentlich. Einfacher wird's in Zukunft wohl nicht werden und ich hoffe, diese unruhgige Angst in meinem Untergrund werde ich auch noch mal irgendwann wieder los, trotz Miete und Ernst des Lebens...
Sonntag, 21. August 2005
„Oh.... scheiße! Ähm... und jetzt?“
Ich bin sooo schlecht im Trösten. Wie geht das?
Eigentlich weiß ich ja, dass man am besten dadurch wieder
aufgebaut wird, wenn jemand da ist und der Anteil nimmt – dass das schon das
wichtigste ist. Eigentlich weiß ich auch, dass niemand erwarten kann, dass
einem in einer doofen Situation jetzt was zu sagen einfällt, damit sie weniger
doof ist, eben weil man den Menschen liebt, dem es grad nicht gut geht.
Eigentlich weiß ich das... Und kriege trotzdem den Mund
nicht auf, nur weil mir nichts sinnvolles einfällt, außer Phrasen und dem Wissen
um spätere heftige Selbstvorwürfe... Ich Trottel.
West Side Story
Gott, was das schön! Okay, nicht jeder Ton hat gesessen und
es war furchtbar kitschig, aber Musik plus Geschichte plus Gefühle... Woar, ich
hatte mehr als einmal Gänsehaut und das Gefühl, nicht eine Sekunde länger
auszuhalten, ohne aufzuspringen – hach!
Und als der Zug auf dem Rügendamm vorbeizog, musste ich an Chihiro denken... Ob ich da die Einzige war? (Das ist mal wieder so ein komischer Gedanke: Ich kann mir weder vorstellen, dass dadurch noch jemand an den Film erinnert wurde, noch dass ich die Einzige war, wo sich mir doch die Ähnlichkeit so aufgedrängt hat. Hat der Geschichte auf der Bühne ein ganz kleines bisschen geschadet, dass ich mich plötzlich lebhaft in eine andere versetzt fühlte.
Freitag, 19. August 2005
Folge den Bonbonfarben
Klar jeder kann tragen, was ihm gefällt. Aber seit ein paar Wochen lande ich ständig in den Herrenabteilungen, wenn ich mich aus dem Augenwinkel an den Farben der Kleidungsstücke orientiere.
Current mood:
Grinsend
Aus unserer Tageszeitung.
Current mood:
Grinsendzu Hause
Donnerstag, 18. August 2005
Ist bunt und klebt.
Ich gehöre zu den Leuten, die ihre Umwelt mit ständig
vergessenen Sachen nerven. Wie viele Sprüche mit „Kopf“ und „angewachsen“ mir
das schon eingebracht hat... tss! Heute bin ich natürlich klüger und habe
meinen Timer zu meinem besten Freund gemacht und schreibe mir auch sonst alles
auf. Zum Beispiel auf Stickies. Stickies sind ein virtuelle Haftnotizen, ein
kleines Computerprogramm, das man sich auf winload.de runterladen kann und dann
kann man sie schreiben und sie kleben auf dem Desktop rum. Außerdem kann man
natürlich Farben und Layout ganz individuell einstellen und sie können auch
Sachen, wie zu bestimmten Terminen auftauchen und Alarm geben oder täglich zu
einer festen Uhrzeit erscheinen und halt das Erinnern für einen übernehmen, zum
Beispiel an bestimmte Substanzen, die man besser regelmäßig zu sich nehmen
sollte. Also ich find sie toll und habe, seit ich sie besitze, keine entnervten
Freunde mehr verloren. (*höm*)
Schade nur, dass man sie nicht so schön energisch an die Wand patschen kann, wie die echten. Dafür fallen sie auch nicht permanent runter.
Neue Rubrik: Tipps
So, bitteschön. Mein Beitrag zur Weltverbesserung. Jaaaah,
ich weiß, das ist genau das, was der Welt noch gefehlt hat...
Aber ich selbst, ich liebe Tipps! (Und würde das viel lieber mit nur einem p schreiben. Egal.) Die wenigesten, die man so liest, nützen was, aber dafür ist jeder tausendste eben Gold wert – hm, das ist wie mit Flohmärkten... Hier kommen jetzt also meine hin, Sachen halt, über die ich mich gefreut habe, als ich sie gefunden hab und die ich jetzt gerne weiterempfehlen möchte.
„Wer will nicht lieber aus Liebe als gar nicht zugrunde gehen?“
Kennt jemand „Kamikazefliege“ von Judith (jetzt hab ich nachgeguckt) Holofernes? Also nicht das Album, sondern das Lied, das auf dem Album drauf ist. Es ist ja sooo schön und mein liebstes auf der CD – aber was meint sie da eigentlich? Mit der Stimmung und der Message – Routine und Langeweile sind doof – komme ich noch mit, aber immer wenn ich das höre und denke „Da hat sie Recht, ich möchte auch ... !„ – Ja was denn eigentlich? Oder geht es am Ende wirklich um Fallschirmsprünge?
Lieber öfters mal nen Fuß
in der Scheiße und den andren im Leeren...
... ich sage nur, nimm meine Hand, mir wird ganz flau und ich will’s trotzdem probieren
my beloved monster and me...
Dabei habe ich heute erst wieder gemerkt, wie schön es ist,
jemanden zu haben, der alles, sogar Probleme und Ängste teilt. Und wie viel
etwas Anteilnahme so ausmachen kann, wie warm so ein Pixelküsschen per Sms sein
kann. Vielen Dank also dafür, mein Schatz, und dafür, dass es Dich gibt.
(Wobei ich ihm das vielleicht eher persönlich sagen sollte
und nicht in einem anonymen Blog, von dem ich hoffe, dass er es niemals
findet.)
Current mood: *Herzchen mal*
die harte Realität
Mietvertrag, Jobsuche, Finanzierung, warten auf die Annahme von der Uni, drauf hoffen, drauf hoffen, dass er auch angenommen wird, Diskussionen mit den Eltern, ich habe immer noch keinen Job, Zukunftssorgen, Papas Grummeligkeit ertragen, hoffentlich nehmen sie uns auch an, hoffentlich kriegen wir die Wohnung, soviel Geld... Kopfschmerzen.
Erwachsen werden ist ja so anstrengend.
Ehrlich, da würde ich lieber noch mal Abi machen. Inklusive Stangenklettern, den ätzenden Tussis in der Achten, Chemieunterricht plus der schrecklichen Angst davor, unangekündigten Leistungskontrollen und demütigenden mündlichen Prüfungen vor der ganzen Klasse.
Mittwoch, 17. August 2005
Ein Gespräch in der Kinderbuchabteilung der Stadtbibliothek, auf einer gelben Couch
Damals, als er in dieses mysteriöse Mädchen verliebt war, an
diesem besonderen Tag, der als einziger uns beiden gehört hat.
S. der Farbenfreund: Farben sind wie Menschen. Du könntest
jeden Menschen mit einer Farbe beschreiben.
Ich: Welche Farbe hat sie?
S: Meine Lieblingsfarbe...
Das gehört zweifellos zu den schönsten Sachen, die ich je gehört habe.
Current mood: melancholisch
eingebrannt
Merkwürdig, dass man manchmal gar nicht merkt, wie man so denkt. Seit ich mich mit K., meiner ersten, richtigen besten Freundin, zu der ich seit langem gar keinen Kontakt mehr hatte, vor kurzem getroffen und bis in die Nacht verquatscht hatte, merke ich erst, dass ich dauernd an sie denke. Ich dachte, sie wäre aus meinem Leben verschwunden, aber sie ist überall. Sie hat mir damals gezeigt, wie man sich das Handtuch so um die nassen Haare wickelt, dass es nicht mehr runterrutscht, mit ihr habe ich mir zum ersten Mal die Beine rasiert. Sie war nur wenig älter als ich, aber damals schon so reif, dass ich heute erst gemerkt habe, dass sie sich kaum verändern musste, um jetzt erwachsen zu sein... Auf einmal ist sie also wieder da, nicht in meinem Leben, sondern in meinem Kopf und war es die ganze Zeit – das habe ich eben erst gemerkt, als ich auch von alleine über sie nachgedacht habe.
Wie einen so eine erste Freundin wohl prägt... wie viele
meiner Vorstellungen von Freundschaft, von Liebe und vom Leben sind wohl von
ihr beeinflusst? Und umgekehrt?
Ähnlich ist es mit S. dem Farbenfreund. Er ist zu Ostern, kurz vor seinem 20. Geburtstag gestorben und wir hatten uns schon lange und weit voneinander entfernt. Ich weiß nicht mal genau, wann wir zum letzten Mal geredet haben und worüber. Aber seit ich, wann immer in an ihn denke, auch daran denken muss, dass er tot ist, merke ich, dass ich ständig an ihn denke. Dass sein unvergleichbarer Humor und Charme und seine Weisheit zu einem festen Teil meines Lebens und meiner Gedankenstruktur geworden sind... Wie viel man doch an nur einem Menschen verliert...
„Guck mal, da bist du!“
Ein paar Stunden mit guten Freundinnen und Homevideos, beides noch aus Kindertagen. Natürlich haben wir viel gelacht. Aber ein bisschen wünschte ich fast, ich wäre als Kind etwas schüchterer und leiser gewesen. Zumindest, sobald eine Kamera in der Nähe war.
Ist lustig wenn, sonst bei diesem Thema verständlich genervte, Zwillinge sich auf dem Bildschirm selbst nicht mehr auseinanderhalten können.
Gestern war auch wieder so ein Tag, der so schön war, dass man die gute Stimmung und das Lachen und die Liebe mit Händen hätte greifen können. Hätte ich vielleicht tun sollen, solche Tage sind selten. (Früher dachte ich natürlich, dass sie nie aufhören.)
Schön, wenn sich geliebte Menschen so gut verstehen... Oh Gott, bin ich verliebt.
ärgerlich
Ich weiß genau, dass ich gestern mindestens zweimal gedacht
habe, dass ich das so schnell wie möglich bloggen muss. Leider ist das alles,
was ich noch weiß.
Ganz blöde Idee...
Ansonsten war der Film natürlich seeehr Tim Burton, also ganz wunderbar und irgendwie merkwürdig (ich frage mich immer noch, was daran nicht gestimmt hat...) und Johnny Depp war noch lange nicht zu bizarr und geschminkt und schlecht frisiert, um nicht einfach großartig zu sein. Natürlich nicht. Aber wem sage ich das?
Montag, 15. August 2005
Das Leben, das Universum und der ganze Rest...
Kassandra
Habe Christa Wolfs „Kassandra“ angefangen und bin
begeistert. Also erst mal davon, dass es mir bis jetzt nicht zu kompliziert
oder langweilig geworden ist, sondern mir gefällt. Und das tut es wirklich,
schon ein paar Mal mich wiedergefunden und gefreut... Griechenland, Troja und
Kassandra sind ja sowieso so meine Themen... (Und schon ist das Fernweh wieder
da.)
Kultur
Ich weiß nicht, warum ich das mache. Ich selbst lese mir Buch- und Filmtipps etc. kaum durch, außer ich hab das Werk schon selbst konsumiert oder habe das schon lange vor. Und jetzt schreib ich welche? Das ist wohl noch anmaßender, als anzunehmen, jemand würde das hier je lesen...
Aber ich habe ein Blog und möchte es ja gut behandeln und
Filme und Bücher gehören eben natürlich zu mir dazu.
schLechtschleibung
Warum behauptet mein Computer, „überlall“ wäre ein richtiges Wort?
Beautiful lonely
Immer diese Filmsequenzen, wo jemand einsam am Meer sitzt und drauf starrt. Beziehungsweise auf einem Berg/Leuchtturm/Hochhausdach...
Ich würd so was ja auch gerne machen, irgendwo fotogen rumsitzen und nachdenklich/poetisch/deprimiert in die Landschaft gucken. Einfach so. Aber hier stehen überall nur Häuser rum... Zum nächsten fotogenen Ort oder begehbaren Dach müsste ich ne halbe Stunde Autoweg einrechnen. Nimmt irgendjemand echt diesen Aufwand auf sich, um liebesbekümmert aufs Meer zu gucken? So lange, bis er sich blöd vorkommt und zurück fährt?
Die Pille ohne Wasser zu schlucken gehört also auch zu den Dingen, die man lernen kann. (Ist auf jeden Fall leichter, als sich jeden Tag zur richtigen Zeit dran zu erinnern.)
Püppi

Das ist Lilith. Ich hatte mir schon ewig eine
Schaufensterpuppe gewünscht und sie irgendwann auf einem Flohmarkt für richtig
wenig Geld gefunden. Damals hatte ich noch richtig große Pläne mit ihr. Ich
wollte ihr Ohrlöcher stechen, zur Faschingszeit Wimpern kaufen und Haare
natürlich!
Aus all dem wurde leider nichts – dazu bin ich wohl doch zu geizig und zu faul. Außerdem hab ich die Herausforderung, ihr kleines Glatzenproblem immer wieder neu zu kaschieren, liebgewonnen. Genau wie sie.
Ich finde, ihr Gesicht ist nicht nur schön, sondern besitzt Charakter und Ausdruck – das ist viel mehr, als andere Schaufensterpuppen dieser Stadt von sich sagen können. Irgendwie sieht sie verträumt und sehnsüchtig aus... Sie passt also zu mir und auch wenn man sein Herz nicht an Gegenstände hängen soll: Ich mag Lilith!
Flattert
Mit Rock Fahrrad fahren ist doof. *etwas verlegen nach vorne beug und das Ding wieder über die Knie schieb*
Übrigens bin ich seit den Tagen des Indianerspielens die Angewohnheit nie wieder los geworden, mir mein Fahrrad als Pferd vorzustellen. Ich Spinnerin. Aber wäre es ein echtes Ross, hätte wohl schon jemand das störrische Vieh notgeschlachtet.
Schlechtes Gewissen...
Im Thalia gibt es diese grüne Couch, auf der man von beiden
Seiten sitzen kann. Immer wenn wir da sitzen hab ich die Paranoia, dass auf der
anderen Seite jemand zuhört – vorzugsweise der, um den es gerade geht. Bleibt
die Frage, warum man sich für LästerVertauliches immer grade diesen Ort
aussucht...
Gartenkarma
Das ist doch pervers, da isst man jeden Tag Schwein und Huhn ohne Probleme und hat auf einmal ein schlechtes Gewissen, weil man kleine Erdbeerpflanzen rausreißen und in die blaue Tüte stecken muss. Aber die ekligen Würmer, die draufgehen mussten, die taten mir auch leid. Ehrlich.
Und ich hab Marienkäfer gerettet. Mindestens zwei.
Erdbeerarbeit
Es gibt einfach nichts, was so gut riecht, wie echte Erdbeeren, wenn man mitten drin sitzt und sie erntet.
Aber sie umzupflanzen und ist ganz schön harte Arbeit. *ächz* Dabei... in so einem weicheiigen Abiturientenleben hat man ja den Luxus, die seltene harte Arbeit richtig genießen zu können. Sonne, Bewegung und Schweiß riecht richtig gut, wenn man weiß, dass man ihn sich erschuftet hat und in einer halben Stunde die Dusche wartet. Und man sich die Erde abwaschen und mit Herbal Essences und Nivea wieder in die Stadtmädchenwelt zurückkehren kann.
Sonntag, 14. August 2005
Und jetzt ihr!
(Eigentlich wollte ich ja hier drin komplett auf Smileys und *Sternchenaktivitäten* verzichten... Hätte nicht gedacht, dass das so schwer ist.)
Zisch Bum Krach
Ich glaube, ich mag keine Feuerwerke. Außer wenn ich grad eins sehe.
Obwohl... wenn ich mir noch mal eins ohne Arme um mich rum
angucken muss, mag ich sie auch nicht mehr.
Du bist ja so toll! #1
Wenn meine Freundin S. nicht so kreative Geschenke basteln, gut malen und unglaublich kochen könnte, würden sie trotzdem alle mögen, weil sie so warmherzig und lebensfroh ist und ein unglaubliches Karma + Ausstrahlung hat. Aber gerade auf Partys wie heute ist es trotzdem toll, dass sie so wunderbar kocht... . Was für ein Mensch! Mit solch Anmut großartig sein und warmherzig und lebensfroh und ansteckend lachen. Warum können nicht einfach mehr Menschen wie sie und weniger wie [Hier Namen von ignorantem, weltzerstörerischen Blödmann einsetzen – bin zu müde, das selbst zu machen] sein? Schön also, dass es sie gibt... und ihre kleinen Feiern, mit den selbstgemalten Einlandungskarten und den ganzen leckeren Sachen.
Außerdem habe ich heute einen Apfel ins Gesicht geworfen
bekommen und eine Wette um einen brennenden Holzklotz verloren. Und das
Hansesailfeuerwerk gesehen. Von der anderen Flussseite aus, inklusive der
beleuchteten Stadt, die sich auf dem Fluss gespiegelt hat. Ich wünschte, in
solchen Momenten würde mir was besseres einfallen, um die Großartigkeit dieses
Anblicks auszudrücken als: „Ist das schööööön!“.
Soo schlimm ist die Hansesail also gar nicht. So lange man auf der richtigen Seite des Flusses steht.
Asphalteinsichten
Samstag, 13. August 2005
M'aham I aham tonight!
Freitag, 12. August 2005
Froscharbeit
Ich mag Videoabende und ich mag die Filme von Hayao Miyasaki. Mein absolutes Chihiro-Lieblingszitat: „Das ist Froscharbeit!“ Bis heute warte ich auf eine Gelegenheit, das selbst mal zu benutzen...
Beim Nachhausekommen das starke Verlangen gehabt, Klavier zu
spielen. Ging leider nicht, bin nicht allein zu Haus... Verdammt. Ein Klavier
und „immer spielen können, wann ich will“ sind ziemlich weit oben auf der Liste
der Dinge, die ich irgendwann mal haben will. Noch über „so oft ich kann am
Mittelmeer sein“.
5 Minuten später:
Und eigentlich kann ich ja auch die Schriftart und -größe nehmen, die der Editor für mich ausgesucht hat...
Grau & stickig
Und dieser Editor macht auch nicht das, was ich will.
Ouvertüre
Egal, dann war es eben ein Versuch. Vielleicht unterhält es ja jemanden... Hoffentlich niemanden, den ich kenne.
)